Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
111
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werde Sie vierzehn Tage lang zu 20 Franken für den Beſuch behandeln. Wählen Sie..

Einer der Anweſenden, ein Oheim der Kranken, welcher den Doctor kannte, ſagte lachend zu ihm:Doctor, heilen Sie die Kranke auf der Stelle und ich gebe Ihnen noch

100 Franken mehr. Nicht ſofort, aber morgen; ich mache niemals weniger

Beſuche als zwei.. 12, 2 Jedermann brach in ein lautes Gelächter aus, aber der

Doctor fuhr in einem ganz ruhigen Tone fort:

Wenn meine Patienten vernünftig ſind, ſo ſorge ich für ihr Intereſſe; aber da man Niemanden unzufrieden machen muß, ſo trage ich auch für meine Börſe Sorge. Ich gewinne dabei durchaus nicht am meiſten, denn ich gewönne viel mehr, wenn ich die Kranken lange Zeit beſuchte, aber ich habe ſehr viele Kranke zu behandeln!

Dieſe letztere Bemerkung wurde mit einem neuen Geläch⸗ ter aufgenommen. Man zahlte herzlich gern; über einen ſo aufrichtigen Mann konnte Niemand ſich erzürnen.

Die Kranke war in der That zwei Tage ſpäter gänzlich hergeſtellt. Sollte die durch die Verſicherung des Arztes erzeugte moraliſche Wirkung nicht ein mächtiger Gehülfe der Wiſſenſchaft geweſen ſein? Sagt man nicht täglich: der Glaube rettet? C.

Eine Anekdote aus dem Leben Linroln's.

General Sherman beklagte ſich beſtändig, daß ihm die Regierung keine genau beſtimzuten Befehle über ſein Ver⸗ halten ertheile. Er wandte iich eines Tages geradezu an den Präſident Lincoln und fragte ihn:Was ſoll ich thun? Soll ich Jefferſon Davis zum Gefangenen machen, oder ſoll ich ihm Gelegenheit geben, zu entſchlüpfen?Ich will Ihnen eine Geſchichte erzählen, erwiderte Lincoln, welcher überhaupt gern erzählte.In dem Diſtrict von Sanganmen lebte der Prediger einer Mäßigkeitsgemeinde, welcher ſehr ſtreng in der Erfüllung der Pflichten war, die er lehrte. Eines Tages hielt er nach einem langen Ritt in einer erſchreck⸗ lichen Hitze bei einem Freunde an, der ſich beeilte, ihm ein Glas erfriſchende Limonade zu bereiten. Hierbei fragte ihn ſein Freund, ob er nicht etwas Stärkeres zu ſich nehmen wolle, und zeigte ihm eine Flaſche mit Rum. Nein,- ſagte der Prediger mit Energie, indem er einen zärtlichen Blick auf die Flaſche warf, ⸗das iſt gegen meine Grundſätze. Aber wenn Sie es ſo einrichten könnten, daß Sie ein Glas Rum in die Limonade göſſen, ohne daß ich es wüßte, ſo würde ich es mit Vergnügen trinken. Sehen Sie, General, ſchloß Lincoln,meine Pflicht iſt, die Flucht von Jefferſon Davis zu verhindern; wenn Sie es aber ſo einrichten könnten, daß er entkäme, ohne daß ich es wüßte, ſo glaube ich nicht,

daß mir dies viel Kummer machen würde. e.

Die engliſchen Parlamentshäuſer.

Der älteſte Herzog iſt der 87 Jahr alte Herzog von

Northumberland; der jüngſte der 18 Jahr alte Herzog von Norfolk. Der älteſte Marquis der 80 Jahr alte Marquis of Weſtmeath; der jüngſte der 16 Jahr alte Marquis of Ely. Der älteſte Earl der 88 Jahr alte Earl of Onslow; der jüngſte der 13 Jahr alte Earl of Charleville. Der älteſte Viscount der 86 Jahr alte Viscount Gough; der jüngſte der 21 Jahr alte Viscount Downe. Der älteſte Baron der

Folge. 111 87 Jahr alte Lord Brougham; der jüngſte der 8 Jahr alte Lord Rodney. Das älteſte Mitglied des Privy Council iſt der 87 Jahr alte Lord Brougham; das jüngſte der 24 Jahr alte Prinz von Wales. Das älteſte Mitglied des Unterhauſes iſt das 83 Jahr alte Mitglied der Grafſchaft Armagh, Sir William Vernon, Baronet; das jüngſte das 21 Jahr alte Mitglied für Waterford, der Earl of Tyrone. Der älteſte Richter in England iſt der 83 Jahr alte Right Hon. Stephen Luſhington; der jüngſte der 49 Jahr alte Sir James P. Wilde; der älteſte Richter in Irland der 89 Jahr alte Right Hon. Thomas Lefroy, Oberrichter an der Queen's Bench; der jüngſte der 48 Jahr alte Richter Keogh. Der älteſte Erzbiſchof iſt der 71 Jahr alte Erzbiſchof von Canterbury; der jüngſte der 46 Jahr alte Erzbiſchof von York. Der äͤlteſte Civil- und Militär⸗Ritter iſt der 93 Jahr alte General Sir Arthur B. Clifton. Das Oberhaus zählt jetzt 435 Peers, nämlich einen Prinz, 2 königliche Herzöge, 3 Erzbiſchöfe, 25 Herzöge, 31 Marquis, 138 Earls, 30 Viscounts, 28 Biſchöfe und 158 Barone. Es giebt 115 ſchottiſche und iriſche Peers, die keinen Sitz im Parlamente haben; das Privy Council zählt 217 Mitglieder. Es giebt in England 4 Feldmarſchälle, 578 Generäle in der Armee, 323 Generäle in der oſtindiſchen Armee und 313 Admiräle in der Marine. In den erwähnten höheren Claſſen der Bevölkerung ereigne⸗ ten ſich vom 30. November 1864 bis zum 1. December 1865 im Ganzen 174 Todesfälle. C.

Misrellen.

Die Pariſer TheaterzeitungL'Entreacte veröffentlicht folgende intereſſante Details über die Beleuchtung der Schau⸗ ſpielhäuſer: Die Lichter mit dabei angeſtellten Lichtputzern wurden erſt im Jahre 1621 auf dem Theater angewendet und in der Comédie⸗Francaiſe bei der erſten Aufführung der Sylvie, Paſtorale von Mayret, zuerſt eingeführt. Bis zu dieſer Zeit hatte man nur am Tage geſpielt. Die Scene war auf folgende Weiſe erleuchtet. Die Lichter wurden in an blecherne Platten gelöthete Dillen geſteckt, welche an die den Hintergrund bildenden Couliſſen befeſtigt waren. Hier⸗ durch wurden die Schauſpieler nur von hinten und etwas von der Seite beleuchtet, und um dieſen Uebelſtand zu beſei⸗ tigen, fertigte man Leuchter aus kreuzweiſe zuſammengefügten Latten, auf deren vorderſte Enden man ein Licht ſteckte. Dieſe noch ſehr primitiven Kronleuchter wurden vor der Scene in Manneshöhe an in Rollen gehenden Schnuren aufgehan⸗ gen. Wenn ſie geputzt oder angezündet werden ſollten, löſte ein Mann langſam die Schnure und der Theaterlichtputzer verſah würdevoll ſein Amt, worauf die Leuchter wieder hinauf gezogen wurden. Am 10. April 1719 wurde in der Oper durch die Liberalität des berühmten Law das Talglicht durch die Wachskerze erſetzt. In der Uebergangsperiode zwiſchen Talglicht und Wachskerze ſetzte man vor die Bühne eine Reihe blecherner Büchſen in Form von Illuminationslämpchen, die mit Unſchlitt gefüllt waren, in denen ein Docht brannte, und erhielt ſo eine Art rauchender Lampe; aber der Unſchlitt war bald verzehrt und es verbreitete ſich im Saale ein unausſteh⸗ licher Geſtank. Im Jahre 1786 erfand ein Genueſer, Argand der ältere, eine Lampe, deren Flamme durch einen gläſernen Cylinder Luftzug erhielt, und die nach dem Namen des Kauf⸗ manns, der ſie lieferte, unter dem Namen Quinquet bekannt iſt. Dieſe Quinquetlampe wurde im Sommer 1786 in der Oper eingeführt und behauptete ſich im Theater bis zum

Jahre 1822. Es war am 6. Februar dieſes Jahres bei der