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Dritte Folge.
Nr. 40.] war, und ruhelos mit ſich ſelbſt ſprechend in den umherirrte, wie ein Verlorener. Die Mädchen in den Fenſtern ſchüttelten die Häuptlein, und die Begegnenden blieben ſtehen und ſchaueten dem Armen verwundert nach und erkundigten ſich unter einander nach dem Namen und Weſen des verwüſteten Bildes. der traurige Student von Wittenberg!“ und das Volk beklagte und bedauerte den verzauberten Paul Halſin⸗ ger.——— 1
Der alte Rector Rollenhagen hielt hier ſeufzend ein, und verſank eine Zeitlang in tiefes trauriges Sinnen, und ſeine Begleiter ſchritten ſtumm, die Häupter auf die Bruſt geſenkt, neben ihm her. Plötzlich aber ſchaute der Erzähler auf und fuhr fort:
„Es war der 25. Juli 1559— der Tag ſteht mit
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blutigen Buchſtaben in meinem Herzen geſchrieben—
da brach das Geſchick los! Gegen Abend, in der Zeit, wo Tag und Nacht ſich vermiſchen, hatte ich mein Lämpchen angezündet, ſchlug wie gewöhnlich das Wort Gottes auf, und neigte mein Haupt, den Worten der Heiligen des Herrn nachzugehen und nachzuſinnen. Da hörte ich einen Schritt auf der Treppe, die Thür ward aufgeriſſen— ich drehte mich um— Paul ſtand vor mir.
„Heiliger Gott, wie erſchrak ich! Wie ſah er aus! Nur an den Augen merkte man, daß noch Leben in dem
Dann hieß es:„Das iſt
Straßen Fenſter verſtrömte ſeine ſüßeſten Düfte: ich konnte dieſen
Jammer und dieſes Elend da vor mir faſt nicht damit zu⸗ ſammenbringen.„Paul, Paul!“—— Vergeblich ſuchte ich meinen armen Freund zu beruhigen; leiſe ſchluchzte er vor ſich hin. Dann richtete er zuletzt das Geſicht in die Höhe und ſtarrte wie im Traum auf die heilige Bibel, die vor ihm aufgeſchlagen lag. Da überlief ihn ein Zittern, mit leiſer Stimme las er her:„Setze mich wie ein Siegel auf Dein Herz und wie ein„Siegel auf Deinen Arm. Denn Liebe iſt ſtark wie der Tod und ihr Eifer iſt feſt wie die Hölle. Ihre Gluth iſt feurig und eine Flamme des Herrn!“... Wild ſprang er auf und ſprach furchtbare, üppige Worte, daß ich in Eifer und Zorn gerieth und das
heilige Buch den Händen des Wahnſinnigen entriß, denn heilig g.
Todtenbild ſei; aus ihnen blitzte es wie das Sanct Elms-
feuer, aber auch ſie waren eingeſunken und verſchwanden faſt in ihren Höhlungen.„Paul! Paul!“— er ant— wortete meinen Fragen, meinen Beſchwörungen nicht; er ſank auf den Stuhl, von welchem ich aufgeſprungen war, legete den Kopf auf die Arme und weinete bitterlich. Ich ſtand da mit gefalteten Händen, und ein Schauder ging mir durch das Herz, wie ich ihn noch nie gefühlet hatte. Es war draußen eine ſchöne Nacht, der Mond leuchtete ſo ſanften Lichtes, die Sternlein Gottes funkelten ſo mild und ſelig, der Roſenbuſch in dem Scherblein vor meinem
er entweihete es mit ſeinen irdiſchen Gedanken. Aber er lachte wie ein Toller und miſchete Alles durch einander, und klar war nur in ſeinen verwirrten Worten der eine herzzerreißende Ausruf:„Felicia! Felicia!“— Urplötz⸗ lich aber kam dieſer Taumel zu ſeinem Ende, es war, als ob der böſe Geiſt, der den Paul beſaß, ihm einen Augen⸗ blick Ruhe ließ, nur um ihn feſter und gräulicher packen zu können;— es gelang mir zu erfahren, was vorgefallen war. Da vernahm ich denn, daß es dem unglücklichen Freunde gelungen war, ſich der holden Felicia zu nähern, und dem ſchönen Bild ſeine Liebesbrunſt zu geſtehen. Aber die italiſche Jungfrau hatte das Lockenhaupt geſchüttelt und gelächelt, und den Namen Lucio ausgeſprochen; und als der Sinnverwirrte ſich in Verzweiflung zu ihren Füßen wand, hatte ſie ihn zornig fortgeſtoßen, und der alte Meiſter, der dazu kam, hatte den unſeligen Studenten in wilder Wuth aus dem Hauſe getrieben. Das erzählte mir Paul, als der böſe Geiſt in ihm ſich wieder rührte; abbrechend ſchrie er auf:„Sie wartet! Sie wartet! Ich komme, ich komme!“ Er riß ſich los aus meinen Armen und ſtürzte fort wie ein Raſender:„Felicia! Felicia!“ hörte ich ihn wild in der Gaſſe drunten rufen.
zu erregen ſuchte, indem er ſeine Gefährten verhöhnte und ſie zum Kampf herausforderte.
„Der Froſch?“ ſagte Aron verächtlich;„ich binde ihm Hände und Füße und hänge ihn an meinen Stock über die Schulter.“
„Du irrſt Dich, ſage ich Dir; ich habe im vergangenen Jahre mit ihm gefochten und er machte mir viel zu ſchaffen. Wenn nur der Rufus von Squire Dickens nicht in der Stadt iſt, der Kerl ficht wie ein wilder Büffel. Haſt Du ihn nicht ge⸗ ſehen?“.
„Mit keinem Auge; der alte Dickens würde ihn ſchön an⸗ lachen, wenn er ausfände, daß er hier geweſen wäre, ich möchte ihm dann meine Haut nicht borgen; der alte Kerl würde ihm Furchen auf dem Rücken ziehen, daß er Mais drin pflanzen könnte.“
„Du kannſt ja zuerſt mit dem Hugh anbinden, wenn er ein paar von den Lumpen dort zuſammengeſchlagen hat, und wenn Du müde biſt, ſo trete ich für Dich ein. Das Geld theilen wir jedoch,“ ſagte der Mulatte mit einem ſchlauen prüfenden Blick auf Aron.
„Beſſer, wenn Du ihn zuerſt vornimmſt,“ antwortete dieſer,„Du weißt, ich bin ſtärker als Du; dann iſt uns das Geld gewiß.“
„Hurrah, Jungen!“ ſchrie jetzt einer hauſe zu den Negern herüber.„Hier ſind welcher der beſte Mann iſt.“
„Hier noch fünf Dollars!“ rief ein Andrer.
„Ich nehme ſie auf, Gentlemen,“ ſagte Hugh, indem er
der Zecher vom Trink⸗ fünf Dollars für den,
und ſich ihm entſchloſſen gege
ſeinen zerriſſenen Strohhut vom Kopfe nahm und mit einer Ver⸗ beugung vor das Trinkhaus trat, von wo er ſich dann zurück nach zu Allem fertig, mein Junge, komm heran!“ antwortete Hugh,
ſeinen Kameraden wendete und ihnen zurief:„Wer von Euch will mir die zehn Dollars ſtreitig machen?“
„Fackeln, hurrah, Fackeln, laßt uns ein real negro fight (echtes Negergefecht) haben!“ ſchrieen jetzt die Weißen in und außerhalb des Trinkhauſes. Alle ſprangen nach dem Holzvorrath hinter demſelben, Jeder verſorgte ſich dort mit Kienſpänen, zündete deren einige an, und in wenigen Augenblicken war ein Fackelzug von einigen fünfzig Perſonen in Bewegung und zog unter wildem Toben, Lachen und Schwören auf dem wüſten ſteinigen Grunde hin, der hinter dem Gebäude lag. Bald hatten die ausgelaſſenen, vom reichlichen Genuſſe des Branntweins erhitzten Männer einen Raſenplatz erreicht, ſich dort in einem Kreiſe aufgeſtellt, und Hugh warf, in denſelben hineintretend, ſeinen Hut an die Erde und rief:„The money, gentlemen!“(Das Geld, meine Herren!) Die ſilbernen Dollars flogen jetzt beim Scheine der Fackeln blinkend und klingend in den alten Hut hinein, ſo daß wohl einige zwanzig Stück darin angehäuft waren, als Hugh ſich daneben aufſtellte, Jacke und Hemd von ſich warf, den Gürtel ſeines baumwollenen Beinkleides feſter ſchnallte und den außerhalb des Kreiſes ſtehen⸗ den Negern herausfordernd zurief:
„Es wird woyl Keiner unter Euch ſein, der Luſt hat, mir das Geld ſtreitig zu machen?“.
„Ruffle and tumble“(drücken und niederwerfen), rief ein junger ſchwarzer Burſche, indem er in den Kreis ſprang, ſeine Toilette in der nämlichen Waiſe, wie der Herausforderer, ordnete berſtellte. 3
„Wie Du willſt, ruffle and tumble, scratch and- blow (kratzen und ſchlagen) oder kiek and hite(treten und beißen);


