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Vierte Folge.
Gine Mlochenchronik für iteratur, Kunst, ſchäne Tliſſenſchaften und Geſellſchaft.
Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.
Ceipzig, am 29. Januar 1864.
II. Jahrgang.
Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.
Napoleon I. in Boulogne.
Novelle von
Adolph Görling
Der Schaluppen⸗Capitain.
Der letzte Tag des Septembers im Jahre 1804 ging zu Ende.
Die ſinkende Sonne, welche fern auf hohem Meere ſich raſch dem von Purpur und Goldtinten überſtrömten Schnitte des Horizonts näherte, ſtrahlte noch einmal blendend auf die Rhede und auf die
ſanft aufſteigenden Höhen, welche Boulogne sur mer
und ſeine Umgebung krönen. Ein Bild von unbe⸗ ſchreiblicher Schönheit rollte ſich dem Auge des Be⸗ ſchauers auf.
Auf der weiten Rhede von Boulogne war die Landungsflotte des Kaiſers, nachdem die Manöver das Tages beendigt waren, wieder vor Anker gegangen.
Ueber dritthalbtauſend Fahrzeuge von jeder Gattung und Größe waren über den Hafen und die mächtige Rhede ausgeſäet. Die letzten großen Bombardier⸗ corvetten waren ſoweit entfernt, daß ſie faſt auf der Höhe von Boulogne ankerten. Drüber hinaus kreuz⸗ ten gegen die engliſchen Geſchwader drei ſchlanke Fregatten und etwa ein Dutzend Kanonierſchaluppen, deren Segel im Abendſonnenſchein ſilberweiß glänzten.
Am Geſtade dagegen, in der Nähe der Flotten⸗ abtheilung, die zu ihrer Einſchiffung beſtimmt war, lagerten in ſechs Zeltſtädten die ſechs verſchiedenen Corps des Landungsheeres. Dieſe improviſirten Städte, in denen die Straßen durch die gleichlaufenden Linien weiß⸗ und blaugeſtreifter Zelte oder zierlich erbauter Hütten bezeichnet wurden, boten vielleicht einen noch prächtigeren Anblick dar, als die Rhede ſelbſt. Zwi⸗ ſchen den Zelten ſah man Säulen von Laubwerk, Statuen, Pyramiden, Obelisken und rieſige Waffen⸗ bündel emporſteigen. Man unterſchied Gärten, im bunten Blumenſchmucke prangend, Raſenplätze, Teiche
und Fontainen, Alles das Werk der Soldaten. Und


