Gemahls
782 Novellen geſammte Habe des Beſiegten beſitzen und den Ueberwunde⸗ nen ehrenvoll beſtatten ſolle. Horwendil trägt durch ſeine Tapferkeit den Sieg und die große Beute davon. Der König von Dänemark, Namens Rorich, vermählt dem reichen und mächtigen Manne ſeiner Tochter Geruthe oder Gertrude. Nachdem er mit derſelben Jahre lang gelebt und einen Sohn Namens Hanlet erzeugt hatte, wird er von ſeinem Bruder Fengo umgebracht. Dieſer bemäntelt ſein Verbrechen mit dem Vorgeben, daß Horwendil ſeiner ſchönen und vorwurfs⸗ freien Gemahlin nach dem Leben getrachtet habe und dieſe nur durch deſſen Tod zu retten geweſen ſei. Fengo nimmt Gertrude zur Gemahlin und behauptet ſich nun allein in dem Beſitz der Statthalterſchaft von Jütland, welche er früher mit ſeinem Bruder gemeinſam hatte. Hamlet, Amlet oder Ham⸗
glaublichſten Erfolge eines durchdringenden Verſtandes, ja
Zeitung.
ſchöpfen. Der Schrift kundig, verwiſcht er das Original und ſetzt an deſſen Stelle eine Aufforderung an den König von England, ſeine Begleiter hinrichten zu laſſen, ihm ſelbſt aber die Königstochter zur Gemahlin zu geben.
Hier übergehe ich einige Zwiſchenfälle, die nur dann Intereſſe haben können, wenn es darauf ankommt, die un⸗
ſelbſt— wie Belleforeſt die Sache darſtellt— eines auf dämo⸗ niſchem Grunde ruhenden Vermögens des Hellſehens bei dem Prinzen an das Licht zu ſtellen. Für unſeren Zweck ge⸗ nügt es, nachzuholen, daß Hamlet vor der Abreiſe ſeine Mutter angewieſen hat, am Jahrestage ſeiner Entfernung die Todtenfeier für ihn zu veranſtalten und die bewußten
blet, der nachgelaſſene Sohn Horwendil's, nimmt aus Sorge für ſein Leben die Rolle eines Wahnſinnigen an.— Hier ſcheint mir, wie in der Folge gezeigt werden wird, beach⸗
tenswerth, daß der alte däniſche Geſchichtsſchreiber ſowohl
als Belleforeſt die Klugheit und den eindringenden Verſtand des jungen Prinzen nicht blos wegen dieſes Auskunftsmittels für ſeine Sicherſtellung, ſondern auch bei andern wiederhol⸗ ten Gelegenheiten ſehr hoch anſchlägt.— In den wahnwitzi⸗ gen Auslaſſungen des Prinzen weichen beide Berichterſtatter um Weniges von einander ab. Doch erzählen ſie einſtimmig, Hamlet habe ſeinen Irrſinn durch nachläſſige, ſchmutzige Klei⸗ dung und Haltung bethätigt. Am Feuer ſitzend ſchnitzte er abgeſpitzte Hölzer, verſah dieſelben ſehr ſinnreich mit gekrümm⸗ ten Haken und härtete ſie am Feuer(ein etwas dunkler Be⸗ richt). Als man ihn fragte, was er damit bezwecke, gab er zur Antwort, ſie ſollen ihm dazu dienen, den Tod ſeines Va⸗ ters zu rächen. Nun folgt die Erzählung von der Liſt des gegen den Wahnſinn des Prinzen mißtrauiſchen Fengo, ihn durch die Reize eines ſchönen Mädchens zum Verrath ſeiner Verſtellung zu bringen. Dieſer Verſuch ſchlägt fehl, weil Hamlet von einem Freunde gewarnt und von dem jungen Mädchen, trotzdem daß er jede Zärtlichkeit von ihr genießt, aus Liebe nicht verrathen wird. Darauf wird ſeine Mutter angeſtellt, ihn während der angeblichen Abweſenheit ihres in ihrem Schlafzimmer genauer auszuforſchen. Bei dieſer Unterredung ſoll ein Vertrauter Fengo's den ver⸗ borgenen Lauſcher abgeben. Er wird aber von dem ſtets be⸗ dachten und vorſichtigen Prinzen, der auch bei dem Eintritt in das Gemach den Schein des äußerſten Blödſinns annimmt, in ſeinem Verſtecke bemerkt und ermordet. Nachdem Hamlet den Leichnam zerſtückelt in eine Cloake geworfen, mit Koth überdeckt und den dort herumziehenden Schweinen zum Fraß beſtimmt hat, kehrt er zu der Mutter zurück. Er hält der⸗ ſelben eine ergreifende Rede, entdeckt ihr ſeine Verſtellung, rührt ihr Gewiſſen und gewinnt ſie für ſeinen Plan, den Mord ſeines Vaters an Fengo und allen ſeinen Genoſſen zu rächen. Zu dieſem Behuf übergiebt er ihr auch jene zuge— ſchnitzten und am Feuer gehärteten Hölzer. Als Fengo zu⸗ rückkehrt und nach dem Ermordeten vergeblich forſcht, ſagt ihm Hamlet mit verſtelltem Wahnſinn, wo er ſich befinde, wobei wiederum gerühmt wird, daß er ſich mit großem Scharf⸗ ſinn ſicher geſtellt habe, ohne der Wahrheit zu nahe zu treten. Der König— denn ſo wird Fengo, trotz ſeiner abweichen⸗ den Bezeichnung im Anfang, wiederholt genannt— beſchließt nun den gefährlichen Prinzen mit zwei Begleitern nach Eng⸗
land zu ſenden, um ihn dort kraft eines Briefes in Runen⸗
ſchrift durch den König enthaupten zu laſſen. Unterwegs be⸗
mächtigt ſich Hamlet der Holztafel, auf welcher die Runen⸗ ſchrift eingegraben war, ohne daß ſeine Begleiter Verdacht
hölzernen Haken auf dieſen Tag zu bewahren. Haullszerreich in England ſeinen Zweck vollkommen, ſeine beiden Begleiter werden hingerichtet, ihm ſelbſt wird die Königstochter zu Theil. Er kehrt nun nach Jütland zurück, wo er an dem zu ſeiner Leichenfeier beſtimmten Tage ankommt. Bei dem zu dieſer Feier veranſtalteten Feſte hat er den Saal, in welchem ſich die Hofleute Fengo's verſammelt hatten, mit einem Netze überziehen laſſen. Hierzu waren jene hölzernen Haken eigens beſtimmt; denn indem das Netz nach einer ſinnreich erdachten Vorrichtung über die trunkenen Gäſte niedergelaſſen war, wurde es mit dieſen Haken feſtgehalten. Während die Gäſte nun in faſt bewußtloſem Zuſtande gefangen und gefeſſelt ſind, ſteckt Hamlet den Saal in Brand, ſo daß Alle, die ſich darin befanden, jämmerlich umkommen. Unter ihnen war aber der König nicht. Dieſer hatte ſich ſchon vorher in ſein Schlafgemach zurückgezogen, während der Taumel noch tobte, Auch hatte Hamlet bei dem Feſte durch eine Liſt bewirkt, daf man ſein— des Prinzen— Schwert in der Scheide feſtna⸗ gelte, damit er es unter keinen Umſtänden ziehen könne.— Immer kommt es beiden Darſtellern darauf an, daß der jetzt noch wahnſinnig ſcheinende Prinz ſich mit einem überaus ſcharfen Verſtande begabt darſtellt. Als der Saal in vollen Flammen ſteht, begiebt ſich Hamlet in das Gemach des ſchla⸗ fenden Königs Fengo. Er muß— vielleicht in Folge des Rauſches— einen ſehr feſten Schlaf gehabt haben; denn er iſt nicht von dem Lärm erwacht, der, wie man ſich denken kann, aus dem mit qualvoll Sterbenden erfüllten Saale her⸗ über dröhnen mußte; und Hamlet hat Zeit genug, das an Fengo's Bette lehnende Schwert mit dem ſeinigen zu vertau⸗ ſchen. Von den Drohworten des Prinzen erwacht Fengo; da er nach dem Schwerte greift, das an ſeinem Bette lehnt, iſt er außer Stande, daſſelbe aus der Scheide zu ziehn. Auf dieſe Weiſe wird er wehrlos ermordet. Am andern Morgen verſammelt ſich das Volk an der Brandſtätte, um ſich zu überzeugen, was der Feuerſchein der vergangenen Nacht zu bedeuten gehabt habe.— Man muß annehmen, daß alle zu⸗ nächſt wohnenden Perſonen, die hätten retten und löſchen können, im Saale eingeſperrt waren und mit verbrannt ſind. — Dieſe Verſammlung des Volks benutzt Hamlet, die Ge⸗ rechtigkeit ſeines Verfahrens und die Tyrannei Fengo's in einer langen Rede darzulegen. Die Folge derſelben iſt, daß er als König anerkannt wird. Auf dieſe Weiſe gelingt der Plan, den er mit der ſcharfſinnigſten Klugheit angelegt und 4 beharrlich verfolgt hat. Weder nach Belleforeſt, noch nach Saxo Grammaticus
iſt hiermit die Geſchichte Hamlet's zu Ende. Er kehrt noch einmal nach England zurück. Dort wird er von ſeinem Schwiegervater aus heimtückiſcher Abſicht zur jungfräulichen Königin von Schottland geſendet. Er ſoll für den König von England um dieſe kriegeriſche Jungfrau werben; da ſie
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diſſe rechtmäßige König Hamlet nich würfe für ſeine l Frauen nach Jüll liche Rechte genoſſe Schottland bagleill aber dann zur Verds ſie ſeinen Sod verau laſſenen Sohn des d ven Hamlets Mut iſoreſt ſäne weüſc
Es ſei der überlaſſen, ſich kla riſch genial die Ve dem eben erzählten aahm.
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