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„ſ Ode dieſe Od
Vierte
Und unlöſchbar die Flamme zehrt.
Ich brenne, wenn die weißen Achſeln Dir weinerhitzter Zorn beſchimpft,
Ein Denkmal auf die Lippen impft
Der Zahn des liebestollen Knaben. Nicht, ſchenkſt du irgend mir Vertraun, Darfſt du auf ſeine Treue baun,
Der, ein Barbar, die ſüßen Küſſe, Von Aphroditen ſelbſt getränkt In ihres Nektars Blume, kränkt.
O drei⸗ und mehr als dreimal glücklich, Die feſt des Herzens Band umflicht Und vor dem letzten Tage nicht
Im Grimn zerriſſ'ne Liebe ſcheidet.
Für einen Deutſchen ſcheint mir dieſe Sprache denn doch ſehr ſchwer und in ihrer Wortſtellung und Verbindung äußerſt kühn zu ſein.
Viel geläufiger wird ſie in einer Travpeſtie auf dieſe Ode, zu der ſich der Verfaſſer, wie er bekennt, getrieben fühlte:
Wenn du, o Mädchen, mir den Weber, Den Krauskopf lobſt, die Glotzebrut, So ſchwillt vor Aerger mir die Leber, Die Galle ſteigt mir in das Blut.
Die Sinne drehn ſich mir im Kopfe, Die Farbe ſchießt, und heimlich fährt Herab die Backen mir ein Tropfe,
Der zeigt, wie heiß es an mir zehrt.
Ich raſe, wenn man dir, o Engel,
Im wüſten Zank das Haar zerpflückt, Und wenn den Zahn der wilde Bengel Dir ſichtbar auf den Mund gedrückt.
Vertraue mir und glaube nimmer, Daß er beſtändig zu dir hält,
Mit ſeinen plumpen Zähnen immer Ach, auf dein ſüßes Mündchen fällt,
Den ſüßen Mund, den Venus netzte Mit ihres Nektars Fünftelſaft.
O drei⸗ und viermal ſelig ſchätzte Ich immer, die mit gleicher Kraft
Umfängt gediegne Herzensbande,
Woran, durch Grimm und Zank getrennt, Die Liebe nimmer wird zu Schande,
Bis ab des Lebens Döchtlein brennt.
Es iſt gewiß für den ſeligen Horaz ein trüber Verluſt, daß es ihm nicht vergönnt war, dieſen feinen Vitz und unvergleichlichen Humor kennen und ſchätzen zu lernen, zu dem eins ſeiner Gedichte Veranlaſſung gegeben. Er würde die Poeſie von dieſes„Nektars Fünftelſaft“ mit Wonne eingeſchlürft und es lohnend gefunden haben, um die Götter zu bitten, daß ſie ihm ſeines„Lebens Döchtlein“ achtzehnhundert Jahre län⸗
ſinnig umgegangen iſt.
Jolge. 667
ger, als es leider nur üblich iſt, brennen laſſen möchten.
Die Art, wie Herr Hermann dieſe Traveſtie zu Wege gebracht hat, würde es ihm leicht machen, auf alle Gedichte des alten Römers ein ſolches Opus zu verfertigen.
In dem ſehr geſchmackvoll gedruckten Bändchen: „Gedichte von Eduard Neumann“ tritt Ihnen eine vorwaltend ſubjective Lyrik entgegen; aber wenn ſie auch nicht farbenreich durch Vielſeitigkeit des Stoffes und der Anſchauungen iſt, ſo wirkt ſie doch wohl⸗ thuend durch jugendliche Friſche des Empfindens und durch jene Reinheit und Zartheit der Lebensauffaſſung, die in Liebe, Freundſchaft und beſchaulicher Philo⸗ ſophie ihre Ideale findet und nur ſittlich gediegenen edelen Naturen verliehen wird. Obgleich das poetiſche Gebilde zuweilen in einem blauen Duft etwas phan⸗ taſtiſch und unplaſtiſch vorſchwebt und ſich ein ſenti⸗ mentaler Gefühlszug häufiger geltend macht, als es der geſunden Schönheit und Gedankenklarheit heil⸗ bringend iſt: ſo erblickt man dagegen hinter dieſem Gemälde immer den warmgeſtimmten, die Menſchheit und die Natur liebenden Menſchen, und dies iſt für Herz und Charakter ein willkommener Anblick. Eine ſolche Redlichkeit des Gemüths hat ſich in der moder⸗ nen Lyrik ſelten gemacht; ſie wirkt daher um ſo an⸗ genehmer, wo ſie erſcheint und, wie hier, mit Anſpruchs⸗ loſigkeit verbunden iſt.
Die Sprache hat etwas Sauberes, einen gewiſſen muſikaliſchen Wohlklang, und der Verfaſſer beweiſt in allen Liedern, daß er mit der Form keineswegs leicht⸗ Viele der Liebesgedichte ha⸗ ben eine ſehnſüchtige Innigkeit und einen gar gefäl⸗ ligen Ton:
Du mit dem Blick, dem klaren, Voll heitrer Seelenruh'; Du mit den weichen Haaren,
Weichem Gemüthe du;
u mit der Stirn, der reinen,
in lichtes Lilienblatt,
Das noch kein Sturm mit ſeinen Zeichen beſchrieben hat;
Du mit dem knoſpengleichen, Von Huld umſpielten Mund;
Du mit der Stimme weichen Liedern aus Seelengrund—
O, wenn dein Herz es leidet, Daß ſich mein trüber Blick
An deinen Blicken weidet, Ziehe ſie nicht zurück!
Vergönne mir dies fromme
Kurze Verſunkenſein;


