Vierte Folge.
IV. Jahrgang.
„daß er en, wegen n Terrains. ſchle ſſiſchen dite dinüber⸗ ralters dieſer am derdienſt⸗ Tonpoſtion voll renanü⸗ bben Leſerkreis Die Ausſtat⸗ O. B. an Neunann. a dem Böh⸗ — Eine
chluß)— Meri⸗
Misee ellen.—
d Sohn in nchhandlung,)
tichen.
chen.
an in keipzis
MEn
Eine Tuloeeieironi 5 Tienuur Liuna ſchöne nniſatant en undh ni Gtſellſehnſt
Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
fetz i4. am 9. Februar 1866.
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
ſia Entzmann.
Erzählung von Karl Neumann Strela.
(Fortſetzung.)
Der Fürſt war noch zurückgeblieben. Er betrachtete ſein Geſicht in einem der Spiegel, als wollte er gleich einem Schauſpieler eine neue Maske einſtudiren.
Leicht berührte ihn Stephanie’s Fächer.„Noch in ſpäter Stunde ſo eitel, Herr Fürſt?“
Sich wendend, verſetzte er mit Galanterie:„Wer die ſchönſte Braut beſitzt, muß am Tage wie in der Nacht...
„Und die glücklichſte Braut,“ fiel ſie ſchnell ein, jedoch wie ſtrafte die Falte auf ihrer Stirn dieſe Worte Lügen! Häßlicher denn je erſchien ihr in dieſem Moment der Fürſt, der ſeine welken Lippen zu einem grinſenden Lächeln verzog.
Und was mochte, indem er auch ſie anſcheinend mit dem Blicke des Entzückens betrachtete, auch durch ſeine Seele ziehen? Mußte ſie nicht faſt in demſelben Alter ſtehen? Und ſah nicht ein ſo geübtes Auge wie das ſeine trotz Schminke und Schönpfläſterchen auf den Grund? Die hohen Spitzen und der geſchickt drapirte Schleier vermochten nur die letzen Reſte einer Schönheit zu verhüllen.
„Ich habe,“ begann Romanow wieder nach einer kleinen Pauſe,„das Programm für unſere Zukunft entworfen.“
„Nun? nun?“ fragte ſie raſch, als hätte ſie mit aller Ungeduld dieſe Worte erwartet.
„Sechs Wochen nach dem heutigen Tage führe ich meine theure Braut an den Altar und dann...“
„Und dann, Herr Fürſt?“
„O, wie werde ich mich nach dieſer Stunde ſehnen!“ warf er ein, als reue ihn der Ausſpruch des kleinen Wörtchens ⸗danns.
Sie hatte für ſeine Sehnſucht kein Ohr, ſondern wünſchte die Fortſetzung ſeiner erſten Worte.


