Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
145
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Leipzig⸗

Vierte Folge. No.

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Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

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Leipzig, am 4. Mlärz 1864.

10. II. Jahrgang.

Eine Wlochenchronik für Jiteratur, Aunst, ſchöne Tliſſenſehaften und Geſellſchaft.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Einige Wochen auf dem Lande.

Novelle von Carl v. Keſſel.

Au!

Dieſer Ausruf entſchlüpfte meinem Freunde, dem Bataillonsarzt Stubenrauch, der gleich mir in einem großen Obſtgarten im Schatten eines breitäſtigen Apfelbaumes im weichen Graſe ausgeſtreckt lag, wo wir Beide eben eine gemüthliche Sieſta gehalten hatten.

Aber zum Kuckuk, was haben Sie denn, Doctor? rief ich, mich halb emporrichtend und gleichzeitig in ein helles Gelächter ausbrechend, denn der Doctor rieb ſich mit einer Heftigkeit, als wenn er Wieder⸗ belebungsverſuche an einem Ertrunkenen hätte machen wollen, ſeine von Natur etwas große Naſe, wobei er die ärgſten Geſichter ſchnitt.

Was ich habe? entgegnete dieſer, indem er mit ſeinen Frottirungen fortfuhr;ich werde wenig⸗

ſtens zwei Tage kalte Umſchläge macheu müſſen, um dieſe fatale Beule wieder fortzubekommen. Aber ich habe es Ihnen ja immer geſagt, Mohrenfeld, daß es gut ſei, mitunter wieder die alten Schriftſteller mit ihrer geſunden, kernigen Moral zu leſen be⸗ ſonders die Fabeldichter Aeſop, Lafontaine, Leſſing, Gellert ach, ich verſichere Sie, dieſe Herren wür⸗ den den ſchönſten Triumph gefeiert haben, wenn ſie in dieſem Augenblick hätten zugegen ſein können.

Ich vermuthe alſo, daß Ihnen einer der Aepfel auf die Naſe gefallen iſt, und Sie danken Gott, daß es nicht ein Kürbis war. Nun, zum Glück ſind die⸗ ſelben kaum erſt ſo groß wie eine Haſelnuß.

Ja, ich geſtehe es, ſagte der Doctor,daß ich mit ſündhaften Gedanken einſchlief. Als ich ſo mit halbgeöffneten Augen an dem Baum emporblickte, fragte ich in vermeſſener Weiſe, warum denn nicht ſtatt der kleinen zwerghaften Früchte eben ſo gut ſaf tige, reife Ananas an den Zweigen hängen könnten, aus denen wir im Stande geweſen wären, die ſchönſt Bowle zu brauen.