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Cochinchina.
In Folge der franzöſiſch⸗ſpaniſchen Expedition nach Cochinchina iſt dieſes Land in der neuern Zeit ſehr oft er⸗ wähnt worden, und da dieſe Expedition vielleicht noch eine Zeit lang fortgeſetzt werden muß, ehe der Friede wieder hergeſtellt wird, und überdies leicht zu einer dauernden franzöſiſchen Niederlaſſung in jenen Gegenden führen mag, ſo wird unſern Leſern eine Mittheilung über jenes Land ſehr willkommen ſein, und das um ſo mehr, weil es im All⸗ gemeinen den Europäern in vieler Hinſicht eine terra in- cognita geblieben iſt.
Das Reich Cochinchina ſchließt jetzt drei Königreiche in ſich ein: Cambodſcha, das eigentliche Cochinchina und Tonkin; man nennt es auch das Reich Anam. Es liegt zwiſchen dem 80 25“ und 230 nördlicher Breite und im 890 öſtlicher Länge. Es wird in drei große Gouvernements: Cambodſcha, Cochinchina und Tonkin, und in 32 Pro⸗ vinzen oder Präfecturen eingetheilt.
Cambodſcha und Tonkin, auch Tunkin genannt, werden von Vicekönigen regiert. In Cochinchina hängt die Re⸗ gierung von dem König und dem Hofe ab.) Cambodſcha
zerfällt ſeinestheils in ſechs Provinzen: Dong⸗nai, Ke⸗
Donk, Sa⸗Dik, Mi⸗Tho, Ka⸗Mao und Tek⸗Sia. Alle⸗ Miſſionäre, welche davon geſprochen haben, betrachten es als den reichſten und fruchtbarſten Theil des Reichs und als die Kornkammer Cochinchinas.
Sai⸗Gon, die Hauptſtadt von Cambodſcha, liegt unter dem 840 23 öſtlicher Länge und an dem Fluſſe Saigon oder Saigun.
Nach Angaben des Hydrographen Horsburgh iſt die Schifffahrt auf dieſem Fluſſe durchaus nicht gefährlich und es findet ſich darin Waſſer genug für jede Art von Schif⸗ fen. Der nordamerikaniſche Schiffslieutenant White, der im Jahr 1819 mit zwei großen Linienſchiffen, dem Frank⸗ lin und Marmion, auf dem Fluſſe hinaufſegelte, war ganz erſtaunt über die große Zahl leichter Barken, von denen die Oberfläche deſſelben bedeckt war. Jede dieſer aus einenn einzigen Baumſtamm gefertigten Barken wurde von einer Frau gelenkt, die ſich dazu eines langen, elaſtiſchen Ruders bediente, das an einem Zapfen an dem Hintertheile des Schiffes befeſtigt war. Andere Nachen, die auf dem Fluſſe ſtill lagen, dienten ganzen Familien zur Wohnung, eive Gewohnheit, die ſich in jenen Gegenden der Erde ſehr häu⸗ fig findet.
Der Hafen Sai⸗Gon liegt an dem Zuſammenfluß zweier Arme des Fluſſes, und die Stadt dieſes Namens er⸗ ſtreckt ſich an dem nordweſtlichen Ufer des Fluſſes ohnge⸗ fähr acht bis zehn engliſche Meilen weit. Am Ver⸗ einigungspunkte dieſer beiden Arme hat man eiyen Verbin⸗ dungscanal mit dem Fluſſe Cambodſcha angelegt, der mehr als vier Myriometres lang, acht Metres tief und zwei De⸗ cametres breit iſt. Dieſer Canal wurde in dem Zeitraume von ſechs Wochen, durch Wälder und Sümpfe führend, von 26,000 Menſchen fertig hergeſtellt, von denen ſehr viele in Folge der Anſtrengung und Krankheiten, welche ſtets ſolche zu ſchnell ausgeführte Arbeiten begleiten, umkamen, wie ſich das in Europa bei dem Bau von Verſailles und
von Petersburg ebenfalls gezeigt hat.
Dritte folge.
Vor 1800 trieben die Portugieſen in Macao faſt aus⸗ ſchließlich den Handel mit Sai-Gon, doch jetzt betheiligen ſich auch die Chineſen und mehrere europäiſche Nationen daran. Die wichtigſten Ausfuhrproducte ſind Erzeugniſſe des Landes, wie Betelnüſſe jeder Art, Reis, Zucker, Pfef⸗ fer, Zimmt, Cardamomen, Seide, Baumwolle, Bauholz, Pech, Theer, Oel, Rhinoceroshörner, Hirſchgeweihe, Elfen⸗ bein, Gold und Silber in Barren, und getrocknete Fiſche, von denen ſehr bedeutende Quantitäten nach den verſchie⸗ denen Häfen Chinas verſchifft werden.
Die Stadt Sai-⸗Gon zählt ungefähr 180,000 Ein⸗ wohner, unter denen ſich viele Chriſten befinden. Die Straßen ſind breit und gerade und von beiden Seiten mit Bäumen bepflanzt; die Häuſer ſind aber ziemlich ärmlich. Im Allgemeinen ſind ſie von Holz erbaut und haben ein Dach von Palmenblättern und Reisſtroh. Es gibt indeſſen auch einige Häuſer, die von Ziegel- oder Backſteinen ge— baut ſind; ſie ſind ſtets nur ein Stockwerk hoch, haben keine Glasfenſter, ſondern nur Läden, die man öffnen muß, wenn Licht ins Haus oder in die Zimmer dringen ſoll. Die Häuſer der armen Claſſe ſind ſchmutzig und elend und bieten einen traurigen Anblick dar.
Der Vicekönig wohnt in einer Citadelle oder vielmehr in einem feſten Platze, der viereckig und von allen Seiten mit dicken, hohen Mauern umgeben iſt. Den Ein⸗ gang in denſelben bildet eine ſchöne ſteinerne Brücke, die über einen breiten, tiefen Graben erbaut iſt. Die Kaſer⸗ nen, welche damit zuſammenhängen und wo die in Sai⸗Gon garniſonirenden Soldaten ſich befinden, ſind gut gebaut und groß genug, um 50,000 Mann aufnehmen zu können. Citadelle und Kaſernen ſind von franzöſiſchen Ingenieuren erbaut worden.
Der Lieutenant White zählte daſelbſt 250 Kanonen, von denen viele in Europa gegoſſen ſind; zwölf derſelben waren zur Zeit der Regierung Ludwigs XIV. in Frankreich gegoſſen worden. Nordöſtlich von der Stadt und in der Nähe einer tiefen Bai findet ſich das Marinearſenal, ein prachtvolles Gebäude, das ähnlichen Anſtalten in Europa kaum nachſteht. Es enthält wenig große Schiffe, aber eine große Anzahl Galeeren von ziemlich guter Bauart. Der Lieutenant White ſagt:„Diejenigen, welche ich geſehen habe, waren vierzig bis hundert Fuß lang, und einige der⸗ ſelben führten ſechzehn, andere nur vier bis ſechs Kano⸗ nen. Dieſe Geſchütze ſind von Kupfer und ausgezeichnet gut gegoſſen. Die Materialien für den Schiffsbau, die ſich auf den Schiffswerften, die an das Arſenal ſtießen, fan⸗ den, würden für den Bau mehrerer Fregatten hinreichen. Das Bauholz übertraf an Schönheit Alles, was ich in dieſer Art geſehen habe. Ich maß eine Bohle, die hun⸗ dert Fuß lang und in ihrer ganzen Ausdehnung zwei Fuß breit war, und ich glaube nicht, daß ſich eine ähnliche Bohle noch in irgend einem Lande findet. Ich ſah in dieſem Lande einen Baum, der ganz allein als großer Maſtbaum für ein hochbordiges Schiff dienen konnte, und wie man mir verſichert hat, ſind Bäume dieſer Art hier zu Lande nicht ſelten.““
Die Bazars ſind im Allgemeinen gut verſehen, und man lebt in Sai⸗Gon ſehr wohlfeil. Die Polizei wird daſelbſt in einer ganz eigenthümlichen Weiſe beſorgt. In jeder Straße erhält eins der vornehmſten Häuſer den Auf⸗


