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unter den Waffen übrig waren und daß wir nun, anſtatt nach dem empörten Deutſchland, nach Frankreich zurück⸗ zogen, wo wir endlich das Vaterland, aber freilich das er⸗ ſchöpfte und troſtloſe Vaterland fanden. Die Kataſtrophe von Moskau hatte in der That nur ein Unfall, groß wie unſer Schickſal, ſcheinen können, aber der Feldzug von 1813 beſtätigte, indem er auf den von 1812 folgte, den definitiven Abfall des Glücks und den Ruin eines Syſtems, das in gleichem Grade das Intereſſe wie den geſunden Verſtand der civiliſirten Nationen gegen ſich hatte und auch von dem gewaltigſten Genie nicht mehr gegen die Macht der Umſtände aufrecht gehalten werden konnte.
War die Situation ſolcher Art, wo Napoleon com⸗ mandirt hatte, ſo zeigte ſie ſich anderwärts kaum erfreu⸗ licher, und ſeine Stellvertreter waren ſowohl in Italien als in Spanien nicht viel glücklicher geweſen als er.
Nachdem Thiers hierauf die vergeblichen Anſtrengungen des Prinzen Eugen, Italien zu vertheidigen, geſchildert und die gleichfalls unglücklichen Vorgänge in Spanien unter Marſchall Soult berichtet, fährt er dann fort:
Die Lage unſerer Armeen war ſonach auf allen Punk⸗ ten eine ſehr traurige: am Rheine 50 bis 60,000 Mann, durch Strapazen erſchöpft, gefolgt von einer gleichen An⸗ zahl von Nachzüglern und Kranken, und genöthigt, ſich gegen die 300,000 Mann der Coalition zu ſchlagen; in Italien 36,000 theils alte, theils junge Combattanten, die es an der Etſch mit 60,000 Oeſterreichern zu thun und zugleich das unſer überdrüſſige Italien im Zaum zu halten hatten, während Murat bereit war, uns zu verlaſ⸗ ſen; auf der ſpaniſchen Grenze 50,000 alte Soldaten, durch das Unglück entmuthigt, kaum noch die weſtlichen Pyrenäen gegen die ſiegreichen 100,000 Mann des Lord Wellington vertheidigend, und auf dieſer nämlichen Grenze 25,000 andere alte Soldaten, die zwar allerdings in gutem Zuſtande, aber genöthigt waren, die öſtlichen Pyre⸗ näen gegen mehr als 70,000 Engländer, Sicilianer und
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Catalonier zu decken; dies war, in genauen Zahlen ausge⸗ drückt, der wirkliche Stand unſerer militäriſchen Angelegen⸗ heiten. Napoleon hatte allerdings hundertmal bewieſen, mit welcher erſtaunlichen Schnelligkeit er Hülfsmittel zu ſchaffen verſtand, aber noch niemals hatte er ſich in einer gleichen Bedrängniß befunden! Mehr als 140,000 Mann unſerer beſten Truppen waren in den Feſtungen Europas zerſplittert; in Frankreich waren nur noch ruinirte Depots übrig, die ſich ſchon in dieſem Jahre 1813 angeſtrengt hatten, binnen zwei bis drei Monaten junge Rekruten zu dreſſiren, und ihnen an Officieren und Unterofficieren das Beſte, was ſie überhaupt enthielten, vollſtändig geliefert hatten. Allerdings gab es in den nach Frankreich zurück⸗ kehrenden Regunentern noch alte Soldaten und alte Offi⸗ ciere, aber man ſollte genöthigt ſein, ihnen unmittelbar die nicht gekleideten, nicht exercirten Conſcribirten zu ſchicken, damit ſie aus ihnen machen möchten, was die Depots ſelbſt aus Mangel an Zeit und Kraft nicht vermocht haben wür⸗ den, wofern ihnen nämlich der Feind die Muße dazu ließ! Unſere Feſtungen, die der Armee als Stützpunkte hätten dienen können, waren, wie wir erwähnt haben, von allen Vertheidigungsmitteln entblößt. Die Sendung eines un⸗ ermeßlichen Heergeräths jenſeit unſerer Grenzen hatte ſie der unerläßlichſten Gegenſtände beraubt. Man hatte zu Mag⸗ deburg und Hamburg das, was man zu Straßburg und Metz hätte haben ſollen, zu Aleſſandria, was man zu Gre⸗ noble nöthig gehabt haben würde. Selbſt ein Theil des Geſchützes von Lille befand ſich noch im Lager von Bou⸗ logne. Das Material war nicht das Einzige, woran es fehlte. Das in Frankreich ſo zahlreiche, ſo gebildete, ſo brave Perſonal der Genieofficiere war in mehr als hun⸗ dert ausländiſchen Städten verſtreut. Kaum hatte man die Zeit, in der Eile einige Cohorten Nationalgarde zu formiren, um ſie nach Straßburg, Landau, Metz und Lille marſchiren zu laſſen! Sonach war, um die uns entſchlüpfende Welt zu erobern, Frankreich ohne Vertheidigung geblieben.
fern geblieben. Schon obige— wiewohl im Speciellen ſehr un⸗
vollkommene— Crzählung des Drama's zeigt den wenig geſchloſ⸗ 9 9
ſuchte rhetoriſche Pathos hat noch ein Schlimmeres zur Folge:
ſenen Aufbau des Stücks, die Zerſtreutheit und das äußerliche
Gefüge der Handlung, den Mangel an weiſer Oekonomie in der Dispoſition des Stoffs. Der Expoſition fehlt Klarheit. Wir vermiſſen völlig die Ueberſicht über die hiſtoriſchen Verhältniſſe, den Einblick in den Geiſt und das Volksleben jener Zeit. Mazep⸗ pa's Charakter iſt trotz eines dämoniſchen Grundzugs ſchwankend und klein gezeichnet, zerſetzt von moderner Philoſophie; die ſtete Furcht vor Entdeckung, die verſtellte Krankheit ac. ſtempeln Mazeppa weit mehr nur zu einem Verräther, als zu einem zugleich für eine große Idee eintretenden Helden. Das Mordurtheil über Istra, die langdauernde Executionsſcene, die faſt vor unſern Augen vorgeht, effectuirt als traurige Peinigung des Gefühls, iſt aber nicht tragiſch in ihrer Behandlung. Wohl⸗ iſt die Behand⸗ lung dramatiſch bewegt und im Einzelnen intereſſirend, aber im Verfolg des Stücks geht ihr der organiſche Connex, der culmini⸗ rende, aus innerer Wahrheit und aus den Charakteren logiſch folgende Abſchluß immer mehr verloren; das äußerliche theatra⸗ liſche Element drängt ſich ſtatt des wahrhaft dramatiſchen ein, die Motivirung wird unausreichend oder fehlt. Auch einige Reminiscenzen werden auffällig, ſo z. B. das„Borgia'ſche“ Gegengift in Matrena's Händen. Die Wirkung einer zu phan⸗ taſtiſch lockern Compoſition wird durch die Sprache des geiſtreichen Dichters erhöht, die bei ihren ſchon oben erwähnten, ſehr rühm⸗ lichen und poetiſchen Eigenſchaften doch zu vorwaltend in die wort⸗ und klangreiche Phraſe verfällt und ſich von dem natürlichen, kernigen und einfach ſchönen Ausdruck abwendet. Und die Ueber⸗ ſchwenglichkeit der Form, das farbenreich umſchreibende und ge⸗
Mangel an Wahrheit der Empfindung, an Unmittelbarkeit des Gefühls, an pſychologiſch natürlicher Entwicklung der Gedanken. Die Vorzüge einer poetiſch glänzenden, phantaſiereichen und ſchwunghaften Ausdrucksweiſe gipfeln ſich in einzelnen Scenen, z. B. in der ſchönen, prächtig colorirten Schilderung von Mazep⸗ pa's wildem Steppenritt, welche vom Darſteller(Dawiſon) mit meiſterhafter Vollendung vorgetragen wurde.
Hinſichtlich der Charakteriſtik ſind die beſtgelungenen Figuren: Karl XII.— glücklich und ſcharf gezeichnet und ebenſo auch und mit überraſchender Portraitähnlichkeit von Herrn Sontag dar⸗ geſtellt; Peter der Große und der naturwüchſige Ataman Gor⸗ dienko, von den Herren Winger und Kramer vortrefflich gegeben. Jenen beiden Fürſten gegenüber in ihrer energiſch turzen, nicht abſchweifenden Redeweiſe erſcheint Mazeppa als ein ſehr moderner Wortheld und als ein ſehr fraglicher Steppenbe⸗ herrſcher, dem ſetbſt Dawiſon's mit Geiſt und Wärme verwendete Kunſt keine volle Glaubwürdigkeit geben kann. Die mit wechſelnder Leidenſchaft, mit ſchweren Kämpfen des Schmer⸗ zes, des Ehrgeizes, der Liebe und der Rache umgetriebene Matrena wurde von Frau Bayer⸗Bürck außerordentlich ſchön dargeſtellt, namentlich in der Schlußſcene, wo mit herbſter Bit⸗ terkeit der Rede der Giftbecher credenzt wird. Nächſtdem bleibt noch die würdige Geſtaltung Harpyna's(Fräul. Berg) und Iskra's(Herr Quanter) zu erwähnen, und die Mühe, welche Herr Maximilian der nichtigen Figur Kaſimirs widmete. Die Theilnahme erwies ſich in einzelnen Scenen lebhaft, auch durch den Beifall für die Schauſpieler, und ſteigerte ſich am Schluß des
dritten Acts, fiel aber nach dieſem Gipfelpunkt des Confliets.
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