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Nr. 46.]
beſchwichtigen, welche meinen Hoffnungen im Wege ſtanden.
Gewiß, ich grolle meinen Schwiegereltern nicht, daß ſie ſo
lange ſich nicht mir, aber meinen Wünſchen abgeneigt er— wieſen, daß ſie den Plänen, die ſie für Roſe gebildet— und ſie war vermöge ihrer Geburt, ihrer Holdſeligkeit wohl geeignet, eine glänzende Heirath zu ſchließen— ſo ſchwer entſagten. Ich kann es wohl begreifen, daß ſie die Nei⸗ gung des ſo jungen, reizenden Kindes zu dem viel älteren ſchlichten Manne mehr für eine Laune, durch Widerſpruch genährt, denn für eine ernſte, dauernde Liebe nahmen. Und daß ſie in dem nicht hohen Gehalte meiner Stellung ein bedeutendes Hinderniß fanden, iſt nur natürlich. Ich ſelbſt habe mich oft mit Bangen gefragt, denn aller prak⸗ niſche, geſunde Menſchenverſtand war trotz meiner Liebe nicht in mir untergegangen, wie Roſe, ſo verwöhnt im elterlichen Hauſe, ich möchte ſagen, zu gewiſſen Anſprüchen und Anforderungen erzogen, jemals die Gattin eines Be⸗ amten mit einem ſo geringen Gehalte werden könne.
„Das gäbe nun eine paſſende Gelegenheit, über verſchie⸗ dene Uebelſtände zu reden, als da ſind, die naturwidrige Erziehung unſerer jungen Damenwelt und die kärgliche Be⸗ ſoldung der meiſten Beamten; ich wüßte auch manche ganz zeitgemäße Vorſchläge zur Verbeſſerung dieſer Uebelſtände
zu machen, aber ich will mir dieſes ergiebige Thema lieber für einige Vorleſungen aufſparen, als Dich jetzt damit langweilen.
„Genug, alle Hinderniſſe— die ſchon durch meine beſ⸗ ſere Stellung etwas erleichtert waren— wurden beſeitigt, und die Art, in der Regine es that, war ebenſo edel als zart. Die reiche Mitgift, welche ſie Roſe ausſetzte,
uns den Muth fand, ſie zurückzuweiſen, Niemand zu ſtolz war, ſich ihr ſo tief verpflichtet zu fühlen. Sie wußte es ſo geſchickt hinein zu verweben, daß ihre Mutter Roſe aus der Taufe gehoben? und deren Pflichten auf ſie überge⸗ gangen ſeien, und eine Pathe wohl das Recht habe, für
ihre Schutzbefohlene zu ſorgen, daß, wie geſagt, an ein Zu⸗ rückweiſen ihres Edelmuthes nicht zu denken war.
„Ja, der Reichthum, auf dieſe Weiſe angewendet, iſt ein Segen. An wie vielen großen, gemeinnützigen Unterneh⸗ men ſich das herrliche Mädchen, ſeit ſie mit dem einund⸗ zwanzigſten Jahre die Mündigkeit erreicht hat, betheiligt! Ihre Gelder ſollen zwar dabei zuſammenſchmelzen, aber trotzdem könnte ihr kein Freund von der ſo ſchönen Ver⸗ wendung ihres Vermögens abrathen, in der ſie eine tiefe Befriedigung, einen hohen Genuß findet. Und gleichſam als wolle das Schickſal nun einmal, daß ſie reich ſei, als wolle es immer wieder die Lücken füllen, welche ihre Groß⸗ muth in ihrem Vermögen bereitet, ſo ſoll ihr ſchon wieder eine freilich minder bedeutende, doch anſehnliche Erbſchaft von einem entfernten Verwandten ihres Vaters zugefallen ſein. Man ſagt, ſie habe ihn ganz unvermuthet in Italien getroffen, und ſein verdüſtertes, menſchenfeindliches Gemüth
Fürſorge nicht zu widerſtehen vermocht und ſich ihr in herz⸗ licher Liebe zugewandt. So erzählt Fama; von Regine ſelbſt wiſſen wir es nicht, ſind überhaupt ſchon längere Zeit ohne Nachricht von ihr.
„O Chrhardt, wie glücklich ich bin! Wie ich alle un⸗ verheiratheten Männer bedaure, die beklage, denen das Schickſal es verwehrte, ſich den lieben, eigenen Heerd zu bauen, und die faſt verachten möchte, die es in ihrem ſtol⸗ zen Ueberheben, ihrer Blaſirtheit nicht für nöthig, ſondern ſogar für unbequem halten, ſich durch das ſchönſte, heiligſte der Bande dem Staate, den ganzen Menſchheit näher zu verbinden! Ich komme mir jetzt viel wichtiger vor, mir i*ſt, als habe ich nun erſt feſten Fuß in der Welt gefaßt. Treu und ſorglich will ich meine Roſe hegen und pflegen, daß kein Sturm ihre Tage trübe. Sonnenhell ſoll ihr Leben ſein, und keine Grämlichkeit ſoll ihr die Freuden und Genüſſe verbittern, welche ihrer Jugend, ihrem fröh⸗ lichen Sinne ſo wohl zuſagen. Oft iſt es mir, als dürfe
wie die Tyroler ihre Robbler, welche Raufer dabei nur gemüth⸗ redliche Leute, treue Unterthanen und nie weichende Landesver⸗ theidiger waren.
Die Robbler ſind, und waren beſonders in früheren Zeiten, mit einem gewaltigen Schlagring bewaffnet, der noch dazu in der Mitte mit einem Heiligenbild, meiſt dem h. Antonius, verſehen wurde— und mit einem ſpitzen, böſe Wunden beibrin⸗ genden Zähnekranz umgeben iſt.
Damit nun dieſe Schlagringe tüchtig wirken ſollen, aber nicht bösärtige oder allzugefährliche Wunden machen, ſo laſſen die Unterinnthaler Robbler dieſelben in Altörting weihen.
„Dieſelben bedienen ſich auch folgender Anweiſung, ihre natürliche Stärke noch zu ſteigern: 5 Am Charfreitage muß man guten Wein in eine Flaſche thun, dieſe feſt zumachen und ſie in einem Waldameiſenhaufen vergraben, den man ſich im Herbſte wohl gemerkt hat, weil er ſonſt durch den Schnee verdeckt und unkenntlich würde.
Da muß der Wein ein ganzes Jahr drin bleiben, dann nimmt man ihn heraus und trinkt nur ein klein wenig davon, das verleiht Rieſenſtärfe.
Aehnliche Curioſitäten finden ſich bei den Schützen vor. Johann Pair, der Sohn eines Leiſtenſchneiders zu Innsbruck ein Büchſenmacher, ließ ſich an jedem Vorabend, bevor er zu Linem großen Schießen ging, tüchtig zur Ader, um ſich„ruhiges Blut“ zu verſchaffen, wie er ſagte. Da er nun im Jahreslaufe jedem großen Schießen beiwohnte, ſo konnte es nicht fehlen, daß der Mann ſich ruinirte, aber ſein Centrum traf er, wie kein Anderer, das mußte wahr ſein. Er hat das große Hall⸗ und Schalljahr 1848 nicht erlebt, ſondern iſt bereits 1847 geſtorben.
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Ein anderer Innsbrucker Büchſenmacher, mit Namen Schlegl, kehrte ſtets um, wenn er zu einem Schießen ging und ihm eine Katze begegnete. Daſſelbe that der berühmte Schütze Meggen⸗ dorfer zu Innsbruck, ſobald ihm beim Ausgang ein altes Weib entgegenkam, und ging in ſein Haus zurück. Dort ver⸗ weilte er eine Zeit lang und ging dann von Neuem aus.
Der Schloſſermeiſter Bergmann trägt, wie auch viele andre Schützen thun, ſo oft er zum Schießen geht, eine„Allermanns⸗ harniſchwurzel“ bei ſich, und ſchießt dann ausgezeichnet. Ohne dieſen magiſchen Talisman trifft er nichts. Thut es nun das Bewußtſein oder thut es die Wurzel? Wer kann das wiſſen?
Der Aberglaube oder die Sympathie, wie der Bergbewohner
ſagt, beſchäftigt ſich lebhaft mit der Kugelbüchſe, und mehr als mit jedem andern Gegenſtand. Eine bekannte Erſcheinung an Jagdgewehren iſt, daß ſie den„Brand“ oder den„Tod“(die Tödtung) verlieren. Damit ſie wieder den Brand bekommen, ladet man den Koöpf einer Blindſchleiche hinein und ſchießt ihn in die Luft.
Eine Meinung iſt auch folgende:—
Wer bei abnehmendem Monde Kugeln gießt, dem gehen ſie gerne zu kurz, d. h. ſie ſinken; man muß daher beim Schießzen auf Gems oder Scheibe höher anlegen. 4
Die Jäger haben einen Bannſpruch, welcher in ein lhes Herzevon Wollenſtoff eingenäht, in der Schützentaſche, im Sack oder amm Leibe getragen wird. Die Wilderer tragen dieſes Amulet ebenfalls bei ſich und meinen, wenn ein Jäger auf ſie ſchießen wolle, ſo verſage ihm dadurch das Gewehr..
Ein Jäger traf im Jahre 1852 am Maggenberg bei Pletzach
einen fremden Wildſchützen an, nahm ihm den Stutzen und riß
habe ihrem liebreichen, geſunden Weſen, ihrer Güte und.


