Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
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Vierte Folge.

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Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

Leipzig, am

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IV. Jahrgang.

ne Miſſenſchaſten und Geſellſehuft.

Abonnementspreis jährl. 5 ¼ Thlr.

30. Mlärz 1866.

Der Gefangene des Königs.

Hiſtoriſche Erzählung von Karl v. Keſſel.

(Fortſetzung.)

Etwa eine Stunde früher nämlich, bevor der Arzt das Wirthshaus»zum tapferen Grenadiers ver⸗ laſſen hatte, hielten ungefähr eine Büchſenſchußweite vom Schloſſe des Herrn von Papſt zwei Reiter, von denen der eine jedoch noch ein geſatteltes Handpferd bei ſich führte, in einem Kaſtanienwäldchen, welches an einen von einer hohen Mauer umgebenen Gar⸗ ten ſtieß.

Sie mochten ungefähr eine Viertelſtunde re⸗ gungslos auf ihren Roſſen geſeſſen haben, als in einem Erkerfenſterndes Schloſſes ein Licht ſichtbar wurde, welches jedoch kurz darauf wieder verſchwand.

Alsbald ſprang einer der beiden Reiter vom

Pferde, warf den Zügel deſſelben ſeinem Diener zu und näherte ſich unter dem Schutz der Bäume behut⸗ ſam der Mauer, an welcher er einige Schritte hin⸗ glitt, bis er vor einer ſchmalen, in derſelben ange⸗ brachten Thür ſtehen blieb, an die er ſein Ohr legte, um zu lauſchen.

Es dauerte auch nicht lange, ſo näherte ſich Jemand behutſam dem Ausgang, das Schloß der Thüre wurde behutſam mit einem Schlüſſel geöffnet und eine junge Dame, die tief verſchleiert war, trat ins Freie. 1s

Sogleich verbeugte ſich der jungeluizn ach⸗ tungsvoll vor derſelben, bot ihr ſeinen Arm und führte ſie nach dem Platze, wo der zurückgebliebene Reitknecht mit den Pferden hielt.

Unterſtützt von der feſten und kräftigen Hand Desjenigen, deſſen Führung ſich die nur zaghaft Vor⸗ wärtsſchreitende überließ, ſchwang ſie ſich mit Si Frau⸗ heit und Anmuth auf den für ſie beuch ihrerſeits Zelter, und im nächſten Augen ſck ſolgen, und ſie be⸗ Cavalcade langſam und vonur an Herrn von Kalkſtein