Jahrgang 
27-52 (1864)
Seite
801
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Vierte Folge.

Eine MWlochenchronik für Titerntur, Nunst, ſchöne Fliſſenſchuften undl Geſellſchaft.

Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

Leipzig, am 16. December 1864.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Die Braut in der Waldhapelle.

Nach einer wahren Begebenheit von

Stanislaus Graf Grab owski.

(Fortſetzung.)

Das junge Mädchen war auffällig bleich, aber in ihren Blicken lag eine Feſtigkeit, die man»bei dem! in unſchuldiger Fröhlichkeit durch das Leben

en Kinde bisher vermißt hatte. ſchritt, ſtolz wie eine Königin, gerade auf General, der doch etwas beſtürzt ſchien, zu und reichte ihm ihre Hand mit den Worten:

General Alexander W., ich bin Ihre Braut.

Es lag eine eiſige Kälte in dieſen Worten; Je⸗ der mußte fühlen, daß ſie aus einem erſtarrten Her⸗ zen kamen. Der General nahm die ihm gebotene Hand zwar in die ſeinige, aber er blickte dabei Jean⸗ nette, wie ihren Vater in ungläubiger Beſtürzung

an. Der Greis zitterte ſo heftig, daß er die Lehne des Seſſels ergreifen mußte, um ſich aufrecht zu er⸗ halten.

Bei einem Blicke auf ihren Vater zuckte Jean⸗ nette zuſammen, und das letzte Blut wich aus ihren Wangen; die Hand des Generals loslaſſend, warf ſie

ſich vor dem Greiſe auf die Kniee nieder und wollte

zu ihm ſprechen, aber ſchnell hervorbrechende Thränen und Schluchzen erſtickten ihre Worte.

Ich nehme Dein Opfer nicht an, mein gutes Kind, ſtammelte der alte Mann, indem er ſie auf⸗ zuheben verſuchte.General, thun Sie Ihre Schul⸗ digkeit!

Dabei ſank er aber kraftlos in den Seſſel zurück.

Er ſtirbt! Mein theurer guter Vater! ſchrie die Comteſſe entſetzt auf.

In der That hatten ſich die Augen des alten Herrn geſchloſſen, ſeine Lippen bewegten ſich nur noch convulſiviſch, und er ſchien von einem Schlaganfalle getroffen worden zu ſein. Auch der General war hef⸗ tig erſchrocken; während Jeannette das herabgeſun⸗