wand an
Hedwig irde ihre unzender,
von igrer ihren zi⸗ n Worte, heentging nſchloſſen, eebte noch
jleichter, verlangte ſeinem Eduard wöhnlich onnte ſich eer jeden e, wahr⸗
u Mitag ttage das
en wollte eu, eine erden laſ⸗
thun, es
eſen Wor⸗ fühlte er wie bald Mit aller
Schnul die leßten
en Suale d onne un
Vierle Folge.
in abgebrochenen Worten konnte ſie ihr danken, ſie bitten ihr ihre Liebe zu bewahren. Ihr Kind ließ ſie ſich auf ihr Lager legen; ſie ſegnete es mit der ganzen innigen Mutterliebe. Auch über Toni, der an ihrem Lager niedergeſunken war, ſeinen Kopf auf ihre Decke gelegt, ſprach ſie einen herzlichen Segens⸗ wunſch aus.
Matt lehnte ſie ſich zurück, doch nur einen Augen⸗ blick. Nochmals richtete ſie ſich auf und ſchaute in die ſo ſchoͤn untergehende Sonne, und mit der innig⸗ ſten, heißeſten Liebe blickte ſie auf ihren Walther, legte ihren Kopf an ſeine Schulter, ſprach noch ein kurzes Gebet und mit den Worten„mein Eduard!“ entfloh ihr letzter Athemzug.
Stunden waren vergangen, tiefe Dunkelheit war der Dämmerung gefolgt. Walther ſaß noch immer, den einen Arm um ſeine Hedwig geſchlungen, ſtarr und unbeweglich; auch Brigitte ſaß noch am Lager ihrer Herrin, doch ihr Schmerz hatte Thränen.
Der Paſtor und Dr. Grün waren ab und zu gegangen; ſie hatten nicht verſucht, Walther zu ſtö⸗ ren; ſie fühlten, daß ein ſolches Weh zuerſt mit ſich allein gelaſſen werden müſſe; doch jetzt traten ſie zu
ihm, um ihn mit eindringlichen Worten zu bitten,
dieſes Zimmer zu verlaſſen. Er erwiderte ihnen hierauf nichts, verlangte aber, daß Licht gebracht werde; als dies geſchehen, erſuchte er ſeine Freunde, ihn zu ver⸗ laſſen; auf ihre Einwendungen und Bitten ſagte er beſtimmt:„ich bleibe hier, ich trenne mich von meiner Hedwig nicht.“
Brigitte bat er, ſich Ruhe zu gönnen; überhaupt ſollte ſich jeder im Hauſe niederlegen, er werde allein wachen! Da ſie ſahen, daß hier kein Zureden hel⸗ fen würde, verließen ſie das Gemach, und Walther blieb allein.
Was Walther in dieſer Nacht durchlebt, war gewiß das Schrecklichſte, was er jemals empfunden.
Zu der unnennbaren Trauer über den Verluſt ſeiner über alles geliebten Hedwig traten noch all die alten Qualen der bitterſten Zweifel, der entſetzlichſten Vorwürfe. Wie Furien der Hölle ergriffen ſie ihn und riefen ihm hohnlachend zu, wie er hätte glauben können, daß ein Engel bei ihm, dem Ausgeſtoßenen, dem Schuldbeladenen, lange weilen würde; er wäre ihnen allein verfallen, ſie ließen ihn nicht, alle die er in ſeinen Bereich zöge, müßten verderben! Kein Strahl des Troſtes fiel in ſeine gepeinigte Seele; ſie, die allein es vermocht hätte, lag ja als todte Hülle vor ihm. Sie hatte ſich von ihm gewendet, ſie war lieber in den Tod gegangen, als noch länger mit
ihm, dem Sünder, vereint zu bleiben! Beten wollte
er! Doch zu wem? Zu Gott? O, Gott hatte ihn ja
323
auch verſtoßen! Ihm war ja nichts geblieben! Keinen Halt, keinen Stab konnte er in dieſer Verzweiflung finden! Unruhig ging er hin und her; ſein Gewiſſen peinigte ihn fort und fort. Wie oft ſagte er ſich in dieſen langen Stunden:„Hätteſt du geſprochen, Alles deiner Hedwig entdeckt, dann wäre deine Schuld ge⸗ mildert. Du haſt durch dein Schweigen ein Unrecht begangen, das Gott nicht ungeſtraft laſſen konnte.“
In dieſen troſtloſen Gedanken näherte er ſich der Dahingeſchiedenen; als er ſie, ſeinen heimgegangenen Engel, ſo friedlich, ſo ruhig, mit einem beſeligenden Lächeln um den nun auf ewig verſtummten Mund ſah, warf er ſich nieder und beſchwor ſie für ihn bei Gott um Vergebung zu bitten! Ihre Macht, die ſie im Le⸗ ben über ihn geübt, war auch jetzt noch im Tode ſtark. Er wurde ruhiger; er fühlte, daß ſie der Engel für ihn ſei, daß ſie für ihn, den ſie hier auf Erden ſo unausſprechlich geliebt, bei Gott bitten würde!
Der Morgen fand ihn noch an ihrer Seite knie⸗ end. Ein leiſes Oeffnen der Thüre ließ ihn erſt ſich aufrichten. Es war ſein treuer Johann, den die Sorge um ſeinen Herrn nicht länger hatte ruhen laſſen. Aber wie erſchrak er, als er ihn nun ſah; die Stun⸗ gen der Nacht hatten eine erſchreckende Veränderung hervorgebracht. Tiefe Verzweiflung lag auf ſeinen todtenblaſſen Zügen; ein faſt finſterer Zug bezeugte ſeinen Zuſtand; eine herzzerreißende Trauer in ſeinen großen Augen milderte ihn etwas. Sein Haar war faſt weiß geworden.
Er ſtand jetzt auf, reichte Johann die Hand und ſah nun auch, welche tiefe Spuren der Gram auf des treuen Dieners Züge gedrückt hatte. Zu ſprechen war Beiden unmöglich. Endlich faßte ſich Johann ein Herz und bat ſeinen Herren ſich niederzulegen. Walther gab dieſem Gehör und ging in ſein Zimmer.
Bei den nun folgenden Anordnungen war Eduard ruhig; er beſtimmte Alles ſelbſt; auch bei der Bei⸗ ſetzung ſeiner Hedwig, die vorläufig in der Kirche er⸗ folgte, war er gefäßt. Ihm Fernſtehende hielten ihn für kalt und theilnahmlos, nur ſeine Freunde ſahen, welcher unnennbare Schmerz in ſeinem Herzen wühlte.
Einige Tage nach der Beiſetzung ließ er mit dem Bau eines Gewölbes beginnen. Die Witterung blieb lange mild, und ſo konnte auch der Ausbau deſſelben noch vollendet und die irdiſchen Ueberreſte ſeiner theu⸗ ren Gattin aus der Kirche in dieſelbe überführt wer⸗ den. Täglich weilte er, begleitet von den Kindern, am Sarge ſeiner Hedwig.
Im Uebrigen lebte er aber von dieſer Zeit an nur für ſeine Kinder und die Wiſſenſchaften. Sein Gut bewirthſchaftete er zwar ſelbſt, doch da ſein Ver⸗ walter ſehr zuverläſſig war, ſo hatte er nur Anord⸗


