Zellung.
Nodellen⸗
826[(V. Jahrg.
glaube mir doch, Emil! Du bleibſt kalt bei meinen Thrä⸗„Du hintergehſt mich noch immer!“ rief er drohend. nen, Du ſtarrſt regungslos vor Dich nieder—“„Du haſt jenen Dorner geſprochen, um ihn zu beſchwich⸗ Sie konnte vor Schluchzen nicht weiter reden; über⸗ tigen—“ wältigt von ihren Empfindungen ſank ſie zurück und be⸗„Nein, ich ſchwöre es bei Gott!“ deckte das in Thränen gebadete Geſicht mit dem Tuche.„Warum hat er mich abgewieſen?“ Jeder Andere würde gerührt geweſen ſein; Emil blieb„Ich weiß es nicht!“ kalt und ruhig. Er ſchob ſie leiſe von ſich. „Unſere Heirath,“ ſagte er,„erregte zu ihrer Zeit„Dein Vater muß noch, Geſchäfte wegen, in dieſer Aufſehen; ich verſpottete die Vorurtheile, die man gegen Stadt bleiben; wir reiſen nach Norderney.“ eine Witwe hegt, und folgte meiner Liebe, dem Vertrauen,„Wann?“" fragte ſie beruhigt. das ich in Dich ſetzte Wie wird die Welt über meine Tyor⸗„Der morgende Tag genügt, um alle Vorbereitungen heit lachen! Der Fluch der Lächerlichkeit iſt das größte zu treffen— ſbermorgen!“ Unglück für einen Mann. O, zittere nicht vor mir, ſtrecke„ Deine Lilienarme nicht flehend aus— ehe ich Hand an„Emil ging in das angrenzende Gemach, verſchloß die Dich lege, könnte ich mich tödten und Dich— Deinem Thür und ſchob den Riegel vor. Antonie ſchrieb raſch Glücke überlaſſen!“ dl „Emil, was iſt das?“„Hier iſt ein Brief— beſorge ihn. Die Adreſſe iſt „Du kennſt mich, ich verberge meine Gedanken nicht!“ genau; nimm einen Fiaker und fahre auf der Stelle ab.“ „Du wollteſt eine Sünde begehen? Ich ſterbe mit Dir,„An Edmund John?“ fragte Agnes, nachdem ſie einen Emil, ich überlebe eine Trennung von Dir nicht!“ Blick auf das Couvert geworfen. Sie wärf ſich zu Boden und umklammerte ſeine Füße.„Nur in ſeine Hand legſt Du das Papier.“ Emil wollte ſich losmachen, wollte ſie erheben.„Mutter, Du biſt ſo erregt— Du haſt geweint! Was „Nein, nein!“ rief ſie.„So darf dieſe Unterredung iſt denn geſchehen?“ nicht enden. Wenn Du mich nicht mehr liebſt, ſo will ich„Agnes, mein Kind, mein liebes Kind, grüße Deinen auch nicht mehr leben— höre mich an— willſt Du Alles Vater!“ Meinen Vater?“
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wiſſen?“„ „Antonie, um Gottes Barmherzigkeit willen!“„Edmund John, dem Du dieſes Billet überbringen Er zog ſie zu ſich empor und betrachtete das ſchöne, ſollſt—“
flammende und von Thränen benetzte Geſicht.„Mein Vater iſt ja todt!“
„Nun ſprich, mein liebes Weib, ſprich!“„Er lebt; aber ſchweige, ſchweige, ſonſt ſind wir ver— Ein heißer Thränenſtrom entquoll ihren Augen. Sie loren. Du biſt die Einzige, die das Geheimniß k hing ſich, wie im Fieber zitternd, an ſeinen Hals. erfährt es Haiden— doch genug, wir ſprechen, „Ich kann nicht, ich kann nicht, Emil!“ rief ſie mehr. Sei vorſichtig— auch der Graßvater darf nee⸗ ſchluchzend.„Barmherzigkeit, mein geliebter Mann— wiſſen— fort, fort!“ ich liebe Dich zu innig, um Dir ein Geheimniß zu entdecken, Fünf Minuten ſpäter verließ Agnes das Haus, beſtieg das Tod und Leben in ſich ſchließt.“ auf dem nächſten Platze einen Wagen und fuhr nach dem
mäßige Erziehung des chineſiſchen Volkes mittheilt. In dieſer Väter, Mütter, Großväter und Großmütter der in den Adelſtand Hinſicht ſtehe das ganze Volt unter denſelben Einflüſſen. In zu Erhebenden waren, die dann mit in den Adelſtand erhoben jeder Schule werden dieſelben Lectionen ertheilt. Sie beſitzen werden, und da die Chineſen gewöhnlich eine lange genealogiſche eine Schriftſprache, die ein jeder Unterrichtete verſteht. Die Tafel beſitzen, ſo iſt die Zahl der in Chineſen betrachten es bei den weſtlichen Nationen als eine Art gewöhnlich ſehr lang. Dagegen müſſen die Kinder der neu in von Barbarismus, daß der Engländer nichts davon verſteht, was den Adelſtand Erhobenen ſich es eben ſo ſauer werden laſſen wie ein Franzoſe geſchrieben hat, und zu dieſem Urtheil ſind ſie inſo- ihre Väter, wenn ſie ſich denſelben Rang erwerben wollen. fern berechtigt, weil ihre eigne Schriftſprache, die zu erlernen Bei dem erſten Unterrichte der Chineſen iſt die Sprachſchwie⸗ allerdings ſehr ſchwierig iſt, ohne Zweifel wenigſtens von 500 rigkeit ſehr groß. Zwei Bücher, die viel Weiſes enthalten, werden Millionen Menſchen verſtanden wird, da ſich außer den Chineſen den Schülern in die Hände gegeben. Das eine davon heißmdie die Japaneſen, die Einwohner von Cochinchina und Korea ꝛc. alle Vierteljahrs⸗Claſſen, und aller Unterricht darin iſt mit Geſang derſelben Schriftzeichen bedienen, denen ſie aber je nach ihrer verbunden. Drei chineſiſche Wörter bilden zuſammen in einer Sprache eben ſo verſchiedene Namen geben, wie die europäiſchen beſondern Art einen Tonfall, und haben eine Art von Reink oder Nationen es hinſichtlich der Ziffern thun, deren Bedeutung dem vielmehr Rhythmus mit drei andern Wörtern,ſo daß ſie ſich dem Italiener, Spanier, Franzoſen, Holländer, Ruſſen zc. gleich Gedächtniß feſt einprägen. Das andre Buch führt den Titel„das verſtändlich iſt. Das Studium der chineſiſchen Sprache iſt das Tauſend⸗Schriftzeichenbuch“. Dieſe beiden Bücher werden in Studium eines Menſchenlebens. In den Elementarſchulen iſt es allen Elementarſchulen unabänderlich benutzt, und es erfordert erforderlich 700 Schriftzeichen zu lernen, ehe ein Knabe das bis drei Jahre, um ſie ſich anzueignen. Natürlich bedarf es⸗ leichteſte Buch zu leſen im Stande iſt; 6000 bis 7000 Schrift⸗ mehr Zeit, die Bücher der chineſiſchen Weiſen zu ſtudiren, für Ae zeichen muß man dagegen kennen, um mit den höhern Behörden ſie eine große Verehrung haben, da ſie die Ehrfurcht für ihre Vor⸗ eine diplomatiſche Correſpondenz führen zu können. Im Ganzen fahren dis zu einer Art von Anbetung treiben. Eben in ihrer gibt es für die Sprache 70,000 Schriftzeichen und das Wörterbuch, großen Rückſicht für die Vergangenheit liegt der Grund, weshalb worin ſie aufgezeichnet ſind, enthält 70 Bände in Foliv. In die chineſiſche Nation auf demſelben Punkte ſtehen bleibt und keine China iſt die Leidenſchaft nach Unterricht eben ſo groß wie allge⸗ Fortſchritte macht. mein, weil Kenntniſſe allein zu Rang, Anſehen, Reichthum und Während es aber in der Erziehung der Chineſen einige Würden verhelfen. In Bezug auf Würden iſt es charakteriſtiſch, Punkte gibt, weshalb ſie uns untergeordnet bleiben, gibt es auch daß in China der Adel nicht erblich wie in Europa ertheilt wird. andre, die ihnen eine große Ueberlegenheit über die Europäer Wenn dort ein Herzog, Marquis oder Graf ernannt wird— ſie ſichern. So gibt es z. B. keinen Chineſen, der nicht ein guter beſitzen dieſe Titel ſämmtlich—, ſo wird nachgeforſcht, wer die Arithmetiker iſt. Sir J. Bowring hat keinen Chineſen gekannt,
einige Zeilen und eilte zu Agnes, die ſie im Garten traf.
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