Jahrgang 
15-26 (1862)
Seite
325
Einzelbild herunterladen

ahrg 5 aus welcher erui nih derhe ndi he Anblic ig der Thüren don mehr einen c, rechfertige Ausdrücke des ne Züge, wi des nur dazu thöhen und z Geſichte ſchiel rruppiges Haa eit dicke aufge⸗ te Stumpfnaſ hager, um den eutlich geknote war zerlumpi, e reichbehaante welcher, frühe agno von Ta⸗ thin die Aim Unbeirrt durt va der A. z ſich jetzt der anzen bediente enwillens ſche auf das Hauc und Dietrichen lben abergaald, ſchien, der di 1 ſchritt, ohne n Werk, das eer ſprang d uud Polize⸗

V

= =

30g Joh d, Ame⸗ m fann, in lu dieſe Anſcht be

näß kan

u

I usw *

es wäre mir r

Bei dieſem Anblick erhob die verſammelte Volksmenge ein furchtbares Geſchrei und drängte im Tumult gegen rie Reihen der Gensdarmen vor, welche etwas zurück⸗ weichend ſich enger ſchloſſen. Ein Augenblick der Stille trat jetzt ein, wo jede Partei von der andern den Angriff und die Eröffnung des Kampfes erwartete. Da traten Polizeigehülfen mit Ballen bedruckten Papieres und mit Trümmern der zerbrochenen Druckerpreſſen aus dem

Thorwege, der Unwille oder vielmehr die Erbitterung des

Volkes ſtiegs auf's Aeußerſte, und ein Ausbruch deſſelben wäre unvermeidlich geweſen, hätte nicht ein anderes Er⸗ eigniß plötzlich ablenkeud gewirkt. Es eilte nämlich uner⸗ wartet ein dichter Haufe Menſchen nach der kleinen Straße Ambuſe, die übrigen drängten nach, und ſo gelang

es den Gensdarmen und Polizeibeamten, ohne daß ein

Zuſammenſtoß ſtattfand, ſich zurückzuziehen. Auch Magnus war mit Armand unwillkürlich mit vorwärts geſchoben worden, und als ſie die Ecke der Straße erreichten, ſahen ſie von weitem, daß aus den Fenſtern eines Hauſes, wel⸗ ches zu den Hintergebäuden der Officin des National zu gehören ſchien, zahlloſe Packete und einzelne Blätter auf das Volk heruntergeworfen wurden. Es war dies die neueſte Nummer des National, welche man zum allergröß⸗ ten Theil der polizeilichen Beſchlagnahme zu entziehen ge⸗ wußt hatte, während eine ältere Auflage untergeſchoben worden war.

Bereits Mittags war es faſt allgemeines Volksver⸗

trouillen ſo mit Menſchen zu umwickeln, vor⸗ noch rückwärts konnten; ſie wurden dann ausgelacht;

Dritte Folge.

gnügen geworden, die kleinen ausgeſendeten Mülitärpa⸗ daß ſie weder

wurden geſchimpft, verhöhnt, geſtoßen; waren ſie dagegen in größern Trupps vereint, ſo begnügte man ſich hinter ihnen zu ziſchen und zu pfeifen.

Eine Abtheilung Linientruppen hielt den Eingang der

Straſßte St. Denis beſetzt, um die ſich mehr und mehr an⸗

häufenden Volksmiaſſen auseinander zu ſprengen, aber man ſcheute ſich noch die Waffengewalt in Anwendung zu brin⸗ gen, um das Blut der eigenen Mitbürger nicht zu ver⸗ gießen. Die Officiere hatten Thränen in den Augen, die Soldaten ſtanden blaß, mit dem Ausdruck tiefen Schmer⸗ zes unter den Waffen, und mitten unter dem brauſenden Getümmel der Volksmaſſe herrſchte in ihren Reihen die Stille des Todes. Da ſprengte ein Adjutant von der Garde heran und rief dem Major, welcher das Bataillon commandirte, die Ordre zu, augenblicklich mit gefälltem Bajonnet vorzugehen, die Volksmaſſe auseinander zu trei⸗

ben und die Straße frei zu machen, beim geringſten

eruſtlichen Widerſtand aber ſofort ſcharf feuern zu laſſen

Mit düſterem Schweigen vernahm der Bataillons⸗

Commandeur, ein alter Krieger noch aus der Napolsoni⸗ ſchen Schule, den Befehl, man ſah den Kampf, den es ihm koſtete, doch der angewöhnte kriegeriſche Gehorſam ſiegte, und das Commiandowort ertönte:Fällt's Gewehr! Vor⸗ wärts! Marſch! Da aber warfen ſich junge Mädchen, die vorn in den Reihen des Volkes ſtanden, Frauen und Kinder vor den Soldaten nieder, fielen ihnen in die Arme und riefen:Wollt Ihr Eure Väter, Eure Brüder umbringen? Wollt Ihr auf Eure eigenen Söhne feuern?

Es entſtand eine Stockung; jetzt drängte ſich ein jun⸗

auf dringende Vorſtellungen ließ man ſie jedoch wieder ges Mädchen, die Braut eines Unterofficiers, mit begeiſter⸗

frei und ungehindert ihres Weges ziehen, um weuige Minuten ſpäter mit anderen herankommenden daſſelbe Schauſpiel zu wiederholen, was bisher ſtets ſich friedlich auflöſte. Wo ſich jedoch Gensdarmen oder Polizeibeamte zeigten, verfuhr man weniger glimpflich mit ihnen, ſie

ter Kühnheit mitten in die Reihen der Krieger, fiel ihrem Geliebten um den Hals und beſchwor ihn mit Thränen, dem grauſamen Mordbefehl nicht zu gehorchen.Dort, rief ſie,auf jener Seite ſteht mein Vater, meine Brüder! Glaubſt Du, ich könnte ihren Mörder umarmen? Nein!

dienen konnte. Es waren i Wohnhauſe und einer gan einem Felſen hervorkam, ein bar genug, keinen Abfluß h Mineralreichthümer ſein, meinte undliche Herr, denn derglei⸗ chen Quellen fänden ſich nur in Erzlagern. Er ſei auch gar nicht ab⸗ geneigt, falls ſeine Vermuthung ſich beſtätige und Mineralien entdeckt werden ſollten, ein Actien⸗Unternehmen zu unterſtützen es fehlte ihm nur an einem unternehmenden Manne, der die Sache unterſuchte; die ganze Strecke Landes mit dem Wohnhauſe wolle er für 10,000 Dollars hergeben, wovon 2000 gleich zu zahlen, der Reſt in Terminen von je 12 Monaten ſicher geſtellt werden müſſe. Er wünſche übrigens nicht, daß wir die Farm kaufen möchten, ehe wir ſie geſehen hätten; könne ſie uns auch eigentlich nicht anbieten, weil er drei Käufer hätte, die ihm aber nicht ganz genügten, da ſie ihm nicht unternehmend genug ſchienen. Und wenn ich Ihnen nun Alles baar bezahlte, würden Sie dann nichts ablaſſen? Nicht einen Cent, erwiderte der freundliche Herr etwas be⸗ ut mir leid mißverſtanden zu werden ich habe

einen Teich bildete, der, ſonder⸗ hrſcheinlich müßten dort

leidigt, 3 Ihnen ei elegenheit bieten wollen entſchuldigen Sie, daß

ich mich Ihnen aufdränge..

Im Gegentheil⸗ fagte ich,Sie find uns ſehr willkommen; lieb, etwas Näheres von Ihnen zu erfahren; t gefällig, mit auf unſer Zimmer zu gehen, rt uber die hieſige Landwirthſchaft ſo Manches atürlich fremd ſein muß. natürlich gehen Sie, bitte, voraus, meine

iſt es Ihnen Sie könnten u ſagen, was u

Natü

Ganzen 200 Acker Land mit einem vonders ſchönen Quelle, die aus

Herren, ich werde Ihnen gleich folgen, nur eine Partie Domino

mit dem alten Herrn dort wir ſpielen täglich Domino hier

ich werde Ihnen dann auf dem Fuße nachfolgen. Bei Barnum, ſagen Sie? Welche Nummer, wenn ich bitten darf?

Nummer 84.

Auf Wiederſehen, meine Herren.

Was ſagen Sie nun, Schilling? rief ich, als wir in unſerm Zimmer waren,200 Acker Land, ganz nahe bei St. Louis, für 10,000 Dollars!

Er gibt es vielleicht billiger, wenn Sie gleich Alles be⸗ zahlen.

Wie Sie nur ſo ſein mögen! Ich habe mich ordentlich ge⸗ ſchämt, als ich ſah, wie ihn meine Frage verletzte. Der Herr iſt ein Gentleman, Schilling, keiner von den Betrüͤgern, die hier her⸗ umlungern ſollen. 200 Acker, das macht 50 Dollars per Acker iſt ja geſchenkt, reineweg geſchenkt, Schilling. Na, und die Quelle wiſſen Sie, was ich mit der Quelle mache? die ſchenke ich

Ihnen, Schilling, und baue Ihnen ein Sommerhaus dahin, und dann wohne ich bei Ihnen einen oder zwei Monate jeden Sommer. Doch ſtill! Er kommt, laſſen Sie ſich nur nichts

merken.

Der freundliche Herr ließ ſich durch einen Aufwärter anmel⸗ den und trat gleich darauf ins Zimmer. Was mich an ihm ver⸗ droß, war, daß er immer abbrach, wenn ich von der Farm ſprach, und daß er Fragen über das Leben in Deutſchland, das Befinden der königlichen Familie und den Preis des Buchweizens ſtellte.

Mit Buchweizen wäre hier etwas zu machen, ſagte er, denn erſtens finden die Bienen ſehr reiche Nahrung, und der

Bienenhonig iſt hier ſehr theuer, dann gibt Buchweizen eine ſü⸗