Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
147
Einzelbild herunterladen

de ſprang.

rief ic, ngt. Ich alls dür⸗ ngsnum⸗

à Soldat ſchrift ich Ich zog

t bald in

vußte, ich n Zuſam⸗ und mit überdies eit einer , wegen

iſchen in ſchrichten,

und auch an Sie. icht ver⸗ die Be⸗

rr Ent⸗ zunen.

n noch

nittheilt, indigung

Abends der Pi⸗

es nicht für Uns jen In⸗ pannt. ch be⸗ 3 dem

4 und

Stimme hinter uns.

Dierte olge.

blättert und darin einen alten trefflichen Burſchen von echtem Schrot und Korn, den Baron von We⸗ ſtern, verzeichnet gefunden, deſſen Beſitzungen nur zwei Stunden von Deinem Cantonnementsort entfernt ſind und welcher Dich und Deinen Freund gewiß mit offenen Armen empfangen wird, wenn Ihr Euch ihm vorſtellt. reits vor einigen Tagen durch einen Brief an den⸗ ſelben getroffen worden; es hängt alſo lediglich von Dir ab, ob und wann Du von meinen Empfehlungen Gebrauch machen willſt. Schließlich bemerke ich, daß der Baron eine Tochter hat, die allgemein als ſchön und liebenswürdig bezeichnet wird. Ich müßte das 6. Huſaren⸗Regiment und vor Allem Dich nicht ken⸗ nen, wenn ich glauben ſollte, daß Du dieſe Bemer⸗ kung nicht der Berückſichtigung werth halten ſollteſt.

Nun, fragte ich den Brief zuſammenſchlagend, was ſagen Sie dazu Doctor? da eröffnet ſich uns ja auf einmal eine Ausſicht, welche uns eine reiche Entſchädigung für die bisherigen Entbehrungen ver⸗ ſpricht. Wahrhaftig, mein Oheim Heinrich iſt der aufrichtigſte und gütigſte Verwandte, den es geben kann!... Was meinen Sie, wollen wir ihm eine Dankadreſſe votiren?

Das wäre ſo übel nicht, entgegnete Stuben⸗ rauch,aber ich denke, am beſten beweiſen wir ihm unſere Erkenntlichkeit, wenn wir ohne Zeitverluſt von ſeinem Empfehlungsbrief Gebrauch machen.

Gut, ich ſtimme Ihnen bei! Alſo morgen nach dem Frühſtück ſteigen wir zu Pferde und überraſchen den Baron womöglich, ehe er noch Zeit gehabt hat den Brief meines Oheims zu leſen.

Da würden Sie jedenfalls zu ſpät kommen, meine Herren, entgegnete eine heitere wohltönende Einen ſo lieben Brief läßt man wahrlich nicht lange unerbrochen liegen, und mein Hierſein mag Sie überzeugen, wie viele Freude mir deſſen Inhalt gemacht hat.

Ueberraſcht hatten wir uns Beide umgewendet und blickten jetzt in des freundliche Geſicht eines Herrn von etwa fünfundfünfzig Jahren, deſſen ſchwar⸗ zes Haar ſich zwar bereits mit etwas Grau zu ver⸗ miſchen begann, deſſen Haltung aber trotzdem noch Geſundheit und Kraft verrieth,⸗während ſeine hellen Augen wohlwollend auf mir ruhten.

Kurz und gut, ſagte der Fremde, einen Schritt näher tretend und mir ſeine Hand mit Herzlichkeit entgegenſtxeckend,um Sie nicht länger in Zweifel zu laſſen, ſtelle ich mich Ihnen als den Freund Ihres Onkels Heinrich vor.

Baron von Weſtern? rief i überraſcht, indem ich mich aſchtungsvoll verbeugte.

Die Einleitungen hierzu ſind von mir be⸗

147

Ei, entgegnete derſelbe lachend,Sie ſehen wohl, daß mir der kleine Krieg nicht ganz fremd iſt und daß ich es verſtehe, einen Ueberfall auszu⸗ führen. Dann wendete er ſich höflich zu dem Doctor und ſagte: Ich irre mich wohl nicht, wenn ich in dieſem Herrn Ihren Freund, den Doector Stuben⸗ rauch, vermuthe?

Sie haben es errathen! Ich ſtand eben im Be⸗ griff, Ihnen denſelben vorzuſtellen.

Nun, rief der Baron in der liebenswürdigſten unbefangenſten Weiſe,ſo geſtatten Sie mir gleich⸗ falls Sie auf das Herzlichſte willkommen zu heißen. Und jetzt, meine Herren, da de is unſerer Be⸗ kanntſchaft gebrochen iſt, bleib nur noch übrig, Sie feierlich in den Schooß er Familie aufzu⸗ nehmen. Betrachten Sie ſich von heute an als Glieder derſelben und machen Sie ſeinem ganzen Umfang nach von dem Recht Gebrauch, welches Ihnen dadurch verliehen wird.

O, entgegnete ich lachend,Sie haben es mit ein paar Egoiſten zu thun, mit ein paar habgierigen Menſchen, die den hohen Werth eines ſolchen Ge⸗ ſchenkes vollſtändig zu ſchätzen wiſſen und daſſelbe ſchon auszubeuten verſtehen werden.

Gut, ich ertheile Ihnen hierzu unumſchränkte Vollmacht.

So werden wir alſo damit beginnen, an einem der nächſten Tage Ihrer wohlwollenden Einladung Folge zu leiſten.

Und warum nicht gleich? fragte der Baron in einem gewinnenden Tone,was hindert Sie mich ſofort zu begleiten, vorausgeſetzt nämlich, daß Sie nicht von Dienſtgeſchäften zurückgehalten werden.

Keinesweges! Ein paar Stunden Unterricht im Vorpoſtendienſt für unſere junge Mannſchat das iſt unſere ganze Beſchäftigung.

Nun, ſo laſſen Sie uns aufbrechen, meine Her⸗ ren, rief Herr von Weſtern, indem er ſich erhob und mit der Lebhaftigkeit eines jungen Mannes im Zim⸗ mer auf und ab ſchritt;der Morgen iſt ſchön, und ehe die Sonnenſtrahlen ſtärker werden, haben wir den Buchenwald erreicht und können unter deſſen ſchat⸗ tigem Laubdach ganz behaglich unſern Weg fort⸗ ſetzen.

Solchen Argumenten war nicht zu widerſtehen, und ſchon etwa eine Viertelſtunde nachher befand ich mich mit dem Doctor im Sattel. Während wir an der Seite des Barons dahinritten, verlor dieſer keinen Augenblick ſeine liebenswürdige Laune.

Es iſt nun meine Pflicht, meine Herren, ſagte er,Ihnen die Stellung, welche ich Sie künftig mir und meiner Familie gegenüber einzunehmen bitte,