8 Jahrg. ſchen Hunde
id Ihr hin⸗ ßlein, oder Gott ver⸗ in höchſter craße, und unt haben. t geht der mmacher der ihm ſtand. brumm aus gewaltigen erſunken zu nachkommen
in den Arke⸗ hlbefahrener t mit Euch dis Drei?“ Pfropfen!“ runken von⸗ wnd ſchaute er Klockreey, nd habt Ihr zum Zeichen zahr wie die eugen Tileke dumpanei,“ ig an ſeinen n?“ rief der an Sauct undter, de⸗ vollen, und, mich für di — , der Mulallt⸗ en die blanken ediſer zutit⸗ in welchen
nd, l rfnt her gewolſent
leidung in das von Erſterenn
r Mulatte mit ſch abel bückte, waufhob,
.==
. hl urde⸗ 9h 24
Nr. 40.]
hübſche Felicia aus der venediſchen Straße gehalten— und Euch, Gevatter— bei Kugel und Pfropfen, hahaha — für den alten Hexenmeiſter, den italieniſchen Gold⸗ ſchmied.“—
„Der Paul iſt vergeben, wie ſein Vater vergeben iſt!“
Dritte Jolge.
ſchwamm Alles vor den Augen, es ſauſte mir in den Oh⸗
ren; ich wollte ſchreien und konnte keinen Laut hervor⸗
rief der Wachtmeiſter,„und das welſche Weib hat ihm den
Zauber angethan! Paul, Paul, mein Söhnlein! Ich komme von Sinnen! Vorwärts! Wer ſeinen chriſtlichen lutheriſchen Glauben lieb hat, der folge mir nach dem Hexenneſte, die Teufelsbrut auszuräuchern. Laßt mich los, Gevatter Schnarcher, oder!— herunter die Spieße! Bum bum bidibum, der frummen Landsknechte Trummelſchlag! Vorwärts, Geſellen, hoch lebe Herr Georg von Frundsberg! Zeigt's den italiſchen Schuften!“
Ein wildes Geſchrei auf der Gaſſe antwortete dem Trunkenen, Wüthenden; der Haufe draußen zündete ſchon
Arno.
Fackeln an; ich ſah wohlbekannte Bürger von der Gold⸗
ſchmiedebrücke, die den fremden Meiſter neideten, argliſtig und heimtückiſch die Flamme des Aufruhrs anblaſen. Ver⸗ geblich verſuchte ich es, den tollen Ohm Lamprecht zurück⸗ zuhalten, vergeblich ſprach ich ihm Vernunft; er hörte nicht mehr, er ſah nicht, wie ein Beſeſſener ſtürzte er aus dem
Haus unter das Volk, welches ihn mit einem wilden Jubel⸗
und Mordgeſchrei begrüßte. In grauſiger Angſt ſprang auch ich fort; die ſchrecklichen Drohungen des wüſten Hau⸗ fens machten mir das Blut in den Adern erſtarren! Ich durcheilte die Straßen, ich fand nich vor dem Hauſe Guarnieri's, ich zog die Glocke, die alte Dienerin öffnete,
ich ſtürzte die Treppe hinauf; außer Athem, ſchwindelnd
lehnte ich an dem Pfoſten der halbgeöffneten Thür jenes Gemaches, in welches uns der Meiſter Malco an jenem
Tage, wo wir ihn nach Hauſe begleiteten, zuerſt geführt
hatte. Eine Lampe brannte auf dem Tiſche, und Vater und Tochter ſaßen nebeneinander, der Meiſter in einem hohen Lehnſtuhl, Felicia auf einem Schemel ihm zur Seite. Es war ein ſo ſtilles, ſchönes, friedliches Bild,— mir
bringen. Da hörte ich eine ſüße Stimme, welche ſprach oder las; ich ſchloß die Augen und horchte. Anfangs ver⸗ nahm ich nur den holden Klang der Worte, dann aber ord⸗ neten ſich die Gedanken. So las Felicia:
„Und ſo pflücke ich denn die Roſe und den Lorbeer, und lege Dir von jedem ein Blatt in dieſen Brief und flüſtere Dein Lob, ſüße Braut, in das Gemurmel des Ich bitte für Dich, Felicia! Möge mein Gebet mit dem Marienlied des armen Schiffers unter meinem Fenſter aufſteigen zum Throne des Gottes der Schönheit. Wie herrlich die Nacht iſt! Das Haupt meiner Bildſäule der Venus Urania funkelt ſilberweiß im Mondenlicht, und Deine ſüßen Züge, Felicia, Felicia, ſind vor mir, wie ich ſie dem Marmor gegeben habe! Ein Johanniswürmchen iſt durch das offene Fenſter gekommen und ſteigt langſam, funkelnd an dem Gewande meiner Göttin empor;— o, Felicia! Felicia! Ich habe den goldnen Kranz, den mir die Genoſſen brachten, zu den Fuͤßen Deines Bildes nie⸗ dergelegt, meine Braut— o komm und nimm ihn auf! komm zurück, komm zurück, Felicia...“
Ein dumpfes, fernes Murren riß mich empor. Ich ſtürzte in das Gemach; die Jungfrau ließ das Papier fal⸗ len, der greiſe Meiſter trat mir entgegen.„Rette! Rette!“ rief ich.„Sie kommen! Rettet Euch, rettet Euer Kind!“
„Götter! was wollt Ihr, Meſſire?“ rief der Alte.
„Welche Gefahr drohet uns?“ fragte zitternd Felicia.
„Horcht, horcht! das Volk! Sie ſagen, Ihr wäret eine Zauberin—“
Die ſchöne Felicia trat einen Schritt zurück, und der Meiſter zog ſein Dolchmeſſer halb aus der Scheide.
„Sie ſagen, Ihr habet den Studenten, meinen Freund, verzaubert! Rettet Euch! Rettet Euch!“
Felicia hatte ſich hoch aufgerichtet und ſchauete mir voll ins Geſicht.„Euren Freund verzaubert?“
„Wüßte nicht, warum ich theilen ſollte; Du willſt mir doch
das Ganze nicht ſtreitig machen? Beſſer, Du thuſt es nicht, Dein Herr möchte Dich ſonſt nicht kennen, wenn Du nach Hauſe kämeſt.“
„Hurrah, Hugh! laſſe Dich nicht bange machen. Du wirſt mit dem eben ſo gut fertig, als mit dem Mulatten. Friſch, Hugh, hier ſind noch mehr Dollars!“ riefen ihm die dicht um ihn ge— drängten Weißen zu, und von Neuem wurden Silbermünzen in den Hut geworfen.
Aron hatte ſeinen Oberkörper entblößt und ſtand da mit ſeiner koloſſalen Bruſt und ſeinen furchtbaren muskulöſen Armen, wie ein kampfbereiter Büffel.„Nun, Hugh, willſt Du mir die
Dollars in Gutem überlaſſen?“ fragte er ſpöttiſch auf ſeinen
Gegner blickend.
Dieſer aber, ſtatt der Antwort, ſprang mit zum Schlage er⸗ hobener Fauſt auf ihn zu, bückte ſich, als er ihn erreicht hatte, und wollte ihm, wie er es dem Mulatten gethan, mit dem Kopfe durch die Beine ſchießen, doch Aron war auf ſeiner Hut, trat zu⸗
rück und ſenkte ſeine Fauſt mit ſolcher Gewalt auf das Haupt
des Angreifers, daß derſelbe wie vom Blitz getroffen zu Boden ſtürzte und regungslos liegen blieb. 4„Verdammt, wenn er dem Kerl nicht den Schädel einge⸗ ſchlagen hat!“ ſchrie Einer der Zuſchauer.
„Hölle, das war ein Schlag!“ rief ein Anderer, und Alles drängte ſich zu dem Gefallenen hin, um ſich zu überzeugen, ob er wirklich getödtet ſei. Doch dieſer ſchlug die Augen wieder auf,
worren, als wiſſe er nicht wo er ſei, um ſich.
„Einem Nigger ſchlägt man den Kürbiß nicht ſo leicht entzwei,“ rief Aron lachend;„komm Hugh, ſteh auf, es hat Dich eine Fliege geſtochen. Geh nach Hauſe und ſage Deinem Herrn, daß Du dreißig Dollars verſpielt hätteſt. Hierauf richtete ſich der Rieſe zu ſeiner vollen Größe auf und rief mit lauter Stimme: „Sonſt noch Jemand, den nach dem Schatze gelüſtet?“
„If you please, gentlemen“(Erlauben Sie, meine Herren), ſagte eine tiefe Baßſtimme in den hinterſten Reihen der Zuſchauer; dieſe traten zur Seite, und während ſie in einen ſtürmiſchen Jubel ausbrachen, ſchritt Rufus zwiſchen ihnen hervor und in den Kreis hinein. Mit einem unterdrückten Fluche blickte Aron auf den neuen Ankömmling, der ſchweigend ſeine Kleidung abwarf.
Mit ſchweren Schritten und vorgebeugtem Oberkörper näherten ſich Beide jetzt einander, hielten ihre zum Angriffe geöff⸗ neten Hände vor die Bruſt und ſtierten ſich gegenſeitig in die blitzenden Augen. Einen Augenblick ſtanden ſie lauernd ſich gegenüber, als wollte Einer des Andern Griff errathen, erfaßten ſich dann ſo plötzlich und gewaltig, daß die Berührungen auf den nackten Körpern wie ein Schlag erſchallten, und Aron flog mehrere Fuß hoch durch die Luft und taumelte dann rück⸗ wärts, während Rufus ſogleich von Neuem auf ihn einſtürmte.
Doch Aron warf ſich ihm wüthend entgegen, faßte ihn in den Seiten, hob ihn auf und ſchleuderte ihn noch höher, als jener ihn, von ſich hinweg, ſo daß er ſtrauchelnd wieder auf die Erde kam..
Das Geſchrei, die Hurrahs und Beifallsrufe ſteigerten ſich jetzt zu einem raſenden Geheul, die durch die Luft geſchwungenen
preßte beide Hände auf ſeinen wollichten Kopf und blickte ver⸗ Fackeln ſchlugen gegen einander und ſandten einen Feuerregen
uͤber die ſchwarzen Kämpfer hin; doch dieſe ſchienen in ihrer


