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Vierle Folge.
Ich glaube Ihnen gar nicht.... Als ob dies möglich wäre!...,
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Und als die arme, tiefgebeugte Mutter mit bitteren Thränen über die Schwelle des Zimmers ſchreitet, fragt er: „Und wo wohnen Sie, wenn es gefällig iſt, Sie Madame mit Ihren unmöglichen Geſchichten?“
Sie nennt ſchluchzend ihre Wohnung; der Miniſter er— widerte darauf aber mit noch mehr Rauhheit:„Uebrigens bekümmere ich mich den Kuckuck um Ihre Wohnung. Ich mag ſie gar nicht wiſſen! Wenn ich ſie wüßte, könnte ich höchſtens auf den Einfall kommen, Ihren ſchönen Officier vor ein Kriegsgericht zu ſtellen!“
Die arme Frau geht mit Verzweiflung im Herzen nach Hauſe. Als ſie in ihr beſcheidenes Stübchen eingetreten iſt, eerbricht ſie ſich eben nochmals den Kopf, was ſie wohl noch an Koſtbarkeiten oder Kleidungsſtücken beſäße, das ſie zu Gelde machen könne. Sie öffnet alle Schübe und Schränke angſt⸗ voll, denn ſie weiß, daß ſie vergebens ſucht; da kommt ein Bote, der ihr einen Brief überbringt. Sie zerreißt das Cou⸗ vert desſelben, und ſiehe da! ſechs Banknoten zu 100 Tha⸗ lern fallen heraus auf die Erde. Sie ſtaunt, denn ſie weiß nicht, ob ſie ihren Augen trauen darf, oder ob ſie träumt; in dem Umſchlage ſtanden blos die Worte:„Das Geld ge⸗ hört Ihnen, machen Sie damit, was Sie wollen!“
Am andern Morgen kehrt die dankbare, glückſelige Mutter, welche den Geber wohl errathen, zum Miniſter zu⸗ rück und bittet um eine Unterredung— ſie wird aber nicht vorgelaſſen. Sie ſchrieb an ihn und erhielt folgende Ant⸗ wort:„Ich verſtehe Ihren Brief durchaus nicht, Madame, Sie ſprechen mir darin von einem Officier, Namens N., der für einen Augenblick ſeine Pflicht vergeſſen hätte; ich kenne aber nur einen Officier dieſes Namens, und der iſt ein braver Mann. Er hat ſich bei mehreren Gelegenheiten aus⸗ gezeichnet, und wenn er ſo fortfährt, wird er ſeine Carrière machen. Ich verliere ihn nicht aus dem Geſicht!“
Ein Jahr ſpäter brachte die officielle Zeitung folgende Bemerkung:„der Kriegsminiſter hat als Wiedererſtattung tine Summe von 600 Thalern empfangen, welche er dem Fonds des Militärhospitals von B. überwieſen hat.“
(Allg. M.⸗Ztg.)
Friedrich der Große ritt ſehr gut, und in ſeinen frü⸗ hern Jahren ſehr ſchnell, auch wohl mitunter zu gewiß; denn
da kam ihm kein Graben in den Weg, über den er nicht ſetzte.
Einmal ſchlug es ihm doch fehl, und er wurde wirklich abge⸗ ſetzt, und in den ziemlich unſaubern Graben geworfen; jedoch lief die Sache, ohne einen Schaden zu nehmen, ab. Der einzige Page, der bei ihm war, ſprang ſogleich vom Pferde und in den Graben, um dem Könige zu helfen. Der König ſagte:„Laß nur ſein, es hat nichts zu bedeuten, und eile auf dein Pferd, damit nicht noch Jemand unſere Fatalität bemerkt.“— Bei der Nachhauſekunft merkten nun wohl die übrigen Pagen, was vorgegangen ſein mochte, und fragten daher denjenigen, welcher dabei geweſen war, wie es zuge⸗ gangen, daß der König es diesmal verſehen habe.— Der Page erwiderte:„Der König hat nichts verſehen, ſondern ich, ich fiel in den Graben, und der gute König eilte mir zu Hülfe, ſog mich aus dem Schlamm, und machte ſich dabei ſelbſt voll.“— Friedrich erfuhr die gute Wendung des Pagen, ſchenkte ihm eine goldene Tabatière mit 100 Friedrichsd'or efüllt, und ſagte dabei in Gegenwart der andern:„Nimm
127 dies auf den letzten Schreck, wozu ich dich verleitete, und mein Pferd, damit es dir auf deiner Mähre nicht wieder ſo paſſirt.“
Kleine Kritiken.
Walde⸗Warren, von Emerſon Bennet. dem Engliſchen überſetzt von Marie Heine. Kollmann. 1864.
Die amerikaniſchen Criminalgeſchichten mit ihren freien extemporirten Geſchwornengerichten haben faſt alle eine gleiche Familienähnlichkeit. Höchſte tödtliche Nervenſpannung der Gemüther pflegt darin zu walten, da es ſich meiſtens nach der draſtiſchen Veranſtaltung des Dichters um die Freiſpre⸗ chung oder Verurtheilung eines Unſchuldigen, alſo um Leben oder Tod, Ehre oder Schande handelt.
Ein ſolcher Conflict iſt es auch, der hier mit detaillirtem Eingehen in locale Verhältniſſe vorgeführt wird.
Was bei ſolchen Novellen Intereſſe einflößt, ſind ge⸗ wöhnlich mehr die Zuſtände, als die Charakterzeichnung der Perſonen, an die man keinen Maßſtab zu ſtrenger Pfycholo⸗ gie legen darf.
Uebrigens hat Emerſon Bennet es an nichts fehlen laſ⸗ ſen, um ſeine kleine Erzählung mit effectvollen Farben zu ſchmücken.
Aus Leipzig,
Illuſtrirtes Spielbuch für Knaben, von Her⸗ mann Wagner. Leipzig, Verlag von Otto Spamer. 1864.
Auch dieſes Werk der thätigen Spamer'ſchen Verlags⸗ handlung reiht ſich in die„neue Jugend⸗ und Hausbibliothek“ ein. Es bringt über 500 Abbildungen, fleißig ausgeführt und wirklich illuſtrirend, wie man es von ähnlichen Büchern der Firma gewohnt iſt.
Eltern und Erziehern wird dadurch eine ſehr angenehme Handhabe geboten, indem ſich der Verfaſſer ohne Pedanterie bemüht, Regel und Geſetz in die Spiele und Beluſtigungen der Jugend verſchiedenen Alters zu bringen und ſie beſonders mit ſolchen Unterhaltungen vertraut zu machen, die ſich auf wiſſenſchaftliche Lehren gründen und durch leichte praktiſche Experimente die Neigung für Phyſik und Mathematik unter⸗ ſtützen. Aus letzterwähntem Grunde haben die Unterhal⸗ tungen im Zimmer mehr geiſtigen Werth als die im Freien; während man letztere faſt allenthalben gut entwickelt und durch das moderne Turnen zur Virtuoſität gebracht findet, fehlt es noch allgemein an Unterweiſung, zu welchen beleh⸗ renden und amuſanten Beſchäftigungen die langen Muße⸗ ſtunden des Winters ſich verwenden laſſen, und beſonders in dieſer Beziehung verdient dieſes Spielbuch als ein wahrer Freund der Jugend bezeichnet zu werden. O. B.
Der geraubte Schleier. Dramatiſirtes Märchen nach Muſäus von Victor Widmann. Winterthur, bei Guſtav Lücke.
In einer gefälligen Sprache iſt hier mit freier Benutz⸗ ung des Inhalts das Muſäus'ſche Märchen zu einem drama⸗ tiſchen Gedicht umgeformt, das nicht ohne poetiſche Wirkung, natürlich aber nur zur Lectüre beſtimmt iſt. Im Allgemei⸗ nen geſchieht es leicht, daß phantaſtiſche Märchen durch die Behandlung in Versform eher anſpruchsvoller und ſchwerfäl⸗ liger als unbefangener und leichter wirken, als ſie in Proſa waren.


