Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
183
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Anpflanzung junger Eichen ausſtreckte, die ſich, etwa zwei oder drei Schritte von der Straße entfernt, zu beiden Seiten derſelben ausdehnte.

Der Warnungsruf des Knaben kam indeſſen zu ſpät, denn bevor der Gelehrte noch Zeit gewann, ſich von der Größe und der Nähe der Gefahr, welche ihn bedrohte, zu überzeugen, ſah er ſich von ſechs bis acht verwegenen Geſtalten umringt, unter deren Mänteln kurze Waffen ſchimmerten und die ſogleich über ihn herfielen und mit einer Schnelligkeit und Gewandtheit ſeine Arme und Beine zuſammenſchnürten, welche als ein unbeſtreitbares Zeugniß für die Uebung dieſer Leute in ſolcher Art von Geſchäften betrachtet werden konnte.

Bevor der arme Doctor im Stande war, ſich nur einigermaßen von ſeinem Erſtaunen zu erholen, fühlte er bereits in Form eines Knebels ein dichtes Schloß vor dem Munde und einen Augenblick darauf hoben ihn vier ſeiner Angreifer auf ihre Schultern und ſchlugen in Begleitung der Uebrigen eiligſt einen ſchmalen Pfad ein, welcher durch das Dickicht der vorerwähnten Anpflanzung führte.

Dieſer Ueberfall war ſo plöͤtzlich geweſen und wurde mit ſolcher Schnelligkeit vollführt, daß ſchon einige Minuten nach Ausführung der That an dem Ort, wo ſie geſchehen, wieder die lautloſe Stille der Nacht herrſchte. Niemand würde errathen haben, daß hier ſoeben ein Act der brutalſten Gewalt vollführt worden war.

Inzwiſchen ſtand Peter Simpel's braune Stute

ruhig am Wege und nagte, unbekümmert um das, was um ſie vorging, an den jungen Eichenſchößlingen.

Es dauerte indeſſen nicht lange, ſo theilte ſich das Buſchwerk und es wurde zuerſt der Kopf und dann der übrige Körper des kleinen Valentin ſichtbar. Das Antlitz des Knaben drückte allerdings Ueber⸗ raſchung, aber doch nicht Muthloſigkeit aus. Im Gegentheil ſchien er damit beſchäftigt, zu einem Ent⸗ ſchluß zu gelangen, denn er richtete abwechſelnd ſeine Blicke einerſeits auf das Pferd, welches noch immer am Wege ſtand, das aber bei ſeinem Erſcheinen den Kopf erhoben hatte und ihn mit ſeinen verſtändigen Augen anſah, und anderſeits auf den ſchmalen Pfad, der ſich in der Anpflanzung verlor, und auf welchem der Arzt vor ſeinen Augen fortgeſchleppt worden war.

Nach wenigen Minuten ſchien der Knabe, Ange⸗ ſichts der peinlichen Lage, in welcher er ſich befand, auch eine Wahl getroffen zu haben, denn er wendete plötzlich den Kopf des Kleppers nach der Seite hin, wo deſſen Stall lag, gab ihm einen derben Schlag mit der Hand, ſchnalzte mit der Zunge, und als er ſah, daß das Thier den Wink verſtand und bereitwillig

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der Heimath zueilte, ſchlüpfte er ſelbſt, behende und leicht wie ein Wieſel, in das dichte Gebüſch und verfolgte mit Eile, ohne dabei jedoch die Vorſicht außer Acht zu laſſen, die verſchiedenen Krümmungen des abgelegenen Weges, welchen die Soldaten einge⸗ ſchlagen hatten.

Welchen Zweck der kleine Valentin dabei im Auge hielt, werden wir ſpäter ſehen, für den Augen⸗ blick bitten wir die Leſer, ſich mit uns nach einem anderen Schauplatz zu begeben, um dort ebenfalls Zeuge von Ereigniſſen zu ſein, die mit anderen Per⸗ ſonen, welche wir bereits in dieſer Erzählung kennen gelernt haben, ebenfalls im engſten Zuſammenhange ſtehen.

(Fortſetzung folgt.)

Heimkehr.

Von Carl Twelckmeyer.

Gottlob! ſo wär' ich denn am Ziele! Seid mir gegrüßt aus tiefſter Bruſt, Ihr trauten Plätze meiner Spiele,

Ihr Zeugen meiner Jugendluſt;

Ihr Gärten, alte liebe Räume,

Wo ich mit Nachbarskindern oft

Auf ſtarken Wind für jene Bänme Und auf den Fall der Frucht gehofft;

Ihr tief gewölbten Lyciumshecken, Darunter ich oft lauſchend ſaß, Wenn der Genoſſe beim Verſtecken Mit flücht'gem Fuß die Gaſſen maß!

Ich grüß' auch euch, ihr Leichenſteine, Die ihr dort links am Dorfe blinkt Und mir im blaſſen Mondenſcheine So geiſterhaftwillkommen! winkt.

Ach, Mancher, deſſen Gruft ihr decket,

Sprach einſt dem Knaben freundlich zu. Gott ſchenke, bis ſein Ruf ſie wecket,

Den Guten ſanfte Grabesruh'!

Wie friedlich ſtill iſt's ſchon im Orte, Kaum daß ein Laut mein Ohr berührt! Ganz ungeſeh'n komm' ich zur Pforte, Die in der Eltern Garten führt.

Ob ſie mich wohl ſo nahe wähnen, Die lieben, guten Eltern mein? O, was wird das für Freude geben, Tret ich in's Stübchen plötzlich ein!