ee e 18 Uovellen-Zeitung.[VIII. Jahrg. V * oM V 3 0 C 4 . Dr. Juljus Altmann. Scherze. Du mit dem Doppelbogen von weißem Nabaholze, Verſendeſt gleich zwei Pfeile in deiner Schönheit Stolze, Ich ſah in den Bergen die ſchöne Kadhur, Ach, ſchwer getroffen, Dſchenub, ſink ich zu deinen Füßen, Ich ſah die Gazelle und folgt' ihrer Spur. Grauſame, was genüget dir nicht ein Todesbolze? Behend wie die Schwinge des Windes iſt ſie, Nein, ſchneller noch iſt ſie, wo weilt ſie doch nur?. Nicht braucht' ich auf den Markt zu laufen, Kleinodien mir einzukaufen. Mehr als jene Helden, die Schlachten tapfer ſchlagen, Gleich fand ich Schmuck aus jeder Zone, „ Rühm ich Rahwa's Füße, die Als Hind erſchien, der Schönheit Krone. So viel Schönheit tragen. Welch Blüthenflor ſich mir erwies: 3 Geplündert ſchien das Paradies! Von deines Auges Blitzen,. Ma⸗ Sprich, wie geſchieht es nur, Ich ſah— hier frei, dort unter Mooſen— 7 Daß deines Schleiers Flor nicht In ganzen Büſchen Liljen, Roſen,. hatte Aufflammt in Gluth, Kadhar? buſch „Und Tulipanen, Aſtern, Nelken— Lppe O ſchöne Kränze, die nicht welken! Auge Hart iſt der Piſtazie Schale,.”d Doch ihr Kern iſt ſüß und weich. Wie war ſie blühend ausgeſchmückt, tuge Streng' erſchienſt du mir, Amina, Und ich, o wie ſtand ich entzückt! ſchwem Und biſt doch ſo anmuthreich. ſelnen — Doch nicht allein war ihre Pracht tren Allein vom Frühling nur erdacht. ang Wir ruhten unterm Artabaum,— n Gund Wir gaben ſüßer Liebe Raum, Ich ſah noch manch verſchiedne Zier, Sahl küßte mich— da wacht'ich auf! Beglänzend ſie, beglänzt von ihr! ſta Es war ja nur mein Glück ein Traum. 3 aſſ Korallen, die ſich Perlen einen, Und Perlen, die Korallen ſcheinen. dieſe Da ſtets ich deiner Liebe Gunſt gemieden,. ſanuk O Aaßija, Brillanten, Türkis und Jakut ührt Was zürnſt du nun, daß ich von dir geſchieden? Und Moſchusduft und Ambragluth— auf d Du wollt'ſt es ja! 4— Und Alles ſchön gepaart und hold, Jahr Wie Morgenroth und Wolkengold; Adeli Sie ſchmiegte, beugt' und neigte ſich,. 4 deu f Und bog und zog und zeigte ſich, So fügte jedes ſich zuſaumen, es, d Und drehte, wand und kehrte ſich. Wie Strahlen, die der Sonn' entſtammen, 1 d. Und ſchob und hob und wehrte ſich, 1— Cowf Und that, als wär' ſie angegriffen, Und wie die Sonn, ausgießend Wonne— 3 alsn Und Keiner hat nach ihr gepfiffen. Denn ſie zugleich ſchien Strahl und Sonne! e ſi ’ ſelbſt Die Gemſ' iſt mir entgangen Rahwa hätt ihm wohlgefallen, Aber Auf des Jeramram Firne, Wär' ihm Sacba nicht erſchienen; Uute Da ging ich aus zu fangen Die hätt er gefreit vor Allen,— Gricht Das Reh mit weißer Stirne. Lockten ihn nicht Arwa's Mienen; Ri Die hätt' er nun gleich erwählt— Nan Kadhur hob an zu ſchelten, Wär' er nicht noch unvermählt! a Als ſie mich ſahe kommen, Tag Nicht bot in ihren Zelten 4 4 mal Sie mir, wie einſt, Willkommen. Deine Locke, wallend wie die Luft, Bu Trieft ätheriſch von der Roſe Duft. Wer einen Gram erfahren, Bothna, als des Lenzes Dſchinn dich ſah. 6 Erfährt ſogleich den andern; Wählt er ſterbend ſich dein Haupt zur Gruft. 1 hat Das Unglück liebt in Schaaren gen Uns in den Hof zu wandern.—— ein 1 Spiegelbilder der Sahara. Eine Sammlung arabiſcher Volkslieder. Zum erſten Male ins Deutſche übertragen von Dr. Julius Altmann. u Zweite Auflage der„Wüſtenharfe“. Leipzig, Verlag von Guſtav Oehme. 1861. id *
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