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Vierte
warten, ob ihnen nicht vielleicht der Zufall zu Hülfe kommen werde. Sie gelobten ſich auf das Heiligſte gegenſeitige Treue und verſenkten ſich dann wieder in die verlockendſten Bilder einer ſchönen Zukunft, bis die Ankunft des alten Herrn ſie in dieſen Träume⸗ reien unterbrach.
Jeannette legte ſich an dieſem Abende in unbe ſchreiblicher Unruhe nieder, und nachdem ſie in der ganzen Nacht kein Auge geſchloſſen hatte, fand ſie der Morgen innerlich noch ebenſo aufgeregt; dennoch gelang es ihr, durch den äußeren Schein den Vater zu täuſchen.
Die Entſcheidung ihres Schickſals war ihr in⸗ deſſen näher gerückt, als ſie ſelbſt glaubte. An die⸗ ſem Tage brachte ein Bote, der vom Schloſſe zu ge⸗ wiſſen Zeiten nach der nächſten Stadt auf die Poſt geſandt wurde, von dorther Briefe des Grafen Jozef an ſie und den alten Herrn mit. Graf Jozef ſchrieb darin, daß er ſchon in fünf bis ſechs Tagen auf dem Schloſſe einzutreffen hoffe und daß er ſeine Vermäh⸗ lung daſelbſt ſo bald als möglich zu vollziehen wünſche.
Graf K. wax ſehr erfreut über dieſen Entſchluß;
ohne Jeannette um ihre Meinung zu befragen, ſetzte
er den Hochzeitstag auf die Mitte des Monats April
feſt und forderte ſie auf, ihre Vorbereitungen dazu
zu beeilen; die Beſtürzung des jungen Mädchens hielt er für das leicht begreifliche bange Gefühl, das eine ſo nahe bevorſtehende, tief in ihr Leben eingrei⸗ fende Veränderung erregen mußte, und lächelte dazu.
Jeannette war nahe daran, ihm ein offenes Geſtänd⸗
mahnte.
niß abzulegen, aber ſie erinnerte ſich noch zeitig ge⸗ nug, daß Stephan ſie ausdrücklich vor einer ſo un— vorbereiteten Eröffnung gewarnt habe.
Eine noch peinlichere Scene gab es, als Graf K. bei Tiſche dem Gaſte ſeine Tochter als Braut und demnächſtige Gemahlin des Grafen Jozef B. vor. ſtellte, wovon er bisher noch nie ein Wort erwähnt
hatte, und einen Toaſt auf das zukünftige Glück des
Paares ausbrachte. Stephan wurde ſehr bleich, aber er ſtammelte einige Glückwünſche und leerte ſein Glas, wobei er Jeannetten heimlich einen Blick zu⸗
warf, der ſie zur Vorſicht und zum Schweigen er⸗
Auch das junge Mädchen benetzte die Lippen mit dem Weine, den ihre zitternde Hand beinahe ver⸗ ſchüttet hätte. 1
Der alte Graf war an dieſem Tage ungewöhn⸗ lich heiter, und entſchloß ſich wieder, einige Nachbarn zu beſuchen, um ihnen die freudige Nachricht mit⸗ zutheilen. Wieder blieben Jeannette und Stephan allein zurück..
Kaum hatte der Wagen des Grafen den Schloß⸗
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hof verlaſſen, ſo ſaß auch Stephan wieder neben der Geliebten, die ſich angſtvoll an ihn ſchmiegte, und ſchwur ihr in großer Aufregung, daß er ſie um kei⸗ nen Preis einem Andern überlaſſen könne und daß er ſein Leben daran ſetzen wolle, ſie ſich zu erhalten.
„Wir dürfen jetzt nichts mehr dem Zufalle über⸗ laſſen,“ ſchloß er ſeine leidenſchaftliche Rede,„wir ſelbſt müſſen auf das Entſchloſſenſte handeln. Mein Flehen und Deine Thränen würden ohne Einfluß auf den alten Herrn bleiben, denn er hält ſich durch ſein dem Grafen B. verpfändetes Wort für unlös⸗ lich gebunden, er begreift, durch ſeinen Lieblings⸗ wunſch verblendet, nicht, daß er Dich durch dieſe Heirath einem ebenſo gewiſſen Elende in die Arme führen wird, als Du es an der Seite des verhaßten Generals gefunden haben würdeſt. Oder biſt Du ſelbſt nicht davon überzeugt, Jeannette?— ſprich es aus, daß Du hoffen kannſt mit Jozef glücklich zu werden und mich zu vergeſſen, und ich will noch in derſelben Stunde dieſes Haus verlaſſen, um Dich nie wiederzuſehen und mit der unheilbaren Wunde mei⸗ nes Herzens unterzugehen. Ich will Dich nicht zum Ungehorſam gegen Deinen Vater verleiten, nicht ſei⸗ nen Fluch auf Dein unſchuldiges Haupt laden, aber ſelbſt dieſe Rückſicht kann mich nicht beſtimmen, Dich hülflos einem Leben voll Qualen und Reue zu opfern.“
„Verlaſſe mich nicht, Stephan!“ flehte Jeannette halb beſinnungslos.„Rathe mir, was ich thun ſoll, ich werde Deinen Worten gehorchen, als hätte Gott ſie mir vom Himmel herabgeſandt.“
Die Augen des jungen Mannes blitzten; ſeine Mienen drückten einen kühnen Entſchluß aus.
Noch einmal ſetzte er Jeannette auseinander, daß ſie keine Hoffnung hätten, die Einwilligung des Vaters zu ihrer Verbindung zu erlangen, und daß ſie ihm dieſelbe durch Liſt und Gewalt förmlich abzwin— gen müßten. Als einziges Mittel, ihren Zweck zu erreichen, ſchlug er vor, daß ſich Jeannette von ihm entführen und jenſeits der galiziſchen Grenze in ei⸗ ner abgelegenen Kirche mit ihm trauen laſſe; für die Bereitwilligkeit des Geiſtlichen und die nothwendigen Zeugen wolle er ſelbſt ſorgen. Wenn das eheliche Band dann unlöslich zwiſchen ihnen geknüpft ſei, wollten ſie ohne Aufenthalt nach dem Schloſſe zurück⸗ kehren und zu Füßen des Vaters deſſen Verzeihung und Segen erbiten. Was blieb ihm dann übrig, zu thun?— den Spruch der katholiſchen Kirche löſt nur der Tod, die väterliche Liebe würde über den Zorn des Greiſes den Sieg davon tragen, und Graf Jozef war, wie Stephan meinte, nach Jeannettens Schilde⸗ rung von ſeinem Charakter, zu edel und leidenſchafts⸗


