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Gefangenſchaft entging. Dies wurde Abeuds im Bivouak von einem der gefangenen Wachtmeiſter erzählt, der bis zu dem verhängnißvollen Augenblick als Ordonnanz an ſei⸗ ner Seite geritten hatte. Später wurde mir daſſelbe von einem franzöſiſchen Huſaren erzählt, der das Gefecht mit⸗ gemacht hatte und ſpäter mit faſt einer ganzen Escadron ſeines Regiments durch nächtlichen Ueberfall von dem kühnen Parteigänger Colonel Mauſo gefangen wurde, in deſſen Hauptquartier ich ihn mit dieſen ſeinen Schickſals⸗ genoſſen zuſammen traf.
Lord Frederic Bentink, welcher das Gefecht in größter Nähe des Feindes mitgemacht hatte, naunte es eins der brillanteſten, was er je geſehen, und verglich es unſerer⸗ ſeits mit der raſch überſtürzenden Weiſe, wie er es von der eingebornen Reiterei in Indien geſehen, wo er an den letzten Kämpfen gegen Tippo Saib als junger Cornet Theil genommen hatte.
Unſer Verluſt beſtand nur in zwölf Todten und Ver⸗ wundeten und fünf Pferden. Leider aber hatten wir den Verluſt eines hoffnungsvollen jungen Officiers, des Lieute⸗ nants Radant, zu beklagen, der einige Tage ſpäter unter Cartelflagge aufgeſucht und von Kugeln und Stichen durch⸗ bohrt in einem der Hölzchen, in deren Nähe das Gefecht ſtattfand, aufgefunden wurde. Er war bei der hitzigen
telſack bei ſich führte. Dieſer Schatz, der dem Feinde eine willkommene Beute wurde, war neben dem Reiter eine zu ſchwere Bürde für den kleinen ſpaniſchen Hengſt, den er erſt vor wenigen Tagen, von einem Remontecommando in Murcia zurückkehrend, mitgebracht hatte.
Als Ausgleichung für jene 600 Duros machte einer unſerer Huſaren bei einem von ihm gefangenen franzöſi⸗ ſchen Wachtmeiſter 1600 goldene Dublonen nebſt vielen anderen Koſtbarkeiten zur Beute, die doch wohl etwas mehr ſein mochten, als alle von unſerm elſaſſiſchen Landsmann von ſeiuem Solde gemachten Erſparniſſe. Aber bei dem wandelbaren Schickſale, welches ſeine Tücke am Huſaren Richter, einem übrigens vortrefflichen Feld⸗ ſoldaten, ſchon oftmals bewieſen hatte, indem er zwei⸗ mal vom Oberwachtmeiſter zum Gemeinen degradirt, eben erſt wieder zum Viceunterofficier aufgeſtiegen war, ſollte er ſich auch des durch ſeine tapfere Fauſt gewonnenen Schatzes nicht lange erfreuen. Der Tag von Villafranca, der ihm bald darauf den Tod brachte und ſo allen ſeinen guten Vorſätzen und Plänen ein plötzliches Ziel ſteckte, führte die gewonnene Beute faſt ungeſchmälert in die Hände des Feindes und zwar in die eineß rieſigen Cuiraſſiers vom 15. Regiment zurück, nachdem er den tapfern Richter, der keinen Pardon wollte, mit wüthendem Stoße durch⸗
Verfolgung des Feindes zu weit vorgedrungen und hatte
den Weg zu uns nicht wiederfinden können. Die größte Schuld aber trug wohl ein an dieſem Tage von ihm gerit⸗ tenes kleines ſpaniſches Pferd, das er, vielleicht nicht ahnend, daß es heute ſo heiß beim Regimente hergehen würde, aus übertriebener Liebe zu ſeinem ſchönen engli⸗ ſchen Pferde gewählt hatte, ohnerachtet ihm der Oberſt noch beim Aufbruch aus unſerm Bivouak dringend ange⸗ rathen hatte, ſein eigentliches Schlachtroß zu beſteigen.
Dazu kam noch der Umſtand, daß Radant, der ein vor⸗
trefflicher Haushalter war, ſein ganzes Vermögen, man ſagte 600 Duros, zum größten Theil in Silber, im Man⸗
bohrt hatte.
Ich ſehe noch heute den ſchönen Wachtmeeiſter Le Cous⸗ bier, wie er ſich nach ſeinem altdeutſchen Geſchlechts⸗ namen„Gutbier“ umgetauft hatte, deutlich, als wäre es erſt geſtern geweſen, und ſein bleiches Geſicht, über dem ein unheimliches Lächeln ſchwebte, als Richter den Geldgurt und verſchiedene Börſen in ſeinen Czackow aus⸗ leerte und ſie dann unter einer Verbeugung dem Gefan⸗ genen zurückgab. Unter einem Fluche ſchleuderte er die früheren Behälter der verlorenen Schätze in das nahe Wachtfeuer.
Der Erfolg dieſes unſeres frühen Morgenrittes war
cher Sitten und Gebräuche wie des Lebens der Einzelnen(Geburt, Erziehung, Lehre, Thätigkeit nach Ständen und Gewerben; Er⸗ holung und Genuß durch Ruhe, Spiele, Wein, Liebe; Familien⸗ leben, Krankheit, Tod);— der Ergebniſſe der Wiſſenſchaft und des Kunſt⸗ und Gewerbfleißes in Bezug auf Bewahrung, Ver⸗ ſchönerung und Zerſtörung des Lebens;— Allegorie, Satire, Volkswitz u. ſ. w. Wie unſere Vorfahren gewirkt und genoſſen, wie ſie gelebt haben und geſtorben ſind, das haben die gleichzeiti⸗ gen Künſtler auf ihren Tafeln feſtgehalten, belobt oder verſpot⸗ ket. Selbſt diejenigen, deren handwerksmäßiges Schaffen nur darauf berechnet war, den Bedürfniſſen des Augenblicks Rechnung zu tragen und deren Kräfte nicht weiter reichten, als wirklich Ge⸗ ſehenes möglichſt treu nachzubilden, haben damit unbewußt das treueſte und umfaſſendſte Zeugniß abgelegt, welches dem Ge⸗ ſchichtsforſcher einer ſpäteren Zeit geboten werden kann.
Nachdem die erſte Hauptabtheilung der Sammlung das Ma⸗ terial für die Geſchichte geboten, mußte es die Aufgabe der zwei⸗ ten ſein, dieſe der Zeitfolge nach ſich ſelbſt entwickeln zu laſſen. Hierher gehören alſo vorzugsweiſe die ſogenannten Flugblätter, welche von Haupt⸗ und Staatsereigniſſen in Krieg und Frieden,
von Prunkfeſten, Kometen, Peſt und theurer Zeit berichten, und
die bezüglichen Allegorien, Witz⸗ und Spottblätter. Aber auch die beſcheideneren Vorgänge finden hier ihren Platz: Gewerksum⸗ züge, Privatfeſte, Naturſpiele, kurz Alles, was ein beſtimmtes Datum trägt und in ſeiner Weſenheit an ein ſolches geknüpft iſt. Gerade dergleichen Dinge dienen häufig dazu, ein Zeitalter nach
den ihm eigenen Genüſſen oder Krankbeiten, Vorurtheilen oder Fortſchritten zu zeichnen, und laſſen ſich ohne Schaden für die
Anſchaulichkeit des Ganzen nicht wohl miſſen.
Erforderte das Weſen der künſtleriſchen Darſtellungen, welche die erſte Abtheilung bilden, das Feſthalten eines beſtimmten Pla⸗ nes, um durch die Art, wie ſie zuſammengefaßt wurden, ein Bild von einer gewiſſen Abrundung zu gewinnen, ſo ergab ſich für die zweite die chronologiſche Aufſtellung von ſelbſt. Hat auch die Sonderung nach Ländern ebenfalls ihre Vorzüge, ſo würde dieſe doch ein häufiges Zurückſpringen nothwendig machen und jeden⸗ falls der Ueberſichtlichkeit des Ganzen ſchaden.
Die Unermeßlichkeit des Gebiets der Staaten⸗ und Cultur⸗ geſchichte macht die Anſammlung aller oder auch nur der wichtig⸗ ſten hierher gehörigen Abbildungen in einer Hand unmöglich, zumal bei der großen Seltenheit vieler derſelben; das hier Gebotene dürfte jedoch hinreichen, um die Idee einer ſolchen Sammlung zu veranſchaulichen und Andere in den Stand zu ſetzen, auf dem an⸗ gebahnten Wege weiter zu ſchreiten. Schließlich ſei noch hinzu⸗ gefügt, daß es zur Durchführung der vorgezeichneten Abſicht zwar nothwendig war, Blätter von dem verſchiedenartigſten Kunſtwerth aufzunehmen, und daß neben Werken von Martin Schön und Dürer, von Oſtade und Teniers, auch Papieretiketten und Nürn⸗ berger Bilderbogen ihren Platz einnehmen mußten, daß aber vor Allem darauf gedacht wurde, jeden Zeitraum ſich nur durch ſeine eigenen Erzeugniſſe darſtellen zu laſſen und das wirkliche Gebo⸗
immer möglich zu beſitzen. 1
Der Katalog wird in Lieferungen von je drei Bogen erſchei⸗ nen, und wenigſtens zehntauſend Nummern umfaſſen. Nach Be⸗ endigung deſſelben ſoll zur Erleichterung des Nachſchlagens ein
Namensregiſter beigegeben und das Ganze um billigen Preis ver⸗
kauft werden.
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tene in ſeiner Art ſo gut von Abdruck und Erhaltung wie nur


