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England hat während der letztverfloſſenen 10 Jahre etwa 6 Millionen Stück Waffen erzeugt, und Lüttich in Belgien noch viel mehr, nämlich 6,842,264, deren Geldwerth jedoch beträchtlich geringer war. Die Belgier verfertigen nämlich eine große Menge von Taſchenpiſtolen, und zwar 2,305,176 in jenen 10 Jahren. Die Waffenfabrikation für dieſen Zeit⸗ raum repräſentirt in Belgien einen Geldwerth von 8,609,849 Pfd. Sterl., in England von 10,772,156 Pfd. Sterl., zu⸗
ſammen alſo für beide Länder 130 Mill. Thaler für Mord⸗
gewehre. Alle anderen Länder zuſammengenommen haben gewiß für ebenſoviel erzeugt, und das in einer Zeit, in wel⸗ cher ſo oft verkündet wird, daß die fortſchreitende Civiliſa⸗ tion, die techniſchen Erfindungen und die Erleichterung des Verkehrs„den Krieg unmöglich machen müſſen“. Als ob die menſchliche Natur nicht dieſelbe bliebe mit ihren Wallun⸗ gen und Leidenſchaften, die von einer Generation auf die
andere übergehen! 5.
Der jetzige Kaiſer der Franzoſen als Knabe.
Wir entnehmen„Gronow's Recollections“ die folgenden Mittheilungen.
Als der Prinz Louis Napoleon ſechs Jahr alt war, lebte er mit ſeiner Mutter, der Königin Hortenſe, in Malmaiſon bei der Kaiſerin Joſephine, welche bekanntlich die Souveräne der Verbündeten im Jahr 1814, als der Kaiſer Napoleon I. nach Elba verbannt war, dort empfing. Während Alexan⸗ der I. ſich in Paris befand, ließ er faſt keinen Tag vorüber⸗ gehen, ohne dieſe beiden Damen zu beſuchen und bei ihnen entweder zu frühſtücken oder zu diniren. Die Königin ſagte ihren Kindern, wenn der Kaiſer zum Beſuche komme, ſo müßten ſie Sr. Kaiſerlichen Majeſtät jedes Zeichen von
SHochachtung und Verehrung beweiſen, denn ihm und nur ihm
allein verdankten ſie Alles, was ſie jetzt noch in der Welt be⸗ ſäßen. Der Prinz Louis hörte die Ermahnungen ſeiner Mutter mit großer Aufmerkſamkeit an, ſagte aber nichts. Als indeſſen der Czar das nächſte Mal kam, ſchlich ſich der Prinz an ſeine Seite und ſteckte ganz ruhig einen Ring, der ihm von dem Vicekönig von Italien, dem Prinz Eugen, geſchenkt wor⸗ den war, an einen Finger desſelben. Als der Knabe von ſeiner Mutter gefragt wurde, was er thue, antwortete er: „Ich habe nur dieſen Ring, den mein Onkel mir geſchenkt hat, aber ich habe ihn dem Kaiſer Alexander gegeben, weil er gegen Sie, theure Mama, ſo gütig iſt.“ Der Autokrat lächelte und während er die Gabe an ſeiner Uhrkette befeſtigte, ſagte er, er werde ſich nie davon trennen, ſondern den Ring zur Erinnerung an den edeln Zug von Großherzigkeit von Seiten eines ſo jungen Kindes behalten. Die Königin erwi⸗ derte:„Sire, mein Sohn Louis behält nichts für ſich ſelbſt; vor einigen Tagen gab ich ihm einige hübſche Knöpfe, aber er verſchenkte ſie an einige ſeiner Spielcameraden, und als ich ihm darüber einen Vorwurf machte, gab er mir zur Antwort: „Vous voulez, maman, me procurer un plaisir en me les offrant, et vous m'en procurez deux; celui de rece- voir de vous, maman, une jolie chose, et ensuite le plai- sir de la donner à un autre.“
Eine andre Anekdote, welche das gute Herz Louis Napo⸗ leon's zeigt, wurde mir von dem Herrn Mocquard erzählt, mit dem ich gut bekannt war. Nachdem die Königin Hortenſe Malmaiſon verlaſſen hatte, ließ ſie ſich am Conſtanzer See
nieder, wo der junge Prinz beſtändig die Gewohnheit hatte,
arme Leute zu unterſtützen, indem er ihnen ſein Taſchengeld ſchenkte. Eines Tages bemerkte er eine Familie in der größ⸗
Vierte
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ten Noth, aber da er kein Geld hatte, das er ihnen geben konnte, ſo zog er ſeinen Rock und ſeine Stiefeln aus und gab ſie den armen Leuten, indem er ihnen ſagte, es mache ihm großen Kummer, daß er kein Geld für ſie habe, da er ſchon ſein ganzes Taſchengeld, das er von ſeiner Mutter empfan⸗ gen, andern armen Leuten gegeben habe, die eben am Hauſe vorbeigekommen ſeien; aber er bitte ſie, ſeine Kleider zu nehmen und zu verkaufen, um ihrer Noth abzuhelfen. Das Wetter war zu dieſer Zeit ſehr kalt und der Erdboden mit Schnee bedeckt; aber der Prinz ſprang nichts deſtoweniger in Strümpfen und mit bloßen Armen dem Hauſe zu, in deſſen Nähe er dem Herrn Mocquard begegnete, der ihm ſein Erſtau⸗ nen ausdrückte, ihn in einem ſolchen Zuſtande zu ſehen. Der damals zehn Jahre alte Knabe eutgegnete ihm:„Ich habe meine Kleider armen Leuten gegeben, damit ſie nicht vor Hunger ſterben ſollten.“ Mocquard fügte hinzu:„Der Kaiſer iſt nie glücklicher, als wenn er Unglücklichen zu helfen vermag.“ C. Die Arundel Sarietg in London.
Unter den vielen kunſtgeſchichtlichen Schöpfungen, die England mit ſeinen reichen Mitteln in das Leben gerufen hat, nimmt die im Jahre 1848 in London gegründete Arun⸗ del Society eine hervorragende Stelle ein. Durch die Bei⸗ träge ihrer Mitglieder publicirt ſie in einer Weiſe, wie es der Privat⸗Induſtrie nicht möglich ſein würde, in prachtvollem Farbendruck und Stich, vorzugsweiſe die Werke der alt⸗ italieniſchen Meiſter und trägt dazu bei, dieſe herrlichen Schöpfungen auch dem größeren Publicum zugängig zu machen. Es wird für viele unſerer Leſer von Intereſſe ſein zu erfahren, daß dieſe Publicationen auf dem Wege des Buch⸗ handels durch Alphons Dürr in Leipzig bezogen werden können; wir zweifeln nicht, daß dieſe Kunſtblätter auch in Deutſchland eine große Verbreitung finden werden. Ein be⸗ ſonderes Intereſſe dürfte für uns noch darin liegen, daß ein großer Theil derſelben von deutſchen Künſtlern in der artiſti⸗ ſchen Anſtalt von Storch und Kramer in Berlin hergeſtellt worden iſt. Die uns vorliegenden Blätter nach Fresken von Fieſole, B. Gozzoli, Mantegna, D. Ghir⸗ landajo und Pinturicchio laſſen in der That hinſichtlich der Schönheit und ſtyliſtiſchen Treue nichts zu wünſchen übrig. Der Preis, 21 Schilling pro Blatt, dürfte ein ſehr mäßiger genannt werden.
Misrellen.
In Paris ſchreibt man dem Miniſter des Auswärtigen, Drouyn de Lhuys, das Bonmot zu, er habe kürzlich die fol⸗ gende Definition eines Gelehrten gegeben:„Ein Gelehrter iſt ein Mann, der Alles weiß, wovon der Welt nichts bekannt iſt, dem aber nichts von dem bekannt iſt, was Jedermann weiß.“
Vom deutſchen Büchermarkt.
Aspromonte. Hiſtoriſcher Roman von Eduard Rüffer. Prag, bei Dominikus.
Der Idee der bekannten durch den Titel bezeichneten italieniſchen Bewegung iſt dieſer Roman gewidmet, und man kann eine gewiſſe Begeiſterung für den Gegenſtand und für die ſchöne Romantik und Poeſie des Südens darin nicht ver⸗ kennen. In Summa ſtellt ſich aber in dieſer halb geſchichtlichen und halb illuſoriſchen Compoſition wieder das bedenkliche Beſtreben heraus, in das Treihen und Streben nach lebenden


