Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
832
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liche Weiſe in das Jugendleben hineingedacht. Die Dar⸗ ſtellungen ſind naiv und graziös und haben eine weibliche Leichtigkeit und Herzlichkeit zu gleicher Zeit.

Die kleinen kindlichen Geſchichten von Richard Ba⸗ ron gehören der beliebten Trewendtſchen Jugendbibliothek an, die ſich bereits einen allgemeinen Ruf erworben. Auch hier fehlen die bildlichen Erläuterungen nicht.

In der Mythologie der Griechen und Römer hat Julie Hoffmann, wie ſie in der Vorrede ſagt, auf die Er füllung des beſondern Zwecks hingearbeitet, den Gegenſtand ſo zu behandeln, daͤß er beſonders für die weibliche reifere Jugend ſich eignet und doch das Zartgefühl derſelben niemals verletzen ſoll. Sie plaudert deßwegen in Briefen einer Tante an ihre Nichte über jenen Stoff und hat durch ſehr viele Holzſchnitte von Gaber und Brend'amour, von Bräuer nach claſſiſchen Originalen gezeichnet, die Einbildungskraft auf eine decente Art zu unterſtützen geſucht.

Das Buch iſt ſehr elegant und empfiehlt ſich, wie alle dieſe erwähnten Jugendſchriften, durch hervorſtechende Billig⸗ keit.* O. B.

Der lange Iſaak. Hiſtortſcher Roman aus der Zeit des deutſchen Befreiungskrieges von Julius Wickede. Leipzig, bei Coſtenoble.

in Elbing erſchien:

Plattdietſche Gedichte von Robert Dorr. Preis 12 Sgr.

Angehörigen liegt.

veranlaßt, vom 1. October 1861 an, unter dem Titel:

Kritiſche Blätter

eine derartige Zeitſchrift ins Leben treten zu laſſen.

wiſſenſchaft auch

Novellen⸗Zeilung.

In drei Bänden erzählt der als Novelliſt beliebte Ver⸗ faſſer hier die Schickſale eines vaterländiſch geſinnten braven Handelsjuden, der zur Befreiung Deutſchlands nach Kräften und mit ungeheurer Energie ſein Möglichſtes beiträgt. Noch viele andere gleichgeſinnte Charaktere, zum Theil aber auch Vaterlandsverächter, wie es leider ſo viele gab, greifen in das weit auseinandergedehnte Gewebe der Handlung ein.

Die löbliche patriotiſche Tendenz, uns die Licht⸗ und Schattenſeiten vom Benehmen unſerer Vorfahren und die warme Begeiſterung in vielen Kreiſen, beſonders in der preußiſchen Landwehr und dem Lützow'ſchen Corps darzuſtel⸗ len, bot dem Autor Veranlaſſung, dem hiſtoriſchen Hinter⸗ grund ſeines Gemäldes eine oft recht detaillirte Ausführung zu geben.

So wird auch das vandaliſche Regiment von Van⸗ damme und einigen andern franzöſiſchen Officieren gebrand markt, und es tragen neben dem Unterhaltungszweck ſolche Er zählungen dazu bei, dem Volke immer lebhafter klar werden zu laſſen, daß es keine größere Schmach und kein folgenſchwe⸗

Im Verlage der Neumann⸗Hartmann ſchen Buchhandlung

Twöſchen Mieſſel on Noacht.

Eltern, deren Söhne ſich dem Kaufmannsſtande (gleichviel welcher Brauche) demnächſt widmen wollen oder ſich in demſelben bereits praktiſch bewegen, erhalten von Baumgarten u. Comp. in Deſſau auf fran⸗ Di 3 L 1 ü

b. 1M 116. AN. Sdn. 3 ie Verlagshandlung von W. Levyſohn in grünberg. kirte Anfragen portofrei und gratis Mittheilung über sh 3 eine Sache, deren Beachtung ſehr im Intereſſe ihrer

Der Mangel eines kritiſchen Organs, das beſtimmt iſt, der großen Maſſe des gebildeten Publicums über die hervorragenden neuern Erſcheinungen aus allen Gebieten der Literatur unparteiiſch, zu billigem Preiſe und kurz Bericht zu erſtatten, ein Bedürfniß,

1 de dis ſetzi er dien aneichen Jourale, o⸗ welchem die bis jetzt erſcheinenden großen kritiſchen Journale, ſo⸗ M. g d b 9 T n.

Sie iſt beſtimmt, während die großen kritiſchen Journale faſt nur in Leſegeſellſchaften circuliren, vermöge ihres billigen Preiſes in die Hand des größeren Publicums als Eigenthum überzugeben. Ihren Weg dahin wird ſie ſich bahnen eben durch ihre Billigkeit, ſo wie durch ihre kernigen, freiſinnigen, jeder Literatur⸗Coterie fernſtehenden Beurtheilungen, für welche ſie ſich der Unterſtützng namhafter, in ihrem Sinne thätiger, literariſcher Kräfte verſichert hat.

Dem Theologen, dem Lehrer, dem Arzte, dem Beamten, dem Landwirtb, dem Geſchäftsmann, kurz jedem Gebildeten, deſſen Etat die Anſchaffung eines größeren Journals, das außer ſeiner Fach⸗ die auderen Diseiplinen umfaßt, nicht geſtattet, der ſich aber doch gern mit geringſtem Aufwand an Zeit und Geld

reres Unglück giebt, als den Feind im Herzen des La ndes zu haben, ein Schickſal das durch Einheit und Energie Aller je⸗ derzeit vermieden werden kann und, ſo Gott will, künftig ver⸗ mieden werden wird. O. B.

in allen Gebieten der Literatur auf dem Laufenden erhalten möchte, ermöglichen dies dieKritiſchen Blätter. Sie werden ihm

ein Leitfaden ſein, der ihn füyrt durch die Ueberfluthung des litera⸗

riſchen Marktes, ein treuer Rathgeber bei Auswahl des für ſeine Bibliothek Anzuſchaffenden, ein Warner vor den ſchlechten Erzeug⸗ niſſen der Speculation, die ihren Unwerth unter vollklingenden Namen oder beſtechenden Titeln zu verbergen ſucht. DieKritiſchen Blätter erſcheinen alle 14 Tage ½ bis 1 Bogen ſtark und foſten. vierteljährlich nur 5 Sgr.

Alle Buchhandlungen und Poſt⸗Anſtalten des In⸗ und Auslands

nehmen zu dieſem Preiſe Beſtellungen an.

Die Redackion derRritiſchen Blätter.

Grünberg in Schl.

1 Wer V Damen zu Weihnachten

wohl wegen ihres Umfanges und demzufolge hoben Preiſes, als auch der Rückſichten wegen, die ſie nach mancherlei Richtungen bin zu nehmen genöthigt ſind, nicht allſeitig genügen können, hat uns

Eine Sage aus dem Rheinthale von A. Godin. eleg. cart. mit Goldſchn. 22 ½ Ngr., in Prachtbd. 1 Thlr.

empfehlen. danken und Bilder, bietet uns dies

Herz der Jetztzeit noch und Innigkeit, wirken, weht uns aus dem Büchlein entgegen.

nicht ermüden ließen.

genſtand und bildet jetzt vielfach in

in Wahrheit eine ſchöne Feſtgabe.

Redigirt unter Verantwortlichkeit von Quo Sriedrich Dürr in Leipzig. Verlag

durch ein Büchlein, das Genuß und Nutzen bereitet, eine Freude machen will, dem können wir nicht genug den ſoeben bei R. Herroſé in Wittenberg erſchienenen

Ein duftiges Sträußlein anmuthiger Ge⸗ Büchlein eine lieb⸗ liche Gabe für Frauen und Jungfrauen, die ihr unter den rauſchenden und berauſchenden Genüſſen Reinheit die nur veredelnd auf das Gemäth Es hat den Triumph ſittiger Jungfräulichkeit zum Ge⸗ den Cirkeln lite⸗

rariſch gebildeter Damen das Hauptgeſpräch. Es iſt

der Dürr'ſchen Buchhandlung in Leipzig. Druck von A. Edelmann in Leipzig.