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Nr. 44.]
Der Spanier ſagt:„Weiber ſind das Paradies der Augen, das Fegefeuer des Beutels und die Hölle der Seele“, und kaum kann er in dieſer Grobheit durch ein an⸗ deres Volk übertroffen werden.
„Eine Uhr erhalten im Gang,
Junger Dame dienen zu Dank,
Repariren ein altes Haus:
Dieſe Mühe geht niemals aus. in dieſen Worten ſpricht der Franzoſe mit mehr Witz den Groll aus, den er bei ſeinem vielen Courmachen eingeſo⸗ gen hat.
Auch der Bewohner von Hindoſtan hat die wehmüthige Bemerkung gemacht, daß ſein Leben nicht immer zäh genug iſt, um die Launen mancher Frauen, beſonders der ſchönen, überdauern zu können, denn er ſagt:„Der Diener eines Mannes kann ein Jahr leben, der Sclave einer Frau ſtirbt binnen ſechs Monaten.“ Das Dienen, ſieht man daraus, muß freilich in Hindoſtan im Allgemeinen ſchwer ſein, wenn auch der Diener eines Mannes ſchon nach ſo kurzer Zeit durch ſein ſchweres Amt an das Ende ſeiner Tage gebracht iſt. Der Hindoſtaner bemerkt aber auch nach einer andern Richtung hin:„Die intereſſanteſten Frauen ſchlagen gern die Augen nieder, damit man ſie anſehen ſoll.“⸗
Die große Liebe zum Sprechen mit Inbegriff aller Zungenkünſte wird dem ſchönen Geſchlecht beſonders zur Laſt gelegt, und unter vielen Sprüchwörtern geht ein deutſches ſogar ſo weit, zu behaupten:„Durch wenig Re⸗ den altert die Frau.“
Wenn man nach dem Verhalten ſchriftſtellernder Frauen in der Literatur urtheilen wollte, möchte man aller⸗ dings glauben, daß die Furcht vor dieſem Altern vielleicht ihre Federn ſo fleißig bewegt.
Wo den Frauen Verſchwiegenheit nachgerühmt wird, da geſchieht es auf eine ſehr ſpitzige Weiſe, denn der Mai⸗ länder ſagt:
„Nur ein Geheimniß bewahrt die Frau: Sie trägt weder Jahre noch Fehler zur Schau.“
Mit vieler Bitterkeit zeiht der Franzoſe die Frauen der Verſtellungskunſt, indem er ſagte:„Eine Frau lacht, wenn ſie kann, und weint, wenn ſie will.“
Der Spanier ſcheint ſogar einige Male von ſchönen Angebeteten hintergangen zu ſein, denn er ruft getäuſcht aus:„Wer den Aal beim Schwanze hält und die Frau beim Worte nimmt, kann wohl ſagen, daß er nichts hat.“ Und die Deutſchen ſpotten:„Zwiſchen eines Weibes Ja und Nein läßt ſich keine Nadelſpitze ſtecken.“ Andere deutſche Grobheiten ſind ſo wenig ſalonfähig, daß wir ſie in unſerm Blatte gar nicht wiederholen können. Viel mehr wird ſich dagegen das ſchöne Geſchlecht über die Höflichkeit der Iſraeliten freuen:„Man möge ſich beſtre⸗ ben, ſeine Frau zu ehren, denn der Segen waltet im Hauſe nur durch die Frau.“ Dies iſt gewiß eine edle Wahrheit, die ſich in den beſten Nationen bewährt, und die Hebräer laſſen ihr noch eine andere tiefere aus der Welt⸗ cultur folgen:„Die Zeitalter werden nur befreit durch das Verdienſt frommer(überhaupt würdiger, echt weib⸗ licher) Frauen.“ Es iſt eine Parallele zu dem Satz: daß der Segen des Staates nur aus dem Segen der Familie entſpringt.
Dritte Folge.
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Der Schönheit iſt das Volk im Ganzen nicht hold und mißtrauet ihr ſehr.„Es geht mehr Liebes zur Kirche als Schönes,“ meint der Deutſche, und der Venetianer:„Es iſt höchſt ſelten, daß ein ſchönes Mädchen an Körper und Gemüth ganz heil ſei.“ Dagegen ſagt wieder ein deut⸗ ſches Sprüchwort:„Schöne Weiber machen ſchöne Sitten.“ In ähnlicher Weiſe könnte man überhaupt faſt immer zwei
Ausſprüche finden, die denſelben Gegenſtand betreffen und,
ganz entgegengeſetzt ſind.
Ungemein poetiſch und beſonders auf Frauenneigung zu verwenden iſt die Aeußerung der Ruſſen über die Liebe: „Die Liebe iſt eine Cicade, die leicht aus dem Herzen auf die Zunge hüpft.“
In Hindoſtan ſagt man aber mit großartigem Schwunge ſehr ſchön von der Liebe:„Wenn zwei Herzen ſich vereinigten, würden ſie einen Berg darniederſtürzen und eine Maſſe Volkes in Verwirrung bringen.“ Und noch erhabener ſagen wieder die Ruſſen:„Wo die Liebe, da iſt Gott.“ In ſcheinbarem Gegenſatze dazu iſt es für die, welche die geheimen Geſetze der Meuſchenſeele nicht kennen, auffallend, daß alle Nationen in der Beobachtung übereinſtimmen:„Die ſtärkſte Liebe will auch Zank und Streit haben.“ Doch es hat nicht viel zu ſagen, denn: „Wahre Liebe verzeiht, vergißt und trägt nicht nach.“ Nur:
„Wo echte Liebe fehlt, Werden des Mannes Fehler gezählt.“
Die edelſte Liebe aber erhebt ihren Gegenſtand, denn: „Was uns lieb iſt, iſt uns ſchön.“ In der That ſoll die Liebe blind machen, und es muß ſo ſein, da kein irdiſches Glück ohne angenehme Täuſchung beſtehen kann. Was hat noch unter den Vergrößerungsgläſern der Kritik Beſtand? Hüte ſich daher jeder Liebende, ob männlich oder weiblich, den Traum ſeiner ſchönen Täuſchung durch den raffinirten Verſtand aufzuwecken und zu zerſtören, indem er durch die Lüge der Kritik Herz und Geiſt ſeines geliebten Nächſten zergliedert.
In Venedig waren die Frauen nie ſehr thätig, und das hat den Venetianer mit biſſigem Humor erfüllt:„Wenn ein Mädchen heirathen will, hat ſie eine Zunge und ſie⸗ ben Arme, nach einem Monat Ehe aber nur einen Arm und ſieben Satauszungen.“ Ein eugliſches Sprüchwort iſt nicht viel beſſer geſtimmt:„Bei einem neuverheirathe⸗ ten Paare iſt den erſten Monat Honigmiond oder Schmitz⸗ Schmatz; den zweiten Hierhin und Dorthin; den dritten Pitſch⸗Patſch; den vierten: der Kuckuck hole die, welche Dich und mich zuſammengebracht haben.“
Doch genug des Scherzhaften.
„Ebenſo wie die Sonne den Himmel ſchmückt, iſt die fromme Frau der Schmuck des Hauſes,“ heißt es in der Lauſitz, und die höchſte Weisheit iſt es wohl, welche ein deutſcher Spruch den Frauen als einen leider ſelten be⸗ folgten Rath ertheilt:„Ein frommes Weib beherrſcht ihren Mann durch Gehorſam.“
Ich glaube, es wird nach dieſen Proben nichts weiter über das vorliegende Werkchen zu ſagen nöthig ſein, denn nicht nur die Frauen, auch die Männer werden gern darin blättern, um etwas Freundliches oder Pikantes über ein⸗ ander zu finden, denn viele allgemeine Sprüche treffen nicht bloß das ſchöne Geſchlecht, ſondern auch das, welches ſich nicht ungern das ſtarke nennen hört.


