Jahrgang 
31-52 (1863)
Seite
601
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Vierte Folge.

beſtrickt bis

nicht, die 2 Warſ

jaheim in ſeiner dumpfen Krankenſtube ſaß und die ſhönen Bilder der Vergangenheit noch einmal herauf⸗ kenden Bil, keſchwor, um mit ihrem Anblick ſein aller Hoffnungen enn es an beraubtes Herz zu foltern, vergeſſen.

tinnern an Nur, als ſie am nächſten Morgen in dem hoch⸗ nich bateſ bepackten Reiſewagen, an der Seite ihres von Glück 1 und Ruhm ſtrahlenden Bräutigams, durch das Stadt⸗ thor ihrer neuen Heimath entgegen fuhr, und ihr Blick

gebehn, die nuf Guido fiel, der bleich wie eine Leiche, auf ſeine

idend: Sie

Ner. 3

4 d Ju matten, umflorten Augen wehmüthig anſchaute, zuckte

ih 4 jest s in ihrem Herzen noch einmal ſchmerzlich auf, raſch in mei⸗

zeugte ſie ſich zurück, und ehe die Staubwolke, die dem Wagen folgte, dem Blicke des jungen Mannes mtſchwunden war, hatte die Gräfin über das Bild des früheren Geliebten in ihrem Herzen ſchon für immer den Schleier der Vergeſſenheit geworfen. (Schluß folgt.)

höten will. annt, die in ehuͤtet haben, d vernünftig, ct gleich als als ein Che⸗ n die Sacht Ulen mir nun ne. Un Sie ke ich Ihnen rtowski bin Liaiſon jigt d mor and ab. ühiger gebli⸗ So wid fühlen, ent griff,ſoni nachen, demn Leben St en Blick wai danu wankt

Der Marquis of Lansdomne.

(Schluß.)

Es gelang allerdings dem Lord Grenville noch die Abſchaffung des Sclavenhandels durchzuſetzen, ſoch das Verdienſt dieſer Maßregel gehörte eigentlich dem verſtorbenen Fox, welcher der Urheber derſelben nar. Kurz nachher veruneinigte ſich Lord Grenville nit dem König, der das Miniſterium entließ. Bei ſieſer Gelegenheit ſagte Sheridan, der den Poſten ines Schatzmeiſters der Marine bekleidet hatte, er abe oft von einem Manne gehört, welcher ſeinen Kopf an einer Wand eingerannt habe, doch noch nie, ſaß ein Mann eine Mauer abſichtlich zu dem Zweck baut habe, um ſeinen Kopf daran einzuſtoßen, wie agen, as ha in Grenville es gethan habe. in Geda ABerwaltung dieſes Miniſterpoſtens bildete dem jungel ſie fänzendſte Periode in dem Leben Lord Henry's, Krücen fol ſenn ſpater galt er nicht mehr als das Wunder, auf was wie Reue nelches das ganze Land ſeine Augen gerichtet hielt. und aus ſeince Seinem Vater wurde die Freude, ſeinen Sohn do geiprochen 88 Miniſter zu ſehen, nicht zu Theil, denn derſelbe ihr worüberge farb im Jahre 1805, kurz nach der Rede, die Lord mehr zu der penry in der Debatte über Lord Melville gehalten hotte ſe do ſgtte. Dieſer Todesfall würde ganz unbemerkt ge⸗ t ihran Biit ſleben ſein, wäre nicht das Gerücht verbreitet gewe⸗

Setletail ſa, der Marquis of Lansdowne ſei der einzige Mann 1 n ſania England, der den Verfaſſer der Briefe des Junius, ein, und n zu ihrer Zeit ſo großes Aufſehn erregt hatten, 3 Bruutzeſhul, ne. Man hoffte unter ſeinen nachgelaſſenen Pa⸗ Brraing nfften die Löſung dieſes Räthſels zu finden, doch

Krücken gelehnt, am Thore ſtand und ſie mit ſeinen

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das war nicht der Fall. In ſeinem Titel als Mar⸗ quis of Lausdowne folgte ihm ſein älteſter Sohn, der Earl of Wycombe, deſſen erſter Act als ſolcher war, die von ſeinem Vater geſammelten artiſtiſchen und literariſchen Schätze verſteigern zu laſſen. Er ſelbſt erſtand davon nur die Galerie antiker Bildhauer⸗ arbeiten von Marmor für 6000 Pfd.; außerdem blie⸗ ben nur noch die koſtbaren Lansdowner Manuſcripte zuſammen, die, wie bereits erwähnt, in den Beſitz des britiſchen Muſeums übergingen. Dagegen gerieth die ausgezeichnete Bibliothek und eben ſo 200 Ge⸗ mälde von ſeltnem Intereſſe und Werthe in viele Hände. Als Lord Henry Petty in Folge deſſen, daß ſein Bruder im Jahre 1809 kinderlos ſtarb, der dritte Marquis of Lansdowne wurde, war es ſein erſtes Ge⸗ ſchäft, ſeiner verwitweten Schwägerin die von ſeinem Vater herſtammende Galerie antiker Bildhauerarbeiten abzukaufen, welche die Grundlage der Kunſtwerke bil⸗ dete, mit denen er allmählich Lansdowne⸗Houſe aus⸗ ſchmückte. Mit der Uebernahme ſeines neuen Titels wurde der Marquis of Lansdowne Mitglied des Oberhauſes, wo er als Whig zur Oppoſition gehörte, während die Whigs im Unterhauſe, denen es an einem tüchtigen Führer fehlte, für eine lange Zeit eine ziemlich unbedeutende Rolle ſpielten. Dieſe nahm erſt ein Ende, als unter Lord Canning die zweite Coalition der Tories und Whigs ſtattfand, welche in der parlamentariſchen Geſchichte Englands eine neue Epoche bezeichnet.

In der Mitte Februar im Jahre 1827 wurde nämlich der Premierminiſter Lord Liverpool von einem Schlaganfall heimgeſucht. In Folge deſſen beauf⸗ tragte der König den Lord Canning, den ausgezeich⸗ netſten Staatsmann, der ſich im Cabinet befand, mit der Bildung eines neuen Miniſteriums. Von ſeinen Freunden unter den Tories verlaſſen, warf Lord Canning ſich in die Arme der Whigs, an deren Spitze der Marquis of Lansdowne ſtand. Lord Brougham nahm das Verdienſt in Anſpruch, dieſes Bündniß be⸗ wirkt zu haben, welches das ſtärkſte Cabinet nach demMiniſterium aller Talente war. Unglücklicher Weiſe war auch dieſes Coalitionsminiſterium nur von kurzer Dauer. So wie Foyx ſich bei der Beerdigung des Admiral Nelſon eine Erkältung zugezogen hatte, an deren Folgen er ſtarb, eben ſo war der Tod des Lord Canning die Folge einer Erkältung bei der Beerdigung des Herzogs von York, und ſo wie Fox' Tod die Veranlaſſung zur Auflöſung des erſten Coa⸗ litionsminiſteriums wurde, ſo löſte ſich das zweite durch Canning's Tod auf, und im Jahre 1828 ſah man die Tories wieder in dem Beſitz der Regierungs⸗ gewalt; doch um ſich in derſelben zu erhalten, muß⸗