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merkungen?“ ſagte darauf der Fürſt und wandte ſich mit einer Miene des Widerwillens ab.
„Ich wette,“ flüſterte der Baron dem Marquis ins Ohr,„der Narr iſt wahrhaftig verliebt.“
„Das wäre ein köſtlicher Spaß,“ gab der Mar⸗ quis ebenſo leiſe zurück,„er hat dem Feuerwein tüchtig zugeſprochen, er muß ihr eine Erklärung machen.“
„Sie Meiſter eines ſüperben Einfalls! Doch ich glaube, wir machen die Rechnung ohne den Wirth; er ſcheint mir nicht aufgelegt zu ſein.“
„Dafür laſſen Sie mich ſorgen... Auf ein Wort, beſter Fürſt, wie gefällt Ihnen das Mädchen?“
„Was? was?“ fuhr Romanow empor.„Ah ſo, ich vergaß... Wie es mir gefällt? Ich habe kein Urtheil,“ ſchloß er kurz.
„Ha, ha, über den Furchtſamen!“ rief Extern. „Ja, mein Lieber, Sie werden älter und kälter und zaghaft!“
„O,“ rief Belangé,„wenn ich an die Zeit denke, wo ſich jedes Milchgeſicht an Ihren Hals warf. Die Affaire mit der Gräfin hat Sie furchtſam gemacht, Sie wagen nichts mehr!“
Der Fürſt fühlte jeden Stachel, der ſich ſo in ſeine Bruſt ſenkte. Für feig ward er gehalten! Sein Blut begann zu ſieden, ſein Ehrgeiz zu erwachen; und haſtig ein volles Glas hinunterſtürzend, rief er: „Nur dieſes Mädchen nicht! Jeder andere Lockenkopf ſoll an meinem Halſe liegen, ſo lange ich athme!.. Gehen wir!“
„Gehen? Da höͤrt Ihr es, die Furcht treibt ihn
davon!—
„Pah, die Mauer aus Roſenduft iſt zu breit und zu hoch!“
Da wechſelt auf Romanow's Wangen Purpurröthe mit Leichenbläſſe. Sein ſiedendes Blut ſchäumt über, von allen Seiten klingt's ihm wie Hohn, den er in Bewunderung umwandeln will und muß. Das iſt er ſeiner Ehre, ſeinem Stande und Namen ſchuldig! Und aufſpringend vom Stuhl und hintretend vor Thereſia, ruft er mit ausgebreiteten Armen:„Sei willkommen, mein Täubchen, Du ſollſt mein herzlieber Schatz, mein...“
„Zu Hülfe! Joſef!.. Nein, nein, Onkel Anſel⸗ mus, Seppi!.. Zu Hülfe!“ ſchreit da Reſi auf.
Brunner und ſein Weib ſtehen oben am Schenktiſch. Mehr als ſie ſpringen, ſtürzen ſie jetzt die Stufen hinab.„Herzchen, was giebt's?“ ruft Anſelmus. „Wer will was?“ ruft Chriſtine.
„Der da!“ ſchreit das Mädchen, auf den Fürſten deutend, und es zittert wie das Espenlaub.
Nach einem Stuhl greift Seppi.„Wer meine Schweſter berührt, geht ohne Kopf nach Hauſetz
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„Still, Burſch,“ donnert Herr Anſelmus,„ich bin der Wirth in dieſem weltberühmten Keller, ich werd' reden!.. Ew. Gnaden, mit Erlaubniß, dieſes Mädchen iſt meine Nichte, und wer die Nichte beleidigt, der beleidigt auch den Onkel, Das iſt meine Sauce, wie das ſo in Sachſen heißt! Verſtehen Ew. Gnaden das? Und wiſſen Ew. Gnaden auch, was ein Leipziger Bürger thut? Ein Leipziger Bürger thut in ſeinem Hauſe auf Reputation halten, und wer ſich alſo un⸗ gebührlich beträgt, der wird...“
„Ja, der wird..“ ruft Chriſtine, beide Fäuſte in die Seiten ſtemmend.
„Stracks an die Luft geſetzt! Das iſt ſo Brauch bei uns in Sachſen!“
Wie verſteinert ſteht Romanow da. Dann aber ſchießen ſeine Augen Blitze und er zieht den Degen: „Hölle und Teufel!“
„Ihm nach!“ rufen ſeine Freunde und auch ihre Waffen fahren aus der Scheide.
„Haltet ſie! Hinaus! Kein Blut!“ ſchallt's an den andern Tiſchen.
Seppi hebt wieder den Stuhl hoch, Chriſtine ſchreit nach der Wache, Reſti flüchtet in Anſelmus' Arme, auf den in dieſem Moment der Fürſt, den Degen ſchwingend, eindringt.
Da legt ſich ſchwer wie Blei auf Romanow's Schulter eine Hand.„Zum Henker! wer wagt mich zu berühren?“ donnert der Fürſt.
„Ich! Ich fordere Einhalt! Sie vergeſſen ſich, Herr Fürſt!“
Dieſe Stimme! Die Hand ſinkt, die den Degen führt, und Romanow wendet ſich:„Sie hier, Herr Renatus Erhard?“
„Wie Sie ſehen. Und ich bin erfreut, eine Uebereilung Ihrerſeits verhindern zu können.“
Eine Wolke der Verzweiflung lagert auf des Fürſten Stirn. Er muß ſchweigen, er muß die höh⸗ nenden Mienen der Umgebung ertragen, denn er iſt der Schuldner des Hauſes Erhard! Zwar was kümmert ihn Renatus? Iſt nicht Sabine ſein Gläubiger? Aber. Sabine iſt alt und kann heute, morgen ſterben, und dann? Wer kann für die Folgen ſtehen?.. Das fährt wie der Blitz durch ſein Hirn, das läßt ihn den Degen in die Scheide ſtecken und ſich abwenden.
Hingegen auf Renatus' Wangen malt ſich der Triumph. Heute zum erſten Mal preiſt er das Schickſal, daß es ihm ſolch' eine Mutter gegeben! Zum erſten Mal verſteht er ihr Wort:„Wer Geld hat, hat Macht!“
Mit Staunen blicken Alle auf ihn, Reſi mit Thränen des Dankes. Alle wollen ſie fragen und ſeine Hände ſchütteln.„Laßt, es iſt ja vorbei,“ ſagt er,„der Herr Fürſt und ſeine Freunde brechen auf.“


