Hiſtoriſche Novellen von Brachvogel. Jena und Leipzig, Verlag von Coſtenoble. 1864.
Den früher bereits angezeigten Erzählungen unter glei⸗ chem Titel ſchließen ſich dieſe als dritter und vierter Band an. Sie enthalten: Harold's letzte Fahrt; Dſchem⸗Ramad,
der Unſtäte; der Commandant von Oldeslohe; Jean Fort de Durch eine raſche und nach
Marconnay; David Rizzio. pikanten Gegenſtänden und originellen Perſonen ſuchende Darſtellung hat Brachvogel Freunde unter den Romanleſern gefunden und beſonders ſolche für ſeine kleinen Novellen ge⸗ feſſelt, denen es mehr auf pikante Anregung als auf gediegen reife Durchführung eines beachtenswerthen Thema's aus der Geſchichte und dem ſocialen Leben ankommt.
Für ſolche Kreiſe des Publicums werden auch die hier genannten leicht ſkizzirten Bilder eine willkommene Erſchei⸗ nung ſein. O. B.
Albert Guzman's Erinnerungen aus dem
italieniſchen Feldzuge von 1859. Von Robert Hamerling. Wien, Verlag von Carl Schönewerk 1864. Albert Guzman, aus Klagenfurt gebürtig, war ein
Novellen⸗Zeitung.
junger öſterreichiſcher Officier, der vor Jahresfriſt wahr⸗ ſcheinlich an den Folgen der Kriegsſtrapazen in der Blüthe ſeiner Jugend ſtarb. Er verband mit ſeinem Muth und Enthuſiasmus für das Kriegshandwerk nicht nur die Neigung zu den Muſen, ſondern, was noch viel beachtenswerther iſt, einen gewiſſen Grad von wirklichem Talent. Die befreundete Hand Hamerling's hat hier von des jungen Soldaten zahlreichen poetiſchen Ergüſſen nur einige lyriſche Proben edirt. Den Kern des Ganzen bilden Erinne⸗ rungen aus den italieniſchen Feldzügen, worin mit jugend⸗ licher Lebhaftigkeit das militäriſche Treiben, das Schlachtfeld vor und nach dem Sieg, oder leider für Oeſterreich paſſender geſagt, nach dem Verluſt, eine bewegte Schilderung gefunden hat. O. B.
Inhalt: Von Oſtern bis Pfingſten. Eine Dorfgeſchichte von Franz Pfalz.(Schluß.)— Mein armer Freund. Von Baron von Scheliha.(Schluß.)— Gedicht von Alfred Formey. Der Friedhof von Düppel.—
Feuilleton. Aus der Reſidenz von Peru.— Das Wiederauf⸗ treten der Gräfin Roſſi(Henriette Sonntag) auf der Bühne.— Mis⸗ cellen.— Vom deutſchen Büchermarkt.
Bei Friedr. Bartholomäus in Erfurt erſchien in neuer verbeſſerter und wiederum vermehrter Auflage:
Ueueſtes Taſchen-Liederbuch.
Enthältend 479 der
beſten und beliebteſten
Volks⸗ Geſellſchafts⸗ Schützen⸗ und Turnlieder, Opern⸗Arien, ernſte und heitere Couplets ꝛc.,
mit Angabe der Dichter, Componiſten und
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Tonarten, nebſt einem Anhange von Toaſten.
Herausgegeben
32. Auflfage. 9 Edmund
Elegant cartonirt mit rothem Leinwandrücken 9 Sgr. oder 33 Kr. rh.
wand mit Goldſchnitt Preis 18 Sgr.; iſt in dieſer
von⸗ Preis 9 Sgr.
Wallner. Daſſelbe als elegantes Feſtgeſchenk in vother Lein⸗ Ausſtattung auch als Geſchenk für Damen geeignet.
—= Ein Taſchen ⸗Liederbuch iſt längſt Bedürfniß geworden für jeden geſellſchaftlichen Cirkel. Kein fröhliches Zuſammenſein in Wald und Feld, in Familie und in heiterem Freundeskreis, wo nicht ein friſches Lied, zur rechten Stunde angeſtimmt, alle Herzen in Sympathie mit erklingen ließe, wo nicht ein fröhlicher Sang zur Erhöbung der allgemeinen Stimmung beitrüge. 4
Deshalb ſind auch ſolche Leute überall gern geſehen, denen das Recept zu einem Geſellſchaftsliede nie ausgeht und bei deren
Anweſenheit die Geſellſchaft gemüthlich heiterer Stunden ſicher iſt.
Zwar hat jeder Deutſche in ſeinem Gedächtniß und in ſeiner Kehle einen eigenen Schatz von bekannten oder minder bekannten
Liedern und bedarf bei Abſingen derſelben in der Regel keines gedruckten Commentars.
Jeder Sänger aber wird oft genug die Er⸗ g genug
fahrung gemacht haben, daß der Mangel eines Taſchen⸗Liederbüchleins nirgends fühlbarer auftritt, als wenn im geſelligen Kreiſe ein Lied angeſtimmt und beim dritten oder vierten Verſe aus keinem anderen Grunde wieder abgebrochen wird, als weil— der Text ausge gangen und Niemand einen andern Anhaltepunkt als ſein eben auch nicht immer ſtichhaltiges Gedächtniß aufzuweiſen hat.
Zur Abhülfe ſolcher Uebelſtände giebt es nun der Liederbücher mancherlei, und daß ſie vom Publicum geſucht werden, zeigt
der enorme alljährliche Abſatz derſelben. Der Verfaſſer des obengenannten Liederbuches iſt weit davon eutfernt, die übrigen derartigen Concurrenzwerke zu verwerfen und das ſeinige als unübertrefflich hinzuſtellen; nichts deſtoweniger aber glaubt er es den Käufern ſei⸗ nes Werkes ſchuldig zu ſein, auf die Vorzüge aufmerkſam zu machen, die das Wallner'ſche Liederbuch ſeit länger als zwanzig Jahren in die Reihe der geſuchteſten und beliebteſten derartigen Werke eingereiht und es vor dem Ueberflügeln jedweder Concurrenz bis auf dieſen Tag erhalten haben.
— Es empfiehlt ſich das Wallner'ſche Taſchen⸗Liederbuch nicht nur durch ſeine elegante Ausſtattung, ſondern auch durch ſeine Vollſtändigkeit und praktiſche Einrichtung. Es enthält daſſelbe außer allen älteren bekannten Liedern noch eine Anzahl neuer, die in keinem andern Liederbuche zu finden ſind, und hat der Verfaſſer überall, wo dies möglich zu erforſchen war, den Dichter und den Componiſten angegeben. Außerdem iſt bei den beliebteſten Chorliedern die betreffende Tonart angegeben, eine Notiz, die in keinem anderen Liederbuche zu finden iſt und welche das Umwerfen eines Chorliedes, weil entweder zu hoch oder zu tief, von Anfang an verhütet.— Der am Schluß befindleche Anhang von Toaſten wird ſchließlich Allen eine willkommene Beigabe ſein.
Möchte das Büchlein nun auch in dieſer ſeiner neuen Auflage die Zahl ſeiner vielen Freunde um ein Bedeutendes wieder ver⸗ mehren und, wo es an's Licht gezogen wird, recht viele fröhliche Stunden bereiten. 5
e= Die geehrten Beſteller dieſes Liederbuches wollen bei Ankauf deſſelben genau auf den Namen des Herausgebers: Edmund Wallner, achten!
Redigirt unter Verantwortlichkeit von Ollo Friedrich Dürr in Leipzig.— Verlag der Düry'ſchen Buchhandlung in Leipzig.— Druck von A. Edelmann in Leipzig.
Erſcheint regelme jedemapreitag
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„Frau vo gelthüren öffne auf, um die G vorbeirauſchen
Es beſal als der jung Fenſter geſeſſ ſcon lange i mit ſeiner Wieſen und 2 rern kleinern Flügel des 3 aus einen ſet
Be der Graf ſichtd
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