Jahrgang 
15-26 (1862)
Seite
225
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Eine Wochen-Chronik für Literatur, Kunſt, ſchöne Wiſſenſchaften und Geſellſchaft.

Teipzig, am 9. April 1862.

6 Inhalt:

Novellen⸗Zeitung: Auf Freiersfüßen. Aus dem Militairleben von Stanislaus Graf Grabowski. Amerikaniſche Sportsmen. Literariſche Briefe von Otto Banck. Deutſche Nationalbibliothek.

Herausgegeben von Ferd. Schmidt.

Feuilleton: Eine indianiſche Liebestragik.

Aus der Gegenwart: Die wahrſcheinliche Auffindung eines hiſtoriſchen Schatzes.

Zur Culturgeſchichte: Coleridges Pünktlichkeit.

Zur Fänder- und Völkerkunde: Aus dem Kirgiſenlande.

gLiteratur: Ausgewählte Gedichte der Polen. Ins Deutſche über⸗ tragen von Nitſchmann.

Miscellen: Worte für Welt und Haus.

umſchlag: Album. Friedrich Otte.

Briefwechſel:

Hr. Dr. f. G. in C. DieEuropa ſagt über Traeger's Gedichte: auch wirkliche Dichter bleiben zuweilen unbeachtet. Lange freilich nicht, denn die echte Kraft wird ſich immer Bahn durch die Menge brechen und den Platz finden, der ihr gebührt. Bei Albert Traeger hat es keiner langen Zeit bedurft, um die öffentliche Meiuung für ihn zu erwärmen. 1858 erſchien die erſte Sammlung ſeiner Ge⸗ dichte, und ſchon jetzt iſt die zweite nöthig geworden. Die Vorliebe für ihn, die ſich in dieſer Thatſache ausſpricht, iſt eine wohlberechtigte. Schön und wahr zu empfinden und das Empfundene ſchön und wahr wiederzugeben dieſe Gottesgabe des Dichters zeichnet Albert Trae⸗

ger aus. Viele Andere haben durch die gedrechſelte Form, die klingende. G

Phraſe zu gefallen verſucht und erheuchelte Leidenſchaftenmit ihrem Blut niedergeſchrieben. In dieſe Unwahrheit verfällt Traeger nicht.

Erſcheint jeden Mittwoch. Man abonnirt auf das ganze Jahr mit 51 Thaler.

Einzelne Nummern der Novellen⸗Zeitung werden mit 4 Ngr. berechnet.