Jahrgang 
28-52 (1859)
Seite
559
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gedicht von d. Lomniß.

Vergangen iſt der lichte Tag. Mendelsſohn's letztes Lied.

Der bleiche Meiſter ſitzt im Zimmer, Die Abendſonne lugt herein,

Webt um die freie Stirn des Sängers Zu roſ'gem Kranze ihren Schein.

Es ſtrömet durch das offne Fenſter Der Athem friſcher Abendluft, Vertraulich nickt die Linde draußen Und ſtreut ins Stübchen ihren Duft. Die nebelfernen Berge ſchwimmen Im tiefgefärbten Abendblau;

Und wie des Tages Scheidethränen Fällt tropfenweis der helle Thau. Wie ſo in dunklen, weichen Tönen Die Sonne alle Wölkchen ſäumt, Schaut in die fernen Abendwolken Der Meiſter ſinnend ſtill und träumt. Vergangen iſt der lichte Tag, Dies Wort aus eines Dichters Lied Klingt leiſe auf den Taſten wieder Ihm, ſtill erzitternd ins Gemüth. Der Abendſonne Duft und Scheiden Webt in die Töne er hinein. Beifällig nickt die Linde draußen Und ſtreuet ihren Duft herein.

Der ſüßen Töne allerletzter

Wie ein verhallter Seufzer klingt. Fort ſind die letzten Sonnenſtrahlen, Still dunkle Nacht hernieder ſinkt, Ja, dunkle Nacht, ſie ſenkt hernieder Auch ſtill ſich auf des Sängers Haupt. O Todesnacht, Du haſt ſein Leben, Doch ſeine Kränze nicht geraubt. Nicht roh haſt Du ſie fällen mögen, Zerſtörend mit gewaltgem Schlag. Mild iſt der Sänger hingeſchieden, Vergangen wie der lichte Tag; Uns aber hat viel Sangesblüthen Die Sonne dieſes Tags geſchenkt, Es ſei mein Lied die Thauesthräne, Die ſich auf dieſe Blüthen ſenkt!

gedicht von Ad. galſter.

Secundanerliebe.

In alle Tiſche und Bänke

Schnitt Deinen Namen ich ſchön, Und in der latein'ſchen Grammatik Hab' ich Dein Bild geſeh'n.

Dritle 4 ſge.

Wie heißt, frug einſt der Lehrer, Von typto der Optativ? Auguſte, erwidert' ich lächelnd; Der Rector blickte ſchief.

gedichte von Auguſt Aderholdt.

Das Veilchen.

Der Schnee zerrinnt, der Lenz tritt ein, Das Veilchen blüht am Raſenrain, Verſteckt von grünen Halmen.

Es ſchließt den kleinen Buſen auf,

Und ſüße Düfte weht's hinauf, Herzinnige Frühlingspſalmen.

Aus Luft und Thau und goldnem Strahl Webt ſtill es Schmuck und Duft zumal Und koſt mit Frühlingslüften.

Es fragt nicht, ob Du ſein begehrſt, Fragt nicht, ob Du es ſiehſt und ehrſt, Es muß nun eben düften.

Und hat's die Kraft im Duft verſtreut, Neigt es ſein Haupt und ſpricht:'s iſt Zeit Zur Mutter heimzukehren!

Und blickſt Du in Dein Herz hinein,

Es muß Dich wohl, ein Menſch zu ſein, Das kleine Veilchen lehren.

4 Winter.

Nun ſind die Fluren eingeſchneit,

Ein eiſ'ger Hauch weht drüber her, Der Wald legt an ein glitzernd Kleid, Ein jeder Zweig von Blüthen ſchwer.

Des Bächleins Welle haftet nun, Jedweder Waſſerfall erſtarrt,

Die Mühlenräder ſchweigend ruhn; Wie es im Thal ſo öde ward!

Still auf bemooſtem Steine ſitzt

Natur, die Göttin groß und hehr; Das Haupt in ihre Hand geſtützt, Senkt ſie den Blick gedankenſchwer.

Und was ſie träumend ſtill erdacht, Die große Dichterin Natur,

Das wird ſie künden gluthentfacht Es kommt die Zeit o warte nur!