Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
608
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Uovellen-Zeitung.

(VIII. Jahrg.

keiten, die Ludwig der Baier mit ſeinem Gegenkaiſer Um poetiſch zu wirken, hätte die Verfaſſerin die Gabe Friedrich dem Schönen von Oeſterreich und deſſen Bruder beſitzen müſſen, tief in das menſchliche Herz und ſeine Lei⸗ Leopold von Oeſterreich hatte. Indirect aber ſoll auch denſchaften einzugehn und auch auf der andern Seite alle die Intrigue des Papſtes ſpeciell gegen Ludwig, überhaupt die Dämme und geheimen Fäden zu zeigen, welche die aber gegen beide Gegner in ihrem ſtillen und offenen Wal⸗ Vorurtheile und die Politik aufwerfen und ſpinnen. Auch ten herausgeſtellt werden. Es waren jene mehr blutig würde es der Wahrheit gemäß nöthig geweſen ſein, den düſtern, willensſtarken, als großen Heldentage, in welchen V Charakter Ludwig's auch mit denjenigen Schatten zu ver⸗ die Schlacht von Ampfing geſchlagen und Friedrich gefan⸗ ſehen, die er in Wirklichkeit hatte.

gen und zu Trausnitz in Haft geſetzt wurde. Als er unter Was die Lesbarkeit des ganzen vierbändigen Romans dem Gelöbuiß, den Frieden mit ſeiner öſterreichiſchen betrifft, ſo iſt dieſelbe trotz all jener Mängel gar nicht ge⸗ Herrſcherfamilie und dem Papſte zu vermitteln, aus dem ring, denn es fehlt weder an intereſſanter geſchichtlicher Kerker entlaſſen wurde, aber ſich nach dem Mißlingen ſei⸗ Grundlage, noch an ſolchen feſſeluden Perſönlichkeiten, nes Planes wieder freiwillig ſtellte, ließ ſich Ludwig zu welche die Phantaſie der Leſer auf angenehme Weiſe in dem ſeinem Herzen Ehre machenden Edelmuth hinreißen, Anſpruch nehmen. Was aber der Leihbibliothek nicht un⸗ Friedrich als gleichberechtigten Mitregenten auzuerkennen, brauchbar iſt, braucht der Literatur deßhalb noch lange ein idealer Plan, der ſich freilich dem Reiche und den nicht willkommen zu ſein. Kurfürſten gegenüber praktiſch nicht durchführen ließ.

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