Vierte Holge.
eingegangen waren, um dort Schatten und Erfriſchung zu wolke niedergeſchlagen, durch die wir eben no ſuchen, verloren alle Geiſtesgegenwart, als die Fluth um eine des Tigers und ſeines Opf Ecke des Fluſſes brauſend auf ſie zuſtürzte. Sie machten Wurm in ſeinen Kl tdie Sahnn wahnſinnige Verſuche, um ihr auszuweichen, ſie wurden aber eir var er ſich deh ra, von der Fluth erfaßt, die über ſie wegrollte und ſie mit ſich riſch nach einem kleinen Dornengebüſch zurück, und weil er lch bemerk⸗ fortriß. Jede Minute trafen neue Hiobspoſten ein; hier durch das genoſſene Blut bis zur Tollheit aufgereizt war, ſo an Hiuptin. war Ali's Ziege ertrunken, dort hatte Omar ſeinen Eſel ver⸗ ſtellte er ſich kühn hin und erwartete unſern Angriff. Der :2* ern. loren, an einem andern Punkte waren zwei junge Leute um Elephant wurde mit aller Eile vorangetrieben; der Tiger das Leben gekommen; und wenn das ſich in El Kantra zu⸗ brüllte furchtbar, als wir voranrückten, als aber ſein glänzen⸗ S trug, dann war ſehr zu befürchten, daß Biskara, wo der des Haupt erſchien, erhielt es ſechs Büchſenſchüſſe, worauf mndund die Strom wegen der Windungen des Fluſſes etwa gegen Mitter⸗ der Tiger in die Mitte des Gebüſches zurücktaumelte. Er 8. Ich nacht eintreffen mochte, noch viel härter heimgeſucht werden
ch die Formen ers, das ſich wie ein zertretener auen krümmte, erkennen konnten. In einem Augenblick war Alles vorbei. Der Tiger ſchritt mür⸗
erholte ſich indeſſen augenblicklich und machte einen glänzen— Nagd⸗ würde. C. den Anfall bis dicht an den Rüſſel des Elephanten, als er nr aun.— durch eine wohlgezielte Ladung der Reſervebüchſen wieder 1 „ aer meiner zum Umkehren gezwungen wurde und ſich brüllend in ſein 5 dar beinah lau⸗ Eine Tigerjagd. Lager zurückzog. Wir zogen uns hier auf eine kleine Strecke 1 ” Es blieb Colonel Walter Campbell erzählt in ſeinem ſehr anzie⸗ zurück, um unſre Gewehre wieder zu laden, doch als wir von 1 nd nichſu henden Werke:„My Indian Journal“ viel Intereſſantes neuem vorrückten, ſtürzte uns der Tiger, obwohl er aus vie⸗ Aud dem Lin⸗ über ſeine Erfahrungen und Jagdabenteuer in Oſtindien, und len Wunden blutete, eben ſo wild wie früher entgegen. Er eſen hatten ſich eins der Letztern wollen wir unſern Leſern hier mittheilen. erhielt eine neue Ladung, ehe er auf den Elephanten ſpringen d Maulthiere 4
Bei einer Excurſion nach Dharwar kommt die Nachricht an, konnte, und er ſchleppte ſeinen blutenden Körper vorwärts, enllen ſ daß ein großer Tiger ſich in der Nachbarſchaft gezeigt hat. während er brüllte, als ob ſein Herz vor ohnmächtiger Wuth ahrem Futter; Auf einem alten Elephanten„Anat“ reitend, begleitet unſer zerberſten ſollte. Wir ließen ihn nun ganz nahe herankom⸗
eine groe Help, Obriſt Campbell, ſeine Freunde auf der Jagd desſel— men, ſo daß jede Kugel ihn durchbohren ſollte, und gaben plützlich ben, Das wilde Thier wird bald entde
der Schuppen b Jaſd desſelben nimmt ihren Anfang:
ſenkten Köpfen
ckt, aufgeſtört und die ihm Schuß auf Schuß, bis er ganz erſchöpft in das Gebüſch urückkroch. Wir folgten ihm dahin und bei ſeinem letzten opf, das einge Wir folgten, ſo ſchnell der alte„Anak“ nur
ſchreiten Verſuch, den Elephanten zu erreichen, wurde er vollends todt konmte, und als wir die Anhöhe erreichten, ſahen wir, wie der geſchoſſen. Er kämpfte bis zu ſeinem letzten Augenblick, und Tiſer ſich an der entgegengeſetzten Seite in einer Schlucht Elliot, der ſchon viele Tiger getödtet hatte, verſicherte, er habe ſtiſ binabſchlich. Er war außer Schußweite und wir hiel⸗ nie einen Tiger tapferer ſterben ſehen. Nachdem wir uns um ihn nicht aus dem Geſicht zu verlieren und die Trei⸗ dadurch, daß wir ihn mit einer Lanze ſtachen, davon über⸗ an einen ſichern Platz zu ſenden, denn der Tiger war V zeugt hatten, daß er wirklich todt ſei, ſtiegen wir von dem anßenſcheinlich verwundet und deshalb gefährlich. Nur ein„Howdah“ herab, und überließen es dem„Mahoud“ ſeinen eiziger von Opium berauſchter Mann ließ das warnende Liebling, den Elephanten, für ſeine Anſtrengungen zu beloh⸗ ſignal ganz unbeachtet; der Tiger ſchritt gerade auf ihn zu, nen, indem er ihm in Tigerblut getauchte Zuckerkugeln gab, r riefen und winkten ihm vergebens; der bethörte Unglück⸗ während wir uns zu dem Unglücklichen begaben, der das e zog ſeinen Degen und ſchwang ihn, als wollte er das Opfer des Tigers geworden war. Wir fanden ihn unter ißende Thier herausfordern, während wir ſahen, daß die einem Buſch im Sterben liegen, und einen ſchrecklichern An⸗ ferhängnißvolle Kriſis ſich näherte, ohne daß wir etwas zu blick, als er ihn darbot, habe ich nie eehägg Seine untere d
9 0p lle Zlege, die che augen⸗ emacht um
der Ton folgte. c dem Ufer des wir die halbe
iner Rettung thun konnten. Elliot befahl dem„Mahoud“, Kinnlade war abgeriſſen, als wenn eine Kanonenkugel ihn ſen Elephanten mit der größten Eile vorwärts zu treiben. getroffen hätte, ſeine Backenknochen waren in Stücken zer⸗ ch werde die Aufregung dieſes Augenblicks nie vergeſſen. ſchmettert und die zerriſſenen Muskeln ſeiner Kehle hingen
ein Bruder und ich, die wir Beide in der Tigerjagd Neu⸗ bis auf ſeine Bruſt herab. Er war ſo ſchrecklich zerfleiſcht, inge waren, wir befanden uns beinahe in einem wahnſinni⸗ daß von ſeinem ganzen Geſicht unterhalb der Augen buch⸗ en Zuſtande; in unſrer Angſt, den Unglücklichen von dem ſtäblich nichts mehr zu ſehen war. Der arme Unglückliche hm drohenden Geſchick zu retten, ſtampften wir mit un— ſchien noch ſein volles Bewußtſein zu haben und machte wü⸗ ern Füßen und ſchimpften auf den Treiber des Elephan⸗ thende Zeichen, daß wir ihm Waſſer verſchaffen ſollten, wäh— en, daß er ſich nicht genug anſtrenge, obwohl er von dem
Kuppen des *Maſſen von denen Ströme d die heftig⸗
11 rend ſeine mit Blut unterlaufenen Augen wild rollten, was nandeet in dit Stachel einen ſolchen Gebrauch machte, daß das Blut floß dem zerfleiſchten Kopfe den ſchrecklichſten Anblick gab, der ſich entfernte Ge und der unglückliche Elephant bei jedem Stoße einen Schmer⸗ denken ließ. Es war natürlich ganz unmöglich, ihm die ge⸗ hatte, fondem ensſchrei ausſtieß. Aber Alles war vergeblich. Ehe wir ringſte Erleichterung zu verſchaffen, und glücklicher Weiſe machte ich ganz in 4 den Hügel halb hinab waren, hatte der Tiger den armen hülf⸗ der Tod ſeinen Leiden bald ein Ende. C. der Brüch j Aloſen Betrunkenen erblickt, der gerade in ſeinem Wege ſtand,
von einen lfer lund ſein Geſchick war nun unvermeidlich. Er hätte noch—
inem dumpfen,„ immer einen Verſuch ſich zu retten machen können, denn der 4
näter und ſie Tiger war noch eine große Strecke von ihm entfernt, er ſchien Misrellen.
gen Schaum aber vor Furcht ganz gelähmt zu ſein, als er den Tiger er⸗ Marſchall Peliſſier war wohl einer der gröbſten Män Bäume und 1ſblickte, der in gewaltigen Sätzen auf ihn zuſprang. Das ner im heutigen Frankreich und in ſeinen boshaften Sottiſen, n denen Kür reißende Thier war mit Blitzesſchnelligkeit bei ihm. Wir die er Untergebenen ſagte, unübertroffen. Aber einmal fand 4 Erhagriſt ſahen den Tiger ſich einen Augenblick über ſein Opfer erhe⸗ ſer doch ſeinen Meiſter und zwar in einem Gaſſenkehrer. vrüberſtrönte,
ben, welches ſich mit ſeinem Degen und Schilde zu verthei⸗ Peliſſier, damals noch Oberſt, gerieth mit dem Mann in digen ſuchte. Ein wildes Gebrüll drang durch die Seele des Streit, weil dieſer ihm nicht ausgewichen. Beide Parteien inglücklichen, und dann wurde er in der Mitte einer Staub⸗ ſagten ſich unglaubliche Artigkeiten, und Peliſſier, der ſtau⸗
ergriffen, ihre wollten. Ein 5 Fluſſes hin⸗


