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Zanz hart ge
Erd⸗ und ſelkommne aa war
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1 Hauſe eines ereſſante Ent⸗ iiſt der Alten er Kataſtrophe ütazeffe dem Heerde in gefülltes Ge⸗ ſich die Form ehören ſchien, ſollte. Man Form eines Noden, welche rdeLucn 1863 t erſtattete. ner noch merk⸗ agen Gaſſe in don Trümmern Gebeine liegen erwähnten
I. vor 22 me, von denen ot agen.
Soldaten von
auf dem Rücken tthig zu ſterben, ind Beine ſind ihlen ihm meh⸗ id ganz kräftig en andern Kör⸗ er Wirkung dei dus dem Veſuv wellen des Un⸗ runkenen, Das in Körper ſiehl ct. Die Füße je eine iſt an der Sandalen ſind em ſeiner Finger Gwunden, doch Ansdruck dieſes Enhloſſenes
k, ſie war eine
Schmuchſochen, Gegenſtinde ſt ͤt ergriff Nm ihrer Kleidungs⸗ an ihren Fingern
Vierle
könnte, die Nägel ſchienen ins Fleiſch eingedrungen zu ſein; der ganze Körper ſchien aufgeſchwollen und zuſammenge⸗ zogen; die Beine allein ſind ſehr ſchön, die Haltung dieſes Leichnams iſt ergreifend, es iſt die des Todeskampfes.
In der Nähe dieſer Patricierin waren zwei andere
Frauen niedergefallen, eine junge und eine ältere; wahr⸗
—DX:
ſcheinlich waren es Mutter und Tochter.
Geburt. Bein verräth ebenfalls die Todesſchmerzen. neben ihr lag das junge Mädchen. Sie ſcheinen Beide auf bemſelben Bett zu ſchlafen und zwar die Eine am Kopfe, die Andere am Fuße deſſelben. Ihre Beine durchkreuzen einan⸗ der; die des Mädchens ſind rückwärts gebogen und aufein⸗ andergelegt, ihr junger ſchwächlicher Kopf ſtützt ſich auf einen ihrer Arme. Sie war im Laufen mit dem Geſicht gegen die Erde gefallen. Die eine ihrer Hände iſt halbgeöffnet, als wenn ſie irgend einen Gegenſtand wieder ergreifen wollte. Die Kleidungsſtücke ſind ſehr gut zu erkennen; man unter⸗ ſcheidet daran das Gewebe und die Maſchen; einige zer⸗ riſſene Stellen ließen das nackte Fleiſch ſehen. D
dieſes jungen vom Tode ereilten Mädchens macht einen ſehr empfindlichen Eindruck.
Der Veſuv hat es übernommen, dieſe Körper in ihrer
Aſchenhülle zu erhalten. Indem der Vulcan die Stadt Pom⸗
peji mit einem Leichentuch von Steinen und Aſche bedeckte,
ſchützte er ſie dadurch auch vor dem Fortſchritt der Zeit und er überlieferte der Nachwelt Schätze der Kunſt und feine
Gegenſtände, welche außerdem die atmoſphäriſchen Agentien
in woniger s ein Jahrbundert zerſtört haben würden.
er geſchickte Profeſſor der Chemie an apel, hat der Pariſer Akademie der onen dieſer Leichname in Gyps, die von einem bei den Ausgrabungen angeſtellten Künſtler aus⸗
geführt worden ſind, und Photographien, die in Paris nach
dieſen Modellen gemacht worden ſind, überreicht.
Die Gebeine, welche bis jetzt in dem Boden von Pom⸗ peji gefunden worden ſind, gehören dem Menſchen und Haus⸗ thieren, wie dem Pferde, dem Hunde, der Katze ꝛc. Man hat aus dieſen Knochen ganze Skelete zuſammengeſetzt, die man jetzt im Muſeum in Neapel ſehen und ſtudiren kann.
Nach den Angaben des Herrn de Luca haben die menſch⸗ lichen Knochen nicht alle die nämliche chemiſche Zuſammen⸗ ſetzung, man findet aber darin ganz natürlich alle die Grund⸗ ſtoffe, wie in den Knochen aus der jetzigen Periode. Die Menge der Kohlenſäure und folglich die des kohlengeſäuerten Kalk iſt in den in Pompeji gefundnen Knochen ſehr ver⸗ ſchieden, und das Verhältniß derſelben ſchwankt zwiſchen 4 und 9 Procent Die Menge des Kalkphosphats iſt eben⸗ falls ſehr verſchieden, was offenbar der Einwirkung der at⸗
moſphäriſchen und erdartigen Agentien und beſonders dem
Maſſ
mit Kohlenſäure geſättigten Waſſer, das in der Länge die kalkartigen Salze auflöſt, zuzuſchreiben iſt. Die Knochen in Pompeji ſcheinen in dem Augenblick, wo man ſie aus der Erde hervorzieht, weich und ſie überlaſſen leicht den Säuren ihre Mineraltheile, während der organiſche Stoff in gallert⸗ artigem Zuſtande bleibt. Die organiſchen Stoffe ſind in⸗
deſſen auch verändert, ſie verlieren fortſchreitend ihren Koh⸗
len⸗ und Waſſerſtoff; nur der Stickſtoff widerſteht vollſtän⸗ dig, indem er Veranlaſſung zum Entſtehen verſchiedener feuchter Stoffe giebt. Man ſieht daraus, daß der Stickſtoff, wenn er in der Erde gegen die Luft geſchützt iſt, ſich ſehr lange erhält, während ganz der entgegengeſetzte Fall ſtatt⸗
Die Erſte trug“ am Finger einen eiſernen Ring, ſie war alſo von niedriger Ihr linkes in die Höhe gehobenes und gekrümmtes Ganz dicht
Der Körper
Folge. 799 findet, ſobald dieſer Stoff den atmoſphäriſchen Agentien aus⸗ geſetzt iſt. Es ergiebt ſich daraus, daß die Menge des Stick⸗ ſtoffs nicht genügt, um das Alter der Knochen zu beſtimmen, wenn man die Umſtände ihrer Erhaltung nicht ganz genau kennt, was für eine ſehr lange Periode niemals möglich iſt. (Herr de Luca hat von neuem an Skeleten von Menſchen lund Pferden ſeine frühere Beobachtung, daß die Knochen an der rechten Seite ſchwerer ſind als die an der linken Seite, als richtig nachgewieſen. Das Pferdeſkelet, deſſen er ſich bei ſeinem Beweiſe bediente, war von einem fünf Jahr alten e
li de
(Pferde, das ganz von derſelben Größe geweſen iſt, wie man
ſie noch jetzt im ſüdlichen Italien findet. C.
Der eigentliche„Monte Chriſto“.
In einem dreibändigen Buche,„Geheimniſſe“ betitelt, das ſich im Archiv der Pariſer Polizei befindet, iſt u. A. fol⸗ gende Geſchichte enthalten, welche Alexander Dumas faſt buchſtäblich zu ſeinem berühmten Roman„Monte Chriſto“ benutzte. Im Jahre 1807, heißt es daſelbſt, wurde ein jun⸗ ger Schuſter an ſeinem Hochzeitstage von einem eiferſüchti⸗ gen, verrätheriſchen Freunde als Verſchwörer denuncirt und vom Herzog von Rovigo als Agent der Vendée in den Kerker geworfen. Im Jahre 1814 ſtieg der durch Leiden früh geal⸗ terte Picaud(ſo hieß der Unglückliche) aus der Citadelle„Fe⸗ neſtrella“ herab. Sein Leidensgenoſſe im Kerker, der Diener eines reichen mailändiſchen Kirchenfürſten, hatte ihm nicht nur 7 Millionen Fr. in Baarem geſchenkt, ſondern ihm auch einen Ort bezeichnet, wo Diamanten im Werthe von 3 Mil⸗ lionen Fr. verborgen waren. Der Reichthum ſollte dem ſchuldlos Gefolterten verhelfen, ſich an ſeinen Peinigern zu rächen. Er kam nach Paris als Abbé Baldini und erkaufte ſich für einen Diamant im Werthe von 100,000 Fr. von einem ſeiner ehemaligen Verräther das Verzeichniß aller Derer, die an ſeinem Unglück ſchuld waren. Seine Braut fand er als das Weib Deſſen, der ſeine Verhaftung herbeige⸗ führt hatte. Er brachte es dahin, daß ihre Tochter einen Zwangsſträfling heirathete. Er entehrte, tödtete oder richtete alle ſeine Feinde auf dieſelbe Weiſe zu Grunde, wie es der geiſtreiche Dumas geſchehen läßt. Die Kataſtrophe iſt aber in der Originalgeſchichte viel tragiſcher und eines Charakters wie Monte Chriſto, der doch auch unſchuldiges Blut vergoſ⸗ ſen, würdiger, als Dumas' banale Conceſſion an die zartfüh⸗ lenden Romanleſerinnen, indem Edmond Dantes die ſchöne Haydée zum Altare führt. In dem Originalmanuſcript wird der Held, nachdem er alle Feinde zu Grunde gerichtet hat, von Allut, dem mauvais sujet, der ihm die Namen verrathen und das Geld vergeudet hatte, garottirt, in deſſen Wohnung geſchleppt, und von ihm die Hälfte ſeines Vermögens begehrt, wenn er nicht verhungern und jeden Biſſen Speiſe ſich mit 100,000 Fr. erkaufen will. Picaud, der ſtarre Charakter, gab ſeinem einzigen noch lebenden Feinde nicht nach und ſtarb den fürchterlichen Hungertod, die Wuth ſeines Peinigers be⸗ lächelnd. Allut entfloh, den Leichnam zurücklaſſend. Im Jahre 1828 geſtand Allut auf dem Sterbebette dieſe Ereig⸗ niſſe ſeinem Beichtvater und bat, dieſelben dem Polizeiprä⸗ fecten von Paris mitzutheilen. Der Prieſter entledigte ſich der Aufgabe durch dieſes Manuſcript, dem er am Schluſſe folgende Moral hinzufügte:„Menſchen wollen in ihrem Eigendünkel mehr thun, als Gott, der vergiebt; ſie wollen Rache üben, werden aber von ihr ereilt.“— e.
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