[VIII. Jahrg ar 31.
Uovellen-Zeitung.
—en
Adolf Glaſer.
Bürgertreue.
Das ſoll man billig preiſen,
Wie Worms, die gute Stadt, Des deutſchen Reiches König Einſt Treu' erwieſen hat.
Es war der vierte Heinrich, Der kämpfte ſchweren Streit: Ihn ſuchten arg zu drängen Vaſall' und Geiſtlichkeit.
O Roma! Du Sirene,
Die oft des Reiches Macht
Mit Schmeicheln und mit Heucheln In große Noth gebracht!
Und wenn in ſpätern Zeiten Kein Pfaff und Ritter mehr, Dann blüht erſt recht der Bürger Dem Reich und ſich zur Ehr'.“
Da ſah der vierte Heinrich, Daß gegen Trug und Liſt
Des Reiches beſte Stütze
Die Bürgertreue iſt.
Am Meer.
O könnt' die wunde Bruſt ich baden Im unermeßlich tiefen Meer, Und mich auf ewig dort entladen
Klein f un Beddet
Was Otto ſtark begonnen, Von aller Erdenſorgen Heer! 1„War Vollführt der Söhne Fauſt, rincipals Sie haben der Sirene Auf ewig ſollte dann verſinken, liſer gefi Die Locken arg gezauſt. Was ich beklagt und was beweint,„Alerd
Als früh der dritte Heinrich Vom Tod dem Reich geraubt, Da hob die röm'ſche Hydra
Vergeſſen wollt' ich lüſtern trinken,
Daß neu die Welt dem Blick erſcheint.
Doch tief in meines Herzens Grunde
egriff, um Dttue Freund fißt trinke, ſi
Gar kühn empor das Haupt. Ruht noch ein einzig theures Bild— Sewnr nntr
Geneſ' ich nicht von dieſer Wunde, i und Des Ahnherrn ſtarkes Walten Iſt all mein Gram nur halb geſtillt. M bed Zu brechen in dem Sohn, wücten ein Raubt Hanno ſeiner Mutter Noch einmal faſſ' ich's feſt ins Auge,„Vor d Das zarte Knäblein ſchon. Noch einmal wein' ich recht mich ab, Maal in m
Was wir den Vätern danken, Das werde Dir zu Nutz',
Eh’ ich ins Meer hinuntertauche—
Dieſer weiſe Mann. Schlief man nicht im Rauſche ein,
Der Jüngling dann vertändelt Doch dann hinab! ja, dann hinab! aulte An Mit Adalbert die Zeit, uug fallen Daß er der Pflicht vergeſſe ſinem Hau 8 5 S;—*.
Im Arm der Ueppigkeit. 8 6G kam die Und wie dem Stolz der Ritter. Trinklied. ugſter Le Die Pfaffenliſt entſpricht, Brüder hört, Brüder hört, iſſalen bau Gedenken abzuſchütteln 4 Was mir meinen Frieden ſtört: ſein Haus Sie des Gehorſams Pflicht. Schweres Leiden ſchafft es mir, deinäpal ſ . Daß ich⸗ Fäſſer hier d bn Den Rittern und den Pfaffen, Duß ich alle Fäſſes hie ad n 6 Voll Hochmuth und Verrath, Aller Wein, der wächſt auf Erden, la Gatu Enteilt der junge König Sollt' von mir getrunken werden, 5 Sfige auſ Nach Worms, der guten Stadt. Aber dann, aber dann leß er d
är' i der rechte Mann! urch d „Wir find nicht Ritterknechte Wär ich auch der rech 1uu Und auch nicht Pfaffenbrut, Gerne doch möcht' ich noch r ſeiner, Wir ſchützen Deine Rechte Trinken endlos wie ein Loch; orhanden Mit unſerm Gut und Blut. Alles aber hat ein End', lufenthal
Wie ſchon Salomo bekennt,
achdem auert hat
Das Recht, das ſie verliehen Schwer möcht's zu ertra i 3 ten, ihr 1. gen ſein, ſehen, ihr Sei nun des Sohnes Schutz. Wenn man dann, wenn man dann, M hen . Wenn man nicht mehv trinken kann.. Denn wenn der Ritter rauben, 1 hr lrink⸗ dend, zeigte Der Pfaffe berrſchen will, und be So ſitzt in Piuri Mauern Eine Der ſich're Bürger ſtill. gide 1 6 r. fied Gedichte von Adolf Glaſer. Braunſchweig, Verlag von George Weſtermann. 186323.. er dau ut⸗


