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Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
Eine MWochenchronik für Titeratur, Aunst, ſchöne Mliſſenſchuſten und Geſellſchaſt.
Leipzig, am 2. Februar 1866.
IV. Jahrgang.
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
Froereſia Entzmann.
Erzählung
von Karl Neumann Strela.
(Fortſetzung.)
Wir ſehen uns wieder.
Monate ſind vergangen, und derweil hat auch das Erzgebirge ſeinen herrlichſten Frühlingsſchmuck angelegt. Die Sonne hat die Berge vom weißen Kleide erlöſt, nur Schneeberg und Gottesgab haben ſich ihre weißen blendenden Mützen nicht nehmen laſſen; ſonſt aber iſt's ein Blau und ein Grün weit umher. Und luſtig geht es im Walde zu. Die Eger, die ſich mittendurch windet, fängt die wildeſten Gieß⸗ bäche mit offenen Armen auf und verſteht es meiſter⸗ haft, dieſe gehörig im Zaume zu halten, und das iſt denn nun ein Koſen und ein Plaudern, daß der ganze Wald rebelliſch wird. Die Bäume am Ufer ſenken
ihre Zweige hernieder und laſſen ſie von der gefälligen Fluth ſtreicheln, die Eichkätzchen, welche darüber neidiſch werden, kommen gleichfalls herab, und hier kommt ein Haſe geſprungen und dort ein Reh, und weiter oben, wo ſich eine Legion Farrenkräuter zwiſchen be⸗ moosten Steinen wiegen, ſteht der ſtolze Hirſch und kühlt mit dem ſilberhellen Waſſer die brennende Zunge. Und wer ſtörte die erhabene Stille in dieſem Walde! Seit der große Brand geweſen, iſt kaum noch ein Presnitzer Menſchenkind hineingekommen; es iſt vorbei mit der Luſt und mit all' den fröhlichen Waldwan⸗ derungen an den Sonntagnachmittagen.
Ach, wie das jetzt ausſieht in der ſonſt ſo netten Stadt! Die Bäume, die ehedem Fenſter und Thüren beſchatteten, und der Wein, der ſich ſo prächtig darum rankte, alles das iſt verdorrt, und auf der ſonſt ſo reinlichen Straße liegen Schutthaufen. Es fehlt an Geld und auch an Muth, um's wiederherzuſtellen, wie das früher geweſen; über die Leute iſt eine Verzagtheit gekommen, gegen die ſelbſt der immer aufrichtende Pfarrer nichts vermag. Zwar iſt die


