ͤ 55— 1 N— 770 Uovellen-Zeitung.[VIII. Jahrg. A 0 4 0 AN 2 4 0 — 4 Julius Altmann. Die beſte Gabe. Waren's Flammen? nein, es waren Küſſe Von den Lippen meiner lieben Darja; Saß den langen Tag am Graben Doch durchflammet haben mich die Küſſe Ich, der arme Bettelmann, Gleichwie Flammen, daß noch jetzt ich lodre. Ging wohl Mancher mir vorüber, Gab mir nichts, ſah kaum mich an.——— Gaben mir viel Wanderleute Ein Kopeklein, auch wohl zwei, Die Verwandelte. Warfen's in den offnen Hut mir, Gn 5 Geſtern noch wie ſo ſcheu Grüßt' mich Mancher auch dabei. War ſie und zagend in li i inmal iſt Kam ein liebes Kind gegangen, Wie nun auf einma Lr Ein Jungfräulein weiß und ſchmuck, Liebchen verwandelt! 35 Hatte Thränlein auf den Wangen.. kein. 1 ſtü 4 Kaum ward ein Küßchen mir, 6 Aber kein Kopekenſtück. Wie 9 duen lage 1 3 . Nun ſie vermählt mir iſt, Teeeie Nanſcnndmihle: Gibt ſie mir hundert’’ da Habe ſelbſt nicht ein Kopeklein mel 1 3 Sſ,a. Kaum drückt die Hand ſie mir Und an Allem mir gebricht's. Setern zall bebfud. V un Sagt' ich Dank dem wackern Kinde, Heut aber herzt ſie mich der Dacht' ich ſtill in meinem Sinn: Ungeſtüm ſtrebend! uf Deine Thränen, liebes Mägdlein I . 1 Scheu erſt umfing ich ſie Dlne Nehm'’ als beſte Gab' ich hin. Schmachtend klach Lhlr. b n Selbſt nun umfaßt ſie mich 1n Glühend vor Sehnſucht! 8 broc .. Geſtern noch wie ſo ſcheu des Die Begleitſchaft. War ſie und zagend, uen i auf einmal i In dem dunkeln Forſte ging das Mägdlein, Ie an anfeſndeal ſt Durch die düſtre Nacht hin din di Jungfrau, la d Aber ohne Furcht hin ging die Schöne,§ it, welch ſüßes Feſt, d, und nicht Angſt füllt ihre junge Seele. Sech hewelch äh Fe u Und wer's nicht glauben will, Warum bebte nicht die Bruſt der Holden? unewe nich 11 lben di mög Warum zagte nicht das Herz der Süßen? beſit War ja einſam nicht das weiße Mägdlein, Ging allein ja nicht die ſchöne Jungfrau. 1 an Hatte zur Begleiterin im Wald ſie Lieb' iſt der Roſe Hauch. Ku Liebe, die die junge Bruſt ihr füllte!.— Hatte zur Gefährtin durch die Nacht ſie Har Anedwolli ichrodfem⸗ da „die das junge Herz ihr ſchwellte! as auf der Erde mein, Hoffnung, die jange Herz ihr ſchwelte Könnt'ſt du durch meine Spende,„ ede 2 Geliebter, glücklich ſein! den Das Leben wiud theben, un iche. Die Liebe geb' ich nicht; ber Vergleiche V Wie aber könnteſt heiſchen mni Töaren s Strahlen? nein, es war nur Abglanz Du ſo lches auch als Pflicht? vor on der Schönheit meiner lieben Darja; 1 M Dch geblendet hat mich faſt die Schönheit, Has dabhaf hichis andies„. 6 eichwie Strahlen aus d der Sonne. 1 chwie Strahlen aus dem Aug' der Sonne Doch Lieb iſt mehr als Roſe, 1 tr Waren's Blitze? nein, es waren Blicke Lieb' iſt der Roſe Hauch. ch Aus den Augen meiner lieben Darja; du Doch entzündet haben faſt die Blicke ſie Gleichwie Blitze mir das Herz im Buſen. he Die Balalaika, Sammlung rufſiſcher Volkslieder In deutſcher Ueberſetzung von Julins Altmann. Berlin, Verlag von F. Schneider 1862. ga
Jahrgang
27-52 (1862)
Seite
770
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