Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
799
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ar Weite ſtratl; Als ganz beſonders vorzüglich muß uns in dieſem Ge⸗ eläute ichte Zweierlei auffallen: die natürliche gebundene Art des ll tählenden Styls und die Rundung und wohlklingende Har⸗ onie der Sprache. Beide Eigenſchaften treten ſo erfreu⸗ iegen. ic und geſund hervor, als in vielen von Uhland ſelbſt her⸗ usgegebenen Gedichten, und auch dieſes würde im Kranz egen, eerſelben nicht als eine unwillkommene Blüthe erſchienen c. fin, denn bei vielen Liedern Uhland's iſt es ja mehr das innige liebenswürdige Empfinden und der keuſche zarte Vor⸗ eſchmeide, rag, als die Macht einer neuen Idee geweſen, was ihnen Cher, reunde, beſonders unter den Frauen, erworben hat. Eine Kleide, ſhöne Stimmung in der Geſammtfarbe und daneben gute. w. lrave, wenn gleich nur ſelten außerordentliche Gedanken nachen oft den Gehalt ſeiner ſprachlich rein und edel ge⸗ rAllen, frmten Lyrik aus. 9. ſtern Luſt,

Walen in Bruft.

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Vierle 1 Und als der Kinder Stimmen tönen Aus düſtrer Halle ſüßiglich, Da wandelt in ein weiches Sehnen Der Jammer ihres Herzens ſich;

Und als zum hehren Orgelſpiele Erſchallet nun der volle Chor, Da hebt in ſeligem Gefühle Die bange Seele ſich empor.

Und ſchon verwehn die Erdenlaute, Sie höret himmliſches Getön',

Und Großes ſchaut die Hochbetraute In leuchtenden entwölkten Höh'n:

Die Engel in des Himmels Glanze, Die Märtyrer der Feſſeln los;

Und lächelnd den im Sternenglanze, Um den der Sehnſucht Thräne floß.

Sie hat vollbracht, ſie iſt berufen, Und ihr entzücktes Auge bricht;

Sie ſtirbt an des Altares Stufen, Verklärung ſtrahlt ihr Angeſicht;

Und Alle ſtaunen, die ſie ſehen,

Es hallet dumpf der Glocken Klang, Es faßt ein Schauder aus den Höhen Die Betenden das Haus entlang.

Misrellen.

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inig gehabt.

Als zur Zeit Stanislaus Lesczinsky's ein neuer franzö⸗ ſſcher Geſandter nach Warſchau geſendet wurde, fuhr dieſer u einem Hoffeſte, ehe er noch eine officielle Audienz bei dem In dem Saale bemerkte er einen prächtig gekleideten Herrn, welchen die polniſchen Höflinge ehrfurchts⸗ dolll umgaben und der dieſe Huldigungen gelaſſen hinnahm. Er hielt ihn für den ihm unbekannten König, näherte ſich ihm und redete ihnMajeſtät an. Der Angeredete nahm

dies mit demſelben Stolze hin, und der Geſandte Frankreichs

vlrde noch länger in demſelben ergebenen Tone fortgefahren ſeiin, wenn ihn nicht Jemand darauf aufmerkſam gemacht ſätte, daß er die dem Könige gebührenden Ehrenbezeigungen in den ruſſiſchen Geſandten verſchwende. Der Getäuſchte o ſich empört zurück und ſann auf Rache. Bald darauf

virde er Stanislaus ſelbſt vorgeſtellt und von dieſem nebſt

Folge. 799 dem ruſſiſchen Geſandten zu einer Spielpartie eingeladen. Hier ſpielte er den Buben aus mit den Worten:Ich fordere mit dem König! Von Stanislaus auf ſeinen Irrthum auf⸗ merkſam gemacht, rief er:Verzeihung, Sire, es iſt heute ſchon das zweite Mal, daß ich einen Buben für den König

V nehme. Mademeiſelle C. hatte die Unvorſichtigkeit, einem Reiſe⸗ gefährten auf der Diligence das Geheimniß anzuvertrauen, daß ſie einen zu Brüſſel erkauften Spitzenſhawl unter dem Corſet verborgen habe, um ihn mit Sicherheit über die fran⸗ zöſiſche Grenze ſchmuggeln zu können. Während nun die

Diligence bei der Douane von den Officianten durchſucht

wurde, ſtieg ein etwas corpulenter Herr aus dem Wagen V und verfügte ſich auf das Douanen⸗Bureau. Bald darauf kehrte er mit einem Beamten zurück, welcher Letztere höflichſt Deymociſelle C. bat, ſich einer Viſitation im Bureau zu unter⸗ werfen, zu welchem Ende ſeine Frau ſie dort erwarte; der Spitzenſchleier ward gefunden, confiscirt, und die junge Dame mußte noch obendrein Strafgeld bezahlen. Als man eine ziemliche Strecke weit gefahren war, und die un⸗ glückliche Beſtrafte fortwährend über den muthmaßlichen Ver⸗ räther ſich in den bitterſten Vorwürfen ausließ, unterbrach ſie endlich ihr dickbeleibter Reiſegefährte mit den Worten: Lohnt ſich's doch der Mühe nicht, Mademoiſelle, um ſo einen unbedeutenden Shawl ſo viel Aufhebens zu machen; ich, der ich Sie angegeben habe, bin mit mehr als 80,000 Franken Spitzen auswattirt; zum Scheine des Gerechten habe ich zu meiner eigenen Sicherheit Ihr Geheimniß gemißbraucht. Nichts iſt billiger, als daß ich meiner Retterin Schadenerſatz leiſte. Auf der nächſten Station, wo ich meine ſchlanke Geſtalt wieder annehmen werde, will ich das Vergnügen haben, Ihnen einen Shawl zu überreichen, der den Ihrigen weit übertref⸗ fen ſoll.

Jakob II. machte als Herzog von York Milton aus blo⸗ ßer Neugierde einen Beſuch. Im Laufe des ziemlich ein⸗ ſylbigen Geſprächs fragte der Herzog den blinden Dichter: ob er den Verluſt ſeiner Augen nicht für ein göttliches Strafgericht halte, welches deshalb über ihn ergangen ſei, weil er vormals gegen Karl I., ſeinen Vater, geſchrieben habe?Wenn Ihro Hoheit, erwiderte der brave Barde, die Unglücksfälle, die uns in der Welt betreffen, als Merk⸗ male des göttlichen Zorns auszulegen belieben, was ſoll man dann von dem traurigen Schickſale Ihres Vaters den⸗ ken? Nach Ihrer Vorausſetzung, mein Prinz, muß das Miß⸗ ffallen Gottes an ihm weit größer geweſen ſein, als es bis

jetzt an mir iſt; denn ich habe nur meine Augen, er aber hat ſeinen Kopf verloren.

Von dem berühmten Herzoge von Marlborough ſagte man zu ſeiner Zeit: Die einzige Kunſt eines Heerführers, wovon Marlborough nichts verſteht, iſt die Retirade.

Kleine Kritiken.

Dramatiſche Werke von Kar(Gutzkow. Leip⸗ zig, Brockhaus. 1863.

Das weitere Vorſchreiten dieſer Edition zeigte immer deutlicher, auch der Quantität nach, wie ungemein thätig der fruchtbare Geiſt Gutzkow's für die Bühne geweſen iſt.