Noveſſen⸗Zeitung.
ALBIIM.
——
Hedmwig Charlotte von Uordenflycht.
Im Sommer.
Gold'ne Zeit, biſt wieder wach! Du, die jeden Reiz umſchließet, Luſt in kühle Herzen gießet,
Mich entzückſt du tauſendfach!
Hier in ſtiller Einſamkeit Bringt kein Sturm mehr bange Stunden, Hab' ich Ruhe hier gefunden,
Die dem Herzen Frieden leiht.
Fern vom lauten Weltgewühl, Hier in meiner kleinen Hütte, Zeigt ſich nicht auf jedem Schritte Mir des falſchen Schickſals Spiel.
Fehlt auch dem beſcheidnen Glück Glanz, um den die Eitlen ſorgen, Bin ich doch vor Noth geborgen
Und vor Neides ſcheelem Blick.
Sieh', es winket die Natur, Mir das Leben zu erquicken; Und ein ſeliges Entzücken Find' ich rings in Hain und Flur
An dem Bach, der leiſe fließt, Dann von jäher Klippe ſpringet, Pflück' ich, was der Sommer bringet, Blumen, die die Erde ſprießt;
Kann in ſüßer Blüthen Kranz All' der Schöpfung Schönheit ſchauen, Kann die Seele mir erbauen
An des Blattes holdem Glanz.
Iſt ſo ſteil kein Felſenrand, Daß mein Fuß ihn nicht erklimmet. Dort der trunk'ne Blick verſchwimmet Hin bis zu des Meeres Strand.
Wenn nun dort das Aug' erkennt, Daß, um nur nach Glück zu jagen, Menſchen ſelbſt ihr Leben wagen
Auf dem falſchen Element:
Ruft's in mir die Wehmuth wach. Muß, das Leben ſich zu nähren, Denn der Menſch den Tod begehren,
Trotzig ſuchen die Gefahr?
So auch treibt den großen Schwarm Ehrgeiz in des Lebens Wogen: Bald vom flücht'gen Schein betrogen, Sinken ſie in Todes Arm.
Wenn ich ſo in meinem Sinn And'rer Streben ſtill betrachte, Führt's mich endlich, eh ich's achte, Auf mein eignes Sehnen hin.
Ausgewählte Dichtungen von Hedwig Charlotte von Nordenfl.
Berlin, 185 9
I V V
Trauter Freund! Du haſt's vollbracht! Gingſt nach flücht'gen Sommers Milde Zu Elyſiums Gefilde,
Wo ein ew'ger Sommer lacht.
Harr' auf mich, mein treuer Hirt! Bald werd' ich Dir dort begegnen, Wo ein frommes Glück uns ſegnen,
Unſre Treue lohnen wird.
Der Liebe Schweigen.
Flücht'ge Liebe ſtets begehret, Laut zu künden all ihr Glück; Doch die Gluth, die ewig währet, Hält ſich ſcheu und keuſch zurück. Auch die Flamme, die ich hege, Die ſo ſüß mein Herz beſchlich, Hält ſich ſtets im Buſen rege, Doch für Niemand, als für Dich!
Andre ritzen wohl in Steine Ihren Schmerz und Rinden ein, Doch der Name, den ich meine, Steht im Herzen mir allein. Niemals wird, um Dich zu ehren, Tönen meiner Laute Klang; Denn ihn könnte Echo hören, Neid erwachen bei dem Sang.
Ihr, die ſchier vor Liebe trunken Laut erhebt der Liebe Luſt,
Heget ſie doch nur zum Prunken, Nicht im Heiligthum der Bruſt. Läßt doch Vorſicht Niemand wiſſen, Was man ihr zu hüten gab:
Liebe, dich recht zu genießen,
Lehr' mich ſchweigen bis ins Grab.
Verachtung ird'ſcher güter.
Wie thöricht, wer um Gold ſich härmt, Und gierig Schätze will erjagen!
Nur wen des Geiſtes Gluth nicht wärmt,
Läßt ſich am goldnen Schein behagen.
So wend' ihn denn zum Staube hin,
Den Blick, wenn dich die Sonne blendet,
Und lebt in dir kein höh'rer Sinn, Als daß das Grab einſt Alles endet:
So wird um das, was dich beglückt, Der Edle zwar im Herzen trauern,
Allein auf deinen Abgott blickt
Er nur mit Lächeln und Bedauern.
ycht. Aus dem Schwediſchen von Ferdinand Otto, Freiherrn von Nordenflycht.
Verlag der Königl. Geb. Ober Hofbuchdruckerei(R. Decker).
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