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Fiebers erſchreckte Bevölkerung von Liſſabon zu tröſten und zu beruhigen ſuchte. Es ſei mir vergönnt, hier eine Auekdote zu erzählen, die mir in Liſſabon mitgetheilt worden iſt, aus der man die Geſinnungen erſehen kann, von denen ſein Volk gegen ihn beſeelt war. In dem jungen Prinz war der Verdacht aufgeſtiegen, daß man bei einer ſo bedeutenden Sterblichkeit zu ſchnell an der Herſtellung der Sterbenden verzweifeln könne, und er hatte ſich verſprochen, nicht bloß die Kranken, ſondern auch die, welche man für todt hielt, zu beſuchen. In Folge deſſen kam er an das Bett eines Mitglieds des Muſikcorps der Infanterie, den der Krankenwärter ſo
eben zum Zeichen, daß es mit ihm aus ſei, mit dem Mi⸗
litärmantel bedeckt hatte. Der König findet den Leich⸗ nam noch warm und als er ſich auf ihn herab neigt, überzeugt er ſich, daß das Herz noch ſchwach ſchlägt. Er ruft, der Menſch ſei noch nicht todt, und verlangt, man ſolle den Verſuch machen, ihn zu retten. Die Aerzte rathen zu einer Einreibung. Der König läßt ſogleich das vorgeſchriebene Heilmittel holen, ſtreift ſich die Aermel ſeines Rockes auf und nimmt die Einreibung bei dem armen Kranken mit eignen Händen vor. Der Kranke wird allmählich etwas belebt, hat aber noch kein deutliches Bewußtſein von ſeinem Zuſtande und fragt, was man von ihm wolle. Auf die Antwort, der König wolle wiſſen, wie er ſich befinde, entgegnete er:„Ich bin ſehr krank!“—„Nicht ſo krank, wie Du glaubſt; in vier⸗ zehn Tagen wirſt Du hergeſtellt ſein, und am Tage, wo Du das Hospital verlaſſen kannſt, empfehle ich Dir, im Palaſte meine Befehle einzuholen.“ Der Soldat wurde gerettet, und ſeitdem iſt das Volk voller Bewunderung überzeugt geblieben, der König habe ein Wunder ver⸗ richtet.... V
Der König Dom Pedro war freiſinnig und ein ſehr warmer Patriot. Lord Macaulay, der ſich einſt einen ganzen Abend mit ihm unterhalten hatte, ſagte zu einem
Uovellen-Zeitung.
ſeiner Freunde:„Ich hätte nicht geglaubt, daß ein ſo junger König ſo unterrichtet und ſo freiſinnig ſein könnte.“
Sein warmer Patriotismns zeigt ſich recht deutlich in den folgenden Worten, die er eines Abends gegen Xavier Raymond ausſprach, als zufällig das Geſpräch auf die iberiſche Partei kam, welche die pyrenäiſche Halb⸗ inſel unter dem Scepter Dom Pedro's zu vereinigen wünſchte, wobei er ſagte:„Man glaubt, daß dieſe Pläne meinem Ehrgeiz ſchmeicheln und daß ich ſie begünſtige. Unter Ihren Freunden gibt es Leute, welche es glauben, aber ſie täuſchen ſich. Außer den Gründen des Anſtan⸗ des, der Politik und der Ehre, die mich zurückhalten, gibt es noch Erwägungen, denen ich Rechnung zu tragen habe, wenn Andre ſie vergeſſen. Die Schwärmer, die ſich auch hier mit dieſen Schattenbildern beſchäftigen, bedenken nicht, daß Portugal, wenn das Haus Braganza je auf den Thron der Halbinſel ſtiege, nichts weiter als eine ſpaniſche Provinz ſein und daß unſre Nationalität ganz verſchwinden würde. Ich, der Erſte unter den Portu⸗ gieſen, der Erſte eines Volkes, das in der Geſchichte des Meeſchengeſchlechts einen ehrenvollen Platz einnimntt, würde nur ein untreuer Mandatar ſein, wenn ich ſolche Pläne uuterſtützte. Dieſe Leute ſchaden uns indeſſen ſehr, denn ſie ſtehen der Ausführung vieler nützlichen Pläne entgegen, die ſich für das gemeinſchaftliche Wohl V der beiden Völker ausführen ließen, z. B. die Entwicklung der internationalen Verbindung; die Annäherung der materiellen Intereſſen; die Einheit der Maße, Gewichte und Geldmünzen; eine Zollvereinigung ꝛc.“
Zum Schluß unſrer Mittheilung über Dom Pedro, der als Menſch nicht weniger Beachtung verdient, wie als König, wollen wir noch ein Urtheil erwähnen, das der König Dom Fernando, ſein Vater, im vorigen Jahre in folgenden Worten über ihn fällte:
„Pedro weiß noch nicht, was er in ſich ſelbſt trägt,
„die Landsknechtsväter“, wie man ſie nannte, nicht glim⸗ pflicher behandelt. Auch der Amtsknechte gab es viele, welche mit ſolchem Geſindel unter der Hand ſich gern„yberweineten“, d. h. betranken. Das damals heute geworbene, morgen verabſchiedete Militair war die Hauptveranlaſſung zu dieſem Landſtreicherheere.
Schiller's fortſetzung der Räuber.
Es kommt uns die überraſchende Nachricht zu, daß in die von der Cotta'ſchen Handlung vorbereitete kritiſche Geſammt⸗ ausgabe der Schiller'ſchen Werke, unter Redaction des berühmten Textkritikers Dr. Meyer, auch eine aus den letzten Lebensjahren des Dichters ſtammende Fortſetzung der„Räuber“, die bisher noch nie gedruckt erſchien, aufgenommen werden wird. Betiteln ſoll ſich dieſelbe:„Die Braut in Trauer oder der Räuber zweiter Theil, Tragödie in fünf Acten.“ 6.
Ein Stück Athen in Paris.
In Paris ſind eine Anzahl einflußreicher Männer zuſammen⸗ getreten, welche nichts Geringeres bezwecken, als den Wiederauf⸗ bau des Parthenons von Athen auf dem Montmartre. Das
Worte für Weſt und Haus.
Der Styl und Schöpfungscharakter des Künſtlers gleicht in den verſchiedenen Lebensaltern dem Typus der Jahreszeiten. Im Jugendfrübling überwuchert die helle Farbe im üppigen Grün, es herrſcht der Blumenſchmuck und Vogelſang beim Wetterwechſel der Stimmungen. Der Lebensſommer hat ſchon ein weniger grel⸗ les Colorit bei einer ruhigern Fülle der Kraft. Die Blüthe geht über in die Frucht, gleich den Vogelſtimmen im Walde wird die Lyrik ſtiller, und es entfaltet ſich der Ernſt des epiſchen und drama⸗ tiſchen Lebens. Des Mannes Herbſt bringt die koſtbarſte Reife der Ernte, und die edelen Lichter und Schatten ruhen auf den markigen Farbentönen, Schönheit und Wahrheit in eins geboren! Im Winter des Künſtler⸗Greiſes iſt der Lebensſchmuck entblättert, monoton und farblos verkündet ſich nur noch die Zeichnung von Baum und Strauch in redſeligen Einzelheiten wie ein Gedanken⸗ ſkelet, wenn auf kurze Stunden ein warmer Thauwind die Lei⸗ chenhülle des Schnee's hinwegtreibt. Der Lebensathem aber friert bald wieder am Gezweige des Geiſtes, und die Erinnerung an den Jugendglanz erſtarrt und kryſtalliſirt ſich zur durchſichtigen Klar⸗ heit— todter Eisblumen. miniscenz das Ende an den Anfang an.
neue Gebäude ſoll ebenſo wie das alte ganz aus Marmor ausge⸗ führt werden, und man hofft, die Koſten auf dem Wege einer Nationalſubſcription zu beſchaffen. Protegirt wird der Plan u. A. vom Prinzen Napoleon, vom Herzog von Luynes, ferner von Ingres Hittorff, Beulie und A. 6ö
Wenn ſich, wie manche Moraliſten wollen, alle Menſchen ihre beſten Einfälle ſogleich ordentlich aufſchrieben, ſo würde ihnen dies zwar unnütz viel Zeit rauben, aber ſehr ſegensreich für die Papiermüller ſein. 9.
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Nr. 1.
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