Jahrgang 
27-52 (1862)
Seite
466
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Julius Hammer.

Am Todtenfeſte.

Heut' kommen ſtille Boten

* Zu dir vom Morgenroth:

2Gedenk' an deine Todten, Gedenk' an deinen Tod!

Sie flüſtern's deinem Herzen, Sie ſind dir nah geſellt,

Du fühlſt mit ſüßen Schmerzen Ein Wehn aus jener Welt.

Gedenke, wie ſie waren,

Wie jeder trug und litt,

Wie Bittres ſie erfahren, Vielleicht durch dich auch mit; Wie ihrer Liebe Walten

Das Schwerſt' auch überwand, Wie Treue ſie gehalten,

Ob du ſie oft verkannt.

Dir blüht aus ihren Mühen, Was hoffend du geträumt, O, laß in dir erglühen

Den Dank, den du verſäumt! Durch thätig reines Streben Bewähr' im Sonnenlicht

An denen, die noch leben,

Die heil'ge Lebenspflicht!

Bald iſt der Tag verblichen,. Bald hat mit ihrem Bann

Die Nacht dich überſchlichen, Da Niemand wirken kann. Daß ſie dir ſanft und leiſe Die Augen ſchließen mag,

Sei rüſtig auf der Reiſe,

Sei wach am hellen Tag!

Hör' auf die ſtillen Boten,

2. Fühl' ihres Odems Wehn, Laß deine lieben Todten Im Herzen auferſtehn; Sie ſind dir nicht geſchieden, Gehſt du auf Gottes Pfad, Sie ſegnen dich hienieden Für jede gute That.

Zu Weihnachten.

Einſt brach aus nächt'gen Schleiern Ein Stern wie wunderſam,

Ein göttlich Kind zu feiern,

Das heut' zur Erde kam.

Die Sternlein all', die kleinen,

Die blieben nicht zurück, Das war ein holdes Scheinen, Ein zahllos lächelnd Glück.

[VI

Das war ein leuchtend Wimmeln, Ein Strahlen weit und breit, Der Himmel voll von Himmeln, In jedem Seligkeit!

Sie iſt zurückgekommen,

Die heil'ge Wonnenacht,

Und ſpricht zu allen Frommen Von ſüßer Sternenpracht.

Nun laſſen wir auf Erden In Kinderäugelein

Aufs Neu' lebendig werden Des Himmels Wiederſchein.

Und Kinderaugen wieder

Sind ſelbſt uns aufgethan,

Da blickt der Stern auch nieder, Den einſt die Hirten ſahn.

Im Winter.

Wenn des Winters Flocken Sacht herniederwallen, Während Abendglocken Aus der Ferne hallen:

Iſt dir's nicht, als gingen Friedensengel mild

Unter ſüßem Singen Leiſe durch's Gefild?

Andachtvoll ergeben Lauſch' auf ihre Weiſen, Die zu dir auch ſchweben, Frieden zu verheißen; Laß ins Herz den Segen Froher Botſchaft ein, Gläubig neig entgegen Ihm dein tiefſtes Sein!

Erdenpilger, hinter

Deinem Schritt verſtohlen Kommt der Lebenswinter, Raſch dich einzuholen; Deine Locken ſtreifend Spricht er:Ich bin hier! Deine Hand ergreifend Wandelt er mit dir.

Möge dann ſein Grüßen Dir nicht Weh bedeuten; Sei dir's, gleich dem ſüßen Abendglockenläuten,

Dem mit ſtillem Sinnen Lauſchet dein Gemüth, Während ſchon tief innen Lenz und Morgen blüht!

Lerne, liebe, lebe. Dichtungen von Julins Hammer. F. A. Brockhaus. 1862.

II. Jahrg Rr. 30.]

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