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V. Band
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Vierte Folge.
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Eine Mochenchronik für Niteratur, Aunst, ſchöne WWliſſenſchmſten und Geſellſehaft.
Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
Leipzig, am
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
18. März 1864.
Einige Wochen auf dem Lande.
Novelle von
Carl v. Keſſel. (Schluß.)
Mein erſter Gedanke war, als ich aufwachte, den Doctor aufzuſuchen und demſelben als treuem und geprüftem Freunde Alles anzuvertrauen. Ich kleidete mich raſch an und begab mich auf ſein Zimmer, aber ungeachtet es noch früh war, fand ich daſſelbe be⸗ reits leer.
„Das iſt fatal,“ murmelte ich,„gerade jetzt ab⸗ weſend, wo ich ſeines Rathes am meiſten bedarf!“
Niedergeſchlagen trat ich den Rückweg an und gab meinem Bedienten den Befehl, Niemand als Stubenrauch zu mir zu laſſen. Nach Verlauf von etwa einer Stunde hörte ich auch wirklich ſeine mir wohlbekannten Schritte, die Thüre öffnete ſich, und mein Freund ſtand vor mir, ſah aber ſo bleich und
ſo verſtört aus, daß ich ſogleich vermuthete, auch ihm ſei etwas Außergewöhnliches begegnet.
„Es iſt gut,“ rief der Doctor, ſich in einen Stuhl werfend und mehr zu ſich ſelbſt als zu mir ſprechend,„Alles wird nun wahrſcheinlich zwiſchen mir und Suſanna aus ſein, aber das ſchadet nichts, das Gute kommt doch endlich an den Tag und— nun, ich werde ihr meine Liebe treu bewahren und ich kann warten!“
„Das fehlt noch gerade!“ rief ich,„ich will mir Troſt und Rath bei Ihnen holen und jetzt ſehe ich, daß Sie Beides ſelbſt bedürfen.“
„Alſo auch Sie?“
„O Freund, mag das, was Ihnen begegnet iſt, noch ſo tief in Ihr Herz einſchneiden, ſo glaube ich Ihnen doch im Voraus verſichern zu können, daß es weit hinter dem zurückſteht, was ich erlebt habe.“
„Aber Menſch,“ rief Stubenrauch, indem er ſich verzweiflungsvoll in den Haaren wühlte,„habe ich Ihnen denn nicht geſagt, daß zwiſchen mir und Su⸗ ſanna wahrſcheinlich Alles aus iſt?“


