—
——-———
—,
——
——y—
Leo
An Deutſchland.
Die Erſtlingsklänge meiner Lieder, Die Himmelsgunſt mir zugeſtand, Ertönten in den Alpen wieder—
Es war ein Lied ans Vaterland.
Begeiſtert von der Väter Thaten, Die groß vor meine Seele traten, Von Gletſcherfirnen kühn umragt, Hab'’ ich mein erſtes Lied gewagt.
Da ſchied ich von den heim'ſchen Auen, Und ſollt' ich in der Fremde ſein,
So wählt' ich, Deutſchland, deine Gauen, Den alten deutſchen Eichenhain.
Stolz trat da Hermann mir entgegen, Wie Rom vor ihm im Staub gelegen, Vom freien Schwert trieft Drängerblut, Und aus dem Blick flammt Heldenmuth.
Dann lernt' ich ſeine Söhne kennen, Ein Volk ſtark, bieder, treu und gut; Ich hörte gern mich„Bruder“ nennen Vom Deutſchen, der's ſo herzlich thut; Fand frommer Väter ſchlichte Sitte Selbſt noch in üpp'ger Städte Mitte, Und jeder Druck der deutſchen Hand War Gruß mir aus dem Heimathland.
Ich labte mich in vollen Zügen
An deutſcher Wiſſenſchaften Born,
Und„männlich brechen, eh' mich biegen,“ Hab' ich zum Wahlſpruch mir erkor'n. Ich ſah in ſeinen Heldenſagen
Des alten Deutſchlands Größe ragen, Sah darin, was der Enkel ſchafft,
Des jungen Deutſchlands muth'ge Kraft.
O, wack'res Volk der deutſchen Gauen, Vertrau dem eig'nen Geiſt und Muth, Brauchſt nicht nachahmend hinzuſchauen, Was erſt des Franken Leichtſinn thut. Laß von der Zeit dich nicht bethören, Ihr wildes Tagwerk iſt Zerſtören;
Bleib ſo wie deine Väter frei,
Gott und dem alten Rechte treu!
Und deiner Mädchen reine Tugend,
Ihr offner Sinn, ihr minn'ger Blick, Gab Werth und Weihe meiner Jugend, Ich glaubte an der Minne Glück.
Den deutſchen Mädchen, hold und bieder, Sang ich die erſten Minnelieder,
Und treu an deutſcher Bruſt gewärmt Hab ich im Frühlingstraum geſchwärmt!
Nun floh ſie hin auf flücht'gen Schwingen, Die Jugendblüthe, und der Mann
Mußt' ernſt der Zeit manch' Opfer bringen,
Manch ſchweres!— Doch es iſt gethan! Zerriſſen ward die Roſenbande
Der Liebe; nach dem Vaterlande
Rief mich des Schweizers beil'ge Pflicht, Und ging's auch ſchwer, ich wankte nicht!
Uovellen-Zeitung.
AEB
—
gucian v. Roten.
Doch darum darfſt du mich nicht haſſen, Darfſt mich nicht kalten Herzens zeih'n, Konnt' ich die Heimath denn verlaſſen, Muß ich ihr nicht mein Alles weih'n?
Zeit, Raum und Ort ſind ſchwache Schranken,
Es ſtürzt der ſehnende Gedanken Mit kühnem Flug darüber ein, Will er bei ſeinen Theuern ſein!
Oft, wenn die Dämm rung ſchon ſich trüber Auf Wald und Flur herniederſenkt,
Schwebt Berg und Thal mein Geiſt hinüber
Ins Land, das mir ſo viel geſchenkt; Ich weile glücklich bei den Lieben, Die treu mir dort zurückgeblieben, Und ſchau in ſeiner Herrlichkeit
Das Ideal der Jugendzeit.
O traun, es waren ſel'ge Tage, Gemüthlich froh und doch ſo hehr.
Nun ſind ſie hin, und alle Klage Brächt' ſie mir ewig nimmermehr. Nichts blieb mir ſelbſt, als dieſe Lieder, Die ſend' ich von den Alpen nieder, Nimm, Deutſchland, huldreich ſie empor, In deiner Barden heil'gem Chor!
Rheinfahrt.
Ich bin den Rhein hinabgefahren
An einem neblig trüben Tag,
Der Strom floß, wie in ſpäten Jahren Ein Lebensmüder ziehen mag.
An mancher Stadt fuhr ich vorüber, An manch' ehrwürdig goth'ſchem Dom, Doch immer trauriger und trüber Blickt Alles nieder in den Strom.
Wohl lächelten im Jugendſchimmer Weinberge auf die Waſſerbahn;
Doch auf den Höhen ſtanden Trümmer Und ſchauten mich wehmüthig an.
Und wo die Felſen kühner ragen,
Und mächtig brauſt der Strom vorbei, Da ſang ihr Lied aus alten Tagen Exgreifend bang die Loreley.
Wie anders iſt der Rhein da oben, Wo er der Gletſcherbruſt entſpringt, Und in der Jugend kühnem Toben Das Lied der Freiheit rauſchend ſingt!
Hier ſah das Elſaß er in Banden, Und zog an welſchem Boden hin;
Schlagt wieder ibn zu deutſchen Landen, Dann wird der Rhein auch ſtolzer ziehn!
Wiederklänge aus dem Rhone⸗Thal. Gedichte von Leo Lucian v. Roten. Augsburg, J. A. Schloſſer's Buch⸗ und Kunſthandlung. 1862.
8
9 Mo c
dieſer verſteht ſollte er jugendd aus del lächelnd den Sch ren gah Ider flach ſienes We uvir aber lachen un „Veaccud ſt war Bockes
So
ad ſſcheinen Stein u dun hat, a theile Aadeon tungen ſenbidd Ornggin ſſich doch ſaben.
daß:
wehr al ſtadis deuen laged ie ſihrer Wwelt auf G fe, da uhin


