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Vierte Folge. 383
katholiſchen Geiſtlichkeit, das Cardinalconclave, Päpſte zu ſtritten und während dieſes ihres Streites oft einen ſolchen wählen pflegte, einige höchſt merkwürdige Proben, von denen Höllenlärm verführt hatten, daß man ſie am Abende eine Theodor Grieſinger in ſeinen„Myſterien des Vaticans“, die Viertelſtunde weit hörte, einigten ſie ſich endlich, um nicht er neuerlichſt vielfach vermehrt hat, mehrere Fälle darſtellt. außer dem Geſpötte auch noch die Verachtung der chriſtlichen Ohne die Aergerniſſe der neueren und neuſten Kirchenge⸗ Welt auf ſich zu ziehen, über den Cardinal Prosper Lamber⸗ ſchichte irgend unliebſam zu berühren, wollen wir hier nur in tini, welcher damals zwar erſt 65 Jahre, ein wahres Jüng⸗ verkürzter Faſſung ein Paar ſolche Stücklein unſern Leſern lingsalter für einen Papſt, zählte, aber von einer äußerſt vorführen, wobei es in Verwunderung ſetzen wird, daß noch wankenden Geſundheit zu ſein ſchien. Doch Lambertini bis zu einer ſehr ſpäten, uns nicht allzufern liegenden Zeit oder Benedict XIV. erholte ſich,— ganz gegen die Prophe⸗ gar effectvolle Scenen in dieſem ehrwürdigen Gebiet vorge⸗ zeiung ſeines Leibarztes, den die Herren Wähler vorher zu fallen ſind. Rathe gezogen hatten,— von dem Tage ſeiner Thronbeſtei⸗ Seit Jahrhunderten beſchäftigte ſich bekanntlich jeder gung an mit jedem Tage und machte erſt nach 18 Jahren Cardinal während der ganzen Zeit ſeiner Würde einzig mit V einem neuen Papſtcandidaten Platz. Zum Glück gehörte er Idee, wie er die höchſte Stufe in der Kirche erklimmen dieſer Papſt zu den beſten, die je regiert haben, und ſomit nöchte, und ließ daher kein Mittel unverſucht, durch welches ſah die chriſtliche Welt ſein langes Leben für eine wahre r ſich das„Jawort“ eines ſeiner Collegen erkaufen konnte. Wohlthat an im Gegenſatz gegen die Cardinäle, von denen Sah er aber bei einer Vacanz des päpſtlichen Stuhles ein, ſich viele wegen dieſer päpſtlichen„Unſterblichkeit“ ein Gal⸗ daß es ihm für diesmal noch unmöglich ſein werde, ſeinen lenfieber anärgerten. großen Schlußendzweck zu erreichen, ſo wollte er doch wenig⸗ Ganz auf dieſelbe Weiſe ging es auch bei den folgenden ſtens nur einen ſolchen Nebenbuhler auf dem Papſtſtuhle Papſtwahlen zu, allein es wäre ermüdend, alle dieſe Details ſehen, von welchem er hoffen konnte, daß derſelbe recht bald zu erzählen. Zum Schluſſe nur noch ein luſtiges Stücklein, das Zeitliche ſegnen und hierdurch zu einer neuen Papſt⸗ welches der Cardinal Felice Peretti von Montalto nach dem
wahl, welche möglicherweiſe zu ſeinen Gunſten ausfallen Tode Gregor's XIII. zum großen Ergötzen Aller, die es er⸗ fuhren, aufführte. Felice Peretti war der Sohn ſehr armer
konnte, Gelegenheit geben würde. Daher finden wir denn
auch, daß in den letzten paar Jahrhunderten meiſt nur Eltern und mußte in ſeiner Jugend als Schweinehirt fungi⸗ ſchwächliche Greiſe die Tiara erhielten, welche ſchon nach ren. Durch Vermittelung eines Oheims wurde er aber im wenigen Jahren in's beſſere Jenſeit hinübergingen. Allein 13. Jahre ſeines Lebens in's Franziskanerkloſter zu Ascoli trotz des hohen Alters und der ruinirten Geſundheit faſt aufgenommen und ſtudirte nun da ſo eifrig, daß er ſehr ſämmtlicher Papſtcandidaten ging es im Conclave doch bei⸗ bald als ein künftiges Kirchenlicht galt. Nun ſtieg er ſchnell nahe immer eben ſo ſtürmiſch und leidenſchaftlich zu, als auf von Stufe zu Stufe empor, bis ihn ſein Hauptgönner Papſt dem berühmten polniſchen Reichstage. Zum Belege hierfür Pius V. zum Cardinal ernannte. Seit dieſer Zeit ging nur einige wenige Beiſpiele. Nach dem Tode Clemens' XI. all ſein Dichten und Trachten dahin, nicht zu ruhen, bis er im Jahre 1721 waren die Cardinäle in drei Parteien ge⸗ die Papſtkrone erworben habe, und zwar nahm er ſich vor, ſpalten, und keine wollte nachgeben. So etwas nun hatte„um jeden Preis“ zum Ziele zu kommen. Solches war nun man ſchon oft erlebt, nicht aber das, daß die Rothhüte, wie natürlich auch das Beſtreben ſeiner Mitcardinäle, allein in jetzt geſchah, auf einander losgingen, ſich mit den Tintenfäſ⸗ Beziehung auf die Wahl der Mittel ging er ganz anders zu ſern bombardirten und am Ende einander an den Haaren Werke als ſeine Collegen. Sobald nämlich Pius V. geſtor⸗ herumzauſten. Erſt nachdem ſie ſich gehörig geſtoßen, ge⸗ ben und Gregor XIII. Papſt geworden war, zog ſich der ſchlagen und getreten, kam die Mehrzahl überein, den alten Cardinal Montalto ſeiner angegriffenen Geſundheit wegen, ſchwachen Cardinal Michael Angelo Conti, welcher offenbar wie er ſagte, in die Einſamkeit zurück und beſchäftigte ſich keine drei Jahre mehr leben konnte, zu erwählen, und dieſer, von jetzt an, wie es ſchien, mit gar nichts anderm mehr, als welcher ſich den Namen Innocenz XIII. beilegte, rechtfertigte ſeinem Seelenheile. Jedermann glaubte, daß er für die auch wirklich die Hoffnung, die man in ihn geſetzt hatte, indem er Welt und ihre Freuden gänzlich abgeſtorben ſei, und er ſelbſt bald ſtarb. Indeſſen ging es bei der Wahl ſeines Nachfol⸗ ſtellte ſich ſo, als ob er bereits mit einem Fuße im Grabe gers nicht minder ſtürmiſch zu, denn die Cardinäle ſtritten ſtünde. Mußte er aber ja ſeiner Pflicht gemäß im Cardi⸗ ſich zwei volle Monate herum, bis ſie endlich Benedict XIII. nalscollegium erſcheinen, ſo kam er immer ſchwankenden wählten. Noch heftiger war der Streit, nachdem auch dieſer Schrittes auf einen dicken Stab geſtützt und huſtete bei jedem Papſt ſchon nach wenigen Jahren verſchied. Nicht weniger Tritte wie ein Schwindſüchtiger, dem die Lunge abhanden als 54 Cardinäle zogen damals in's Conclave, aber es war gekommen. Mit ſchwacher Stimme gab er dann ſeinen Col⸗ drei volle Monate hindurch nicht möglich, den Geiſt der Ei⸗ legen in Allem Recht und meinte am Schluſſe jeder Sitzung, nigkeit unter ihnen einziehen zu ſehen. Endlich jedoch er— Gott werde ihn wohl bald aus dieſem irdiſchen Jammerthal hielt der Cardinal Lorenzo Corſini die Mehrheit und zwar einfach erlöſen. Tröſtete man ihn damit, daß er doch noch nicht ſo deßwegen, weil er 78 Jahre alt und bereits halb erblindet alt ſei, um an den Tod denken zu müſſen, ſo legte er ſich war. Da mußte doch offenbar der Tod in kurzer Friſt an⸗ V immer acht Jahre mehr bei, als er wirklich zählte, und— klopfen. Aber ſiehe da! Clemens XII.— dieſen Namen gab wer hätte, wenn man ſein eingefallenes mit gemalten Run⸗ ſich Corſini— pontificirte zum großen Aerger ſeiner Wähler zeln überdecktes Geſicht, ſein mattes trübes Auge und ſeinen noch volle zehn Jahre lang. Nach ſeinem Tode beſchloſſen gebückten, ſchleichenden Gang betrachtete, ſeine Behauptung die Cardinäle vorſichtiger zu ſein und in keinem Falle einem Lügen ſtrafen mögen? Kurz, er wußte ſich ſo außerordentlich Candidaten ihre Stimme zu geben, welcher fähig ſei, den zu verſtellen, daß ihn ſeine meiſten Collegen für einen hin⸗ Stuhl Petri abermals zehn Jahre lang nicht zu erledigen. fälligen, halb kindiſch gewordenen Greis erachteten und ihn Allein der Menſch denkt und Gott lenkt. Nachdem nämlich ſpöttiſch nur„den Eſel aus der Mark“— er war nämlich die Rothhüte, es waren diesmal gar ihrer 57, ſich volle ſechs, in der Mark Ancona geboren— nannten, worüber er jedoch, ſage ſechs Monate lang über den tauglichſten Candidaten ge⸗ wenn er es erfuhr, immer nur ſanft und blöde lächelte.


