Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
34
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die Quiay⸗Bäume auf, deren Rinde uns Seife geben wird, 3 bezahlen werden, da ſie ihre ſchwarzen glänzenden Haare noch ſchwärzer macht und ihnen noch größeren Glunſ verleiht.

ſonfie uukgen, ſondern ſo

Leben von der Welt führen und

auch geworden und wir tröſteten uns gegenſeitig mit dem Gedanken, daß vielleicht der erſte Schrecken uns und Andern die Sache in einem allzu grellen Lichte habe erſcheinen laſſen, ja, ich fürchte faſt, daß ein wenig Egoismus mit unterlief, denn wir Beide be⸗ griffen ganz gut, daß bei der allgemeinen Verwirrung Niemand weiter an unſere Verfolgung dachte.

Dann ſchilderte mir Chola die herrliche Lage des kleinen Hauſes ihrer Mutter.

Es liegt am Eingange eines reizenden kleinen Thales, ſagte ſie,zwiſchen bewaldeten Bergabhängen, und dort wird uns die giftige Neſſel, die Ortiga, nicht verwunden, wie bei Valparaiſo, wenn wir zu⸗ ſammen die Abhänge erklettern, denn auf dieſen blüht die wohlriechende Salvia, der mächtige Blüthenſtengel des Carton, umſchwirrt vom goldglänzenden Colibri, ſendet weithin ſeine ſüßen Düfte, die Loaſa prangt mit ihren goldenen Blüthen und der Cactus mit dem rieſigen, purpurfarbigen Kelche. Dann ſuchen wir

welche uns die Sennoritas in der Stadt theuer

as Bedah

eben war vergeſſen und an die Siello

der Stadt verkaufen; ſi anet ſüiuhn Kräuter ſuchen, die dort häufi uchſe und die ſie kannte, und auf ſolche Weiſe würden wir das glücklichſte zugleich der alten Mutter trefflich an die Hand gehen.

Dann aber, und mitten unter den Schilderungen des Waldthales, der Ausſicht auf die Cordillera und des prächtigen Blickes auf das Flachland, ſagte ſie plötzlich:

Jetzt ihweige ich. Dort, ſobald wir jene Ecke umſchritten haben, wird das Thal und unſer Haus vor uns liegen. Sieh' dann ſelbſt.

In der That wurde mit jedem Schritte die Um gebung reizender, und plötzlich ſprang Chola von meiner Seite und raſch voran um eine Biegung unſers Pfades.

Einige Secunden ſpäter hörte ich ſie einen Schrei ausſtoßen, und als ich ihr raſch nachgeeilt war, fand ich ſie ohnmächtig auf der Erde liegen.

Der Grund war unſchwer zu errathen.

34 Novellen⸗Zeitung.

wand eingeſtürzt und unter einem mächtigen Haufen von Erde, gebrochenen und zerſplitterten Baumſtämmen

ſammt ihrem Häuschen zerſchmettert. Chola ſah mich ſtarr an, nachdem ich ſie wieder zu ſich ſelbſt ge⸗ bracht hatte..

Iſt es wahr? ſagte ſie, ohne einen Blick nach der unglücklichen Stelle zu werfen.

Ich fürchte es, erwiderte ich.

Dann ſprang ſie auf und warf ſich wehklagend auf die Trümmer.

Aber was ſoll ich Sie mit ſolchen Schilderungen ermüden! Wir ſahen bald, daß es unſern Kräften vollſtändig unmöglich ſei, dieſe Felſen hinwegzuräumen, und wohl auch den Bemühungen vieler helfenden Hände, die indeſſen unmöglich zu ſchaffen. Daß aber die Alte nicht mehr lebend unter den Trümmern, war

eine Spur des Hauſes, einen Balken, eine Sparre aufzufinden, ſtürzten Steine von oben herab und wir fühlten deutlich ein erneutes Beben des Bodens.

Ich zog die unglückliche Tochter mit mir hinaus aus dem Thale, und als wir wenigſtens vorläufig in Sicherheit waren, ſagte ich:

Wer weiß, vielleicht war Deine Mutter gar nicht im Hauſe, als dieſes verſchüttet wurde, ſie hat ſich vielleicht in eine andere Hütte geflüchtet, als ſie das Wanken der Felswand bemerkte.

Chola ſchüttelte das Haupt.

erſte heftige Stoß, kein Haus und keine Hütte iſt ringsum, und ſie ſchlief zu jener Zeit bereits.

Wir gingen ſchweigend zurück. Wohin? wir wußten das wohl ſelbſt nicht, denn Chola hatte keine Heimath mehr, aber wir ſchlugen den Weg nach Santjago ein, iinige Male raſtend und in verlaſſenen Häuſern uns raſch mit Speiſe verſehend, welche wir vorfanden.

Ich ſage raſch, denn die wiederkehrenden Erd⸗ erſchütterungen nahmen bedröhlich an Stärke zu, und es wurde ſtets gefährlicher in den ſchon ohnedies arg mitgenommenen Mauern.

Bisweilen jagten Reiter an uns vorüber, aber es wurde kein Wort gewechſelt, jeder floh eilig, freilich ohne, ſo wie wir ſelbſt, zu wiſſen wohin; dann ſahen wir brüllendes Vieh auf den Feldern umher irren, und heulende Hunde; als wir aber gegen Abend in Sanſtjago ankamen, fanden wir dort Alles in der furchtbarſten Verwirrung.

Diejenigen, welche am Morgen in die Stadt zurückgekehrt, flohen jetzt eiligſt wieder auf das Feld,

Keine zwanzig Schritte von uns war eine Fels⸗

denn die ſich raſch folgenden Erdſtöße richteten allent⸗

und Felſenſtücken lag ohne Zweifel Chola's Mutter

eine Gewißheit. Als ich aber mich bemühte, wenigſtens

Todt! ſagte ſie eintönig.Es war jener

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