tung und
dahre, wie 7..— 3 du u Familie, die er gerettet, eine ſolche Beſtürzung, daß die liſen cc Unruhe darüber das Gehirn des jungen Mannes erfaßte, „ſi Aua der von einem hitzigen Fieber
Folge er am nächſten Tage ſtarb.
oder jedes reiſe ihren
ihre Ein⸗
enn ſie in uns dann nicht aus ſeinem Munde über dieſe allgemeine Tuantig. Entwaffnung, die keineswegs Furcht war, weil Jedermann .Er malte mit Muth auf dem Schaffot ſtarb! Der Muth Lud⸗ den wir ſeit
ährend be⸗ und Affee⸗ en, daß er
ſtets zum
mächtig war, um Widerſtand zu leiſten, hatte
derſchießen. Die Agenten zogen ſich zurück, aber dieſer mann mitgetheilt. unerwartete und ungewöhnliche Widerſtand verurſachte der
Wenn wir den Kanzler Pasquier um die Urſache die⸗ ſes Aufgebens ſeiner ſelbſt von Seiten aller Verhafteten befragten, welche richtigen und tiefen Erwägungen wurden aufhalten wollen, auf denen die Verurtheilten der Co
wig's XVI., der im Ertragen bewundernswerth und ohn⸗ ſich Jeder⸗
Dritte Folge.
Montesquieu ſagt irgendwo, es gäbe weiter keine Beſiegten, als die, welche es zu ſein glauben. Man hielt ſich für beſiegt, und deßhalb ergab man ſich darein zu ſterben. Die Verurtheilten widerſetzten ſich nicht,
befallen wurde, in deſſen und die Zuſchauer murrten nicht; oft ſogar ſchrieen ſie ge⸗
igen die Geächteten. Pasquier erzählte 9. Thermidor mitten am Tage, Robespierre's erfuhr,
indeſſen, am
hätten einige Perſonen die Karren ncier⸗ gerie nach dem Schaffot gefahren wurden. Fouquier Tinville kam aus ſeinem Cabinet herab und zeigte ſich; ſofort trat die größte Stille ein, und die Karren fuhren weiter. Unter dieſen letzten Opfern befand ſich einer der Schwäger Pasquier's.(Schluß folgt.)
Erzählun⸗ ft habe ich, ſene Revo⸗ zrüber aus⸗ gerſonen, die eine fanden,
1 humoriſtiſcher Gattung von
nün Leipzig, Brockhaus. 1862. 1 doch A Der Verfaſſer dieſer Dichtungen hat, wie Sie wiſſen, abe uun in ſ nach und nach bei einer ich möchte ſagen altdeutſch ſtillen, war en aber ſtets unermüdlichen elaſtiſchen Thätigkeit zwei Leſer⸗ ianenn kreiſe des deutſchen Publicums für ſich gewonnen, näunlich die Tuln als Kritiker die gebildeten ſich für die moderne Literatur⸗ erführ, a geſchichte intereſſirenden Freunde der Literatur verſchiedener 4— Gebiete, und als lyriſcher Dichter gar zahlreiche Verehrer ten. dm einer anſpruchsloſen, geſunden, nach Ideengehalt ſtrebenden
dem Schſe Dichternatur.—
ſes, nnd d Als Poet iſt Marggraff wohl von parteiloſen Aeſtheti⸗ eden Etſtn ern mit Vergnügen zu jenen lyriſchen Dichtern zu zählen, e, ſofort ne die der ſüßen verhimmelnden Richtung, der unwahren idea⸗ — lſtiſchen Schwärmerei für alles? omautiſche herzlich feind iind und der äſthetiſchen Empfindelei, welche ſich im Mond⸗ ſchein ſonnt, gar manchen ſatiriſchen Poſſen geſpielt haben. dektiſche Schneider und liebeskranke Penſionärinnen, welche 1 Iclus h nach dem unmäßigen Genuß von Geibel oder Redwitz an
Dyspepſie leiden und nichts mehr verdauen können, ſuchen Marggraff's Liedern glücklicherweiſe vergebens nach der lauen Blume der Sehnſucht. Andere aber freuen ſich, daß dees Vergißmeinnicht in Milch gekocht nicht zu ſin— ſen iſt. Ja, ſie erbauen ſich dagegen an dem einfachen, kernigen don derjenigen Gedichte, in welchen der Verfaſſer That⸗ ſachen darſtellt oder Handlungen beſchreibt. Dieſe Schil⸗ derung des Zuſtändlichen und dieſe Darſtellung der Action ſrmt das erzählende Gedicht im Allgemeinen und die Bal⸗ lde als höchſte Gattung deſſelben. Dieſe beiden lyriſchen Geſtalten bilden den Inhalt des vorliegenden Bandes. Der Jerfaſſer ſagt mit ſeiner offenherzigen Weiſe in der Vor⸗ bwerkung:„Einem Dichter kann es wohl geſchehen, daß in in einem gewiſſen Zeitmoment das Gefühl überraſcht,
ſtelung dieſ
umfaſ
en Kile— lonen b
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Mill
giſchen Schaffens abgeſchloſſen, Fillen wird dieſes ſich aufdrängende Gefühl ein richtiges
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Balladenchronik. Erzählende Gedichte ernſter und Hermann Marggraff.
el habe er nun mit dieſer oder jener Gattung ſeines dich⸗ humoriſtiſchen — und in den meiſten len.
Literariſche Briefe von Otto Vanck.
ſein. So iſt es mir in Betreff der Balladenproduction
ergangen, und ich glaube mit vorliegendem Bändchen, das
ich meinen Freunden und den Liebhabern erzählender, na⸗ mentlich auch humoriſtiſcher Dichtungen hiermit empfehle, mein Schaffen als Balladendichter zum Abſchluß gebracht
zu haben und dem Publicum einen kleinen Krauz epiſcher Dichtungen zu bieten, dem ſich ſchwerlich noch eine neue Blüthe oder Nachblüthe auſchließen dürfte.“
Ich glaube nun zwar nicht, daß Marggraff nicht noch Stimmung und Veranlaſſung finven wird, balladenartige Stoffe zu bearbeiten; jedoch kann ſich das Publicum die Idee von ſeinem individuellen Abſchluſſe gefallen laſſen, da ſie die ſehr unterhaltende Zuſammenſtellung der bis
ſjetzt vom Verfaſſer gedichteten erzählenden Poeſien verau⸗ laßt hat.
Wenn wir ſchon, im Vergleich zu ſo vielen andern eif⸗ rig geleſenen Dichtungen moderner Lyriker, einen auszeich⸗
nenden Werth auf Marggraff's ernſt gehaltene„Balladen, Sagen und Phahtaſiebilder“ legen müſſen, da ſie mit einem romantiſch⸗poetiſchen Material einen würdigen Gedanken⸗ inhalt von ſittlichem Gewicht verbinden und mehrere davon in einem echten Balladenton vorgetragen ſind: ſo verdienen doch beſonders die erzählenden Gedichte humoriſtiſcher Gat⸗ tung die Beachtung aufmerkſamer Leſer. Wer uuſere Li⸗ teraturgeſchichte kennen gelernt hat, weiß, wie ſehr Scherz, heitere Laune, Witz und Humor von ernſten Themen zurück⸗ gedrängt ſind, ja, wie überhaupt die Neigung und das Ta⸗ lent für eine humoriſtiſche Behandlung mehr und mehr ver⸗ loren gegangen iſt. Das Bedürfniß, ſich durch Lectüre auf eine ſinnige Weiſe zu erheitern, ging im Publicum keineswegs verloren, ja, es war vielleicht, im Gegenſatz zu ſo viel abſpannender geiſtiger Beſchäftigung, niemals dringender als jetzt.
Leider vergönnt mir der Raum nicht, von den län⸗ geren in einem ſo leichten und komiſchen Ton gehaltenen Gedichten gleich hier eine Probe mitzuthei⸗ Ich wähle daher von den bis jetzt noch ungedruckten
ein kurzes Lied mehr ſatiriſcher Art, welches zugleich ein
als man die Niederlage
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