Der alte grenadier.
In einer off'nen Scheune
Auf Rußland's Schnee und Eis, Da lagen ihrer neune
Am Feuer dicht im Kreis.
Das war ein bunter Haufen Von jeder Waffentracht,
Wie ſie dem Tod entlaufen
Aus Moskau's Flammennacht.
Sie zogen aus dem Dache Strohhalme klein und groß,
Wen heute Nacht die Wache Zu halten trifft das Loos.
Dem Jüngſten unter allen
Noch ſchwarz vom Pulverqualm, War zu das Loos gefallen,
Der allerkleinſte Halm.
Ob wund auch, war die Ehre Im Herzen unverſehrt;
Er griff zu dem Gewehre Und wankt' vom Feuerheerd.
Da hob ſich auf vom Boden Ein alter Grenadier, Hat ihm die Hand geboten: „Für dich, Kamfrad, bleib' hier!“
Und raſch iſt er geſchritten Hinaus zum Scheunenthor Und hat für ihn gelitten, Bis er im Schnee erfror.
Beim Tagesgrauen jagten Koſaken wild heran.
Sie machten Halt und wagten Dem Poſten nicht zu nah'n.
Der ſtand an einer Mauer So unbeſorgt und ſtill,
Daß Furcht und banger Schauer Ihr Herz beſchleichen will.
Die Steppenreiter verſchwanden Im duft'’gen Morgenroth, Als ſie voll Schreck erkannten, Daß Schildwacht hielt der Tod.—
Der Chikos.
Es liegen Magyaren im Donaufeld Als Helden im Kampfe gefallen. Am Saume der Haide vom Ruſſenzelt Standarten, die fliegenden, wallen. Doch blicken die Sieger mit Bangen hinein Zur Haide, die birgt noch die Freien allein.
Gedichte von Heinrich Reder.
ALBL
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Heinrich Reder.
—
V
Gebunden am Boden ein Roßhirt liegt
Im Lager der Ruſſen gefangen. Sein feuriges Auge zur Haide fliegt,
Er ſtreckt ſich nach ihr mit Verlangen. Jetzt ſprengt er den Strick, dem Koſaken ins Herz
Stößt er das entwundene, eigene Erz.
Er ſpringt auf ein lediges Roß hinauf, Das trägt keinen Sattel und Zügel.
Er zwingt's mit der Ferſe zum ſchnaubenden Lauf, Als trüg es vom Winde die Flügel.
Zur Steppe hinein, die dem Blick ſich
Das Roß mit dem jauchzenden Reiter
entzieht, entflieht.
Dort weiden noch Pferde, die nie der Zaum Zum Dienſte des Sklaven gezwungen,
Dort lagern noch Hirten am Uferſaum, Vom Geiſte der Freiheit durchdrungen.
Dort fliegen noch Laſſos und dürſten
nach Blut,
Die oft ſchon erprobten den feindlichen Muth.
Wie Wetter, die ſich in der Ferne gethürmt,
Urplötzlich den Schiffer umgürten,
So bricht aus der Haide der Chikos und ſtürmt Ein Wolf in die ſchlummernden Hürden;
Er würgt den Feind, bevor er erwacht,.
Und jaget hinweg in die Steppennacht.
Lied der Raiſerjäger.
Friſch auf und ſteckt zum Gemſenbart
Ein Tannenreis auf den Hut! Das iſt ſo Kaiſerjäger⸗Art Und ſteht den Jägern gut.
Es welket nicht, iſt friſch und grün,
Wir brechen's immer neu, Und Kaiſerjäger keck und kühn, Die bleiben immer treu.
Das ſchönſte Grün iſt grünes Feld,
Vom Feindesblut beſpritzt,
Wenn unſer helles Jagdhorn gellt
Und unſ're Büchſe blitzt.
as ſchönſte Roth iſt rothes Blut,
Vergoſſen vor dem Feind; Mit Siegesruhm vereint. Das iſt die Farb', die allezeit Die Treu’ beſtändig hält,
Die 8 J Bis Jeder ſterbend fällt.
Die Dolche feiger Mörderſchaar, Die blitzen durch die Nacht,
D Das iſt die Farb', die Jägermuth
ie wir dem Kaiſer Franz geweiht,
Doch ſiegend fliegt der Doppelaar,
Die Jäger halten Wacht!—
Memmingen, Oskar Beſemfelder. 1859.
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