Im Lenz.
In die Thäler laß mich gehen, Wo die Quelle rieſelnd ſpricht, Auf der Berge grünen Höhen Mich ergeh'n im Sonnenlicht!
Wo des Waldes Wipfel ſchwanken Streben Vögel himmelauf
Und ſie nehmen die Gedanken Meiner Seele mit hinauf
/
„
Nehmen mit, was mich betrübte,
Und das ganze, bange Herz;
Und vergoldet, wie im Liede,
Glänzt in Wolken Leid und Schmerz;
Glänzt in Wolken, ziehet leiſe Und entflieht dem heitern Blick; In des Liedes kleiner Weiſe Bleibt ein Schatten nur zurück.
Wehe ſtärker von den Höhen, Frühlingshauch, durch Thal und Kluft! Schon iſt Eis nicht mehr zu ſehen, Schnee zerging in Blumenduft. Schon iſt Seelenqual verſchwunden, Die mich leitete zur Gruft.
Sorge, die mich hielt umwunden, Glänzet fern in blauer Luft.
Auen und Berge
Im Sonnenſchein
Sagen: die ſchöne
Welt, die iſt dein.*
Goldige Wolken
Und Roſen, die blüh'n, Sagen: für Schönes Sollſt du erglüh'n.
Verwandelt Wald und Strom und Feld— Ein blühend Wunder iſt die Welt.
Novellen⸗Zeitung.
Nlbum.
alſter.
in trillerndes Lied, o ſtei Athme dies Ve
So manch Poetlein blutig ringet Nach Liedesruhm in dieſer Zeit, Und während er den Lenz beſinget, Verſauert ihm die Frühlingszeit.
Auch ich zog einſt die Stirn in Falten Im ſchönen Wonnemonat Mai,
Um Liederſtoffe zu geſtalten;
Doch dieſe Thorheit iſt vorbei.
Nun bin in dieſen ſchönen Tagen Ich nur der Freude mir bewußt;
Und kann's mein Mund nicht willig ſagen,
Pulſt doch in wir die ew'ge Luſt.
Die ew'ge Luſt, die ew'ge Wonne
Durchglühet wohl bei Einer mich;
Ich flehe: meines Geiſtes Sonne, Du holdes Mädchen, liebe mich!
Von des Himmels Angeſichte Iſt die Wolke nun gebannt, Und es lacht im jungen Lichte Wiederum das weite Land.
Von des Regens feuchter Kühle Dampfen Wieſe, Wald und Flur; Und ich fühl's: durch meinen Buſen Weht der Athem der Natur.
Wolke hat ihr Leid ergoſſen, Doch bald ſchwand davon die Spur; Was die Wälder nicht genoſſen, Trugen Wellen durch die Flur.
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Warum iſt mir ſo wunderſam Hochfeierlich heut' im Gemüth?— Weil eine hohe Wonne kam:
Die erſte Roſe blüht.
Ein bunter Kranz. Gedichte von Albert Galſter. 1863.
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gende Lerche da droben, rschen die Luſt, welche der Frühling gebiert! dure
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