Jahrgang 
01-25 (1864)
Seite
63
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len, ſagte ihm der Cardinal Richelieu. mal hunderttauſend Livres jährlicher Einkünfte zu hoffen.

Vierte

der Stirn verrathen, daß er in dem Augenblicke, wo er ab⸗ genommen wurde, weniger an ſeine Schande als bereits an die Mittel dachte, wie er aus dem Gefängniſſe ausbrechen könne. Er iſt ja im Einbrechen ein Meiſter, warum ſollte er es nicht auch mit dem Ausbrechen verſuchen? In ſei⸗ ner Charakteriſtik ſteht oben an:Ein äußerſt gefährlicher Schurke. Er bricht die Bankgebäude ein, ſprengt dieSa⸗ fes mit Pulver und beſtreitet ſo die Koſten ſeiner extra va⸗ ganten Lebensweiſe.

Vor vielen Jahren fing er als Knabe mit Entwendung einer Zweidollarsnote an. Er iſt in Newyork geboren, ſeine Mutter iſt eine Irländerin, ſein Vater aus den Neuengland⸗ Staaten. An den Spieltiſchen des Broadway war er wohl bekannt. Vor einigen Wochen brach er im Gewölbe einer Verſicherungsgeſellſchaft ein, ſprengte die Safe mit Pulver und vertheidigte ſich, als er überraſcht wurde, mit einem Revolver auf Leben und Tod. Vor vierzehn Tagen ſtand er vor den Aſſiſen und wurde zu mehreren Jahren Zucht⸗ hausſtrafe verurtheilt. Zehn bis zwölfretired Ladies haben ihn alsHauptmöbel ihres Haushaltes wie die Emancipirten in Mozartshalle ſagten reclamirt; und deſſen ungeachtet war ersingle man, d. h. er huldigte dem Grundſatze:Spitzbüberei darf man nicht in Compa⸗ gnie treiben; er hatte keine Mitſchuldigen. 9.

Ein großmüthiges Geſchenk.

In einem Meeting, das die Facultät der Procuratoren in Glasgow am 10. December unter dem Vorſitz des De⸗ cans der Procuratoren, Bannatyne, hielt, wurde angezeigt, daß Herr George Baillie, der letzte Sheriff⸗Subſtitut des weſtlichen Bezirks von Perthſhire, gewiſſe Vermächtniſſe ge⸗ macht habe und dem Decan und dem Rathe der Facultät, als

Curatoren, 18,000 Pfd. St. für die Errichtung von freien

Bibliotheken und öffentlichen Schulen habe übermachen laſſen. Dieſe Summe iſt jetzt ſicher hypothekariſch angelegt, und die davon eingehenden Intereſſen ſollen 21 Jahre lang geſam⸗ melt und für dieſe Zeit ebenfalls zinsbar angelegt werden, wodurch ſie bis zum Ablauf dieſer Periode auf 40,000 Pfd. St. anwachſen werde. Dann ſollen davon nach dem Willen des Erblaſſers eine oder mehrere öffentliche freie Bibliotheken, je nachdem die Curatoren es für zweckmäßig halten, und ganz nach dem Muſter der in Liverpool von Herrn Browu geſtif⸗ teten eingerichtet und, wenn Geld dazu übrig bleibt, auch Frei⸗ ſchulen errichtet werden, um zur Verbreitung von mehr Kennt⸗ niſſen unter der arbeitenden Claſſe beizutragen. Die Facul⸗ tät faßte einſtimmig den Entſchluß, das Geſchenk anzunehmen und über die Verwendung deſſelben im Sinne des edlen Ge⸗ bers zu wachen. C.

Misrellen.

Der junge Herzog von Guiſe, nachmals Erzbiſchof von Rheims, war noch nicht in den geiſtlichen Stand eingeweiht, als er ſich ſterblich in die Herzogin von Gonzaga verliebte, und er war faſt entſchloſſen, auf alle Vortheile, die er als Geiſtlicher einſt zu erwarten hatte, auf immer Verzicht zu thun, und ſie zu heirathen.

Ueberlegen Sie recht ernſthaft, was Sie thun wol⸗ Sie haben vier⸗

Folge. 63 Jeder Andre würde das Gegentheil thun, und gern viermal hunderttauſend Frauen hingeben, um einſt ſolche Einkünfte zu haben.

Kleine Kritiken.

Natur, Liebe und Leben. Von P. Scherfgen. Trier, Gall's Verlagsbuchhandlung.

Die Zahl der gemüthlichen Lyriker, die voll innerer Ueberzeugung und treuer Nachempfindung Ueberliefertes und Längſtbekanntes gern noch einmal ſagen und dafür auch eine correcte Form und gute Logik wählen, wird durch den Ver⸗ faſſer noch um eine Ziffer vermehrt.

Das nachfolgende LiedBeim Strome charakteriſirt die ſinnige Richtung des harmloſen Autors:

Am Lauf des Stromes wohnt ſich ſchön Bei freundlich klarer Fluth;

Doch weh, wenn er geſchwellt den Höh'n Entſtürzt in wilder Wuth!

So lacht der innern Feindeskraft,

Wer glücklich ſie bekriegt;

Doch wehe, wenn die Leidenſchaft

Im Ringen unterliegt!

Die Welle wappnet ſich im Zorn Mit wilder Wirbel Troß,

Die friedlich jüngſt aus klarem Born Durch bunte Kieſel floß.

Sie kennt nicht Bett, nicht Ufer mehr Und fluthet hoch feldein,

Vergeblich wird die Widerwehr Geriſſ'ner Dämme ſein.

Sei wach und klug auf ſeiner Hut, Wer nah dem Strome wohnt,

So lang mit Sturz und Wogenfluth Die Welle ſeiner ſchont;

Denn über Nacht erweckt es ihn,

Es dröhnt ſzin Haus vom Drang,

Und Strom Nnd Fluth und Woge ziehn Ihn fort zum Untergang.

Was ſich dieſem Genre in dem Büchlein anſchließt, hat natürlich eher einigen Werth, als die ganz ſubjectiven Liebes⸗ lieder, bei denen Mangel an Tiefe und Leidenſchaft nicht durch praktikabele Bemerkungen und Betrachtungen erſetzt werden können. O. B

Erzählungen aus der Geſchichte des Mittel⸗ alters. Von Ludwig Stacke. Oldenburg, bei Gerhard Stalling.

Dieſe kleinen recht faßlichen und durch den Gegenſtand ſchon feſſelnden Darſtellungen ſind vorzugsweiſe in biogra⸗ V ſcher Form gehalten. Sie beginnen bei dem Auftreten der

Hunnen und verfolgen hervorragende Erſcheinungen durch

das ganze Mittelalter hindurch bis zum Kaiſer Siegismund. Allerdings iſt es, und dies ſpricht für die Tüchtigkeit des Werkes, nicht die erſte Aufkage, welche uns hier vorliegt; ſes läßt ſich aber vermuthen, daß es auch nicht die letzte ſein werde, und deshalb wollen wir es hier als wünſchenswerth bezeichnen, für einen ſolchen Fall die einzelnen Capitel durch Specialia ergänzt und verlängert zu ſehn. O. B.