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7. Jahrg. ·
Dritte Folge.
agen umher; dei derſelben d genäthigt, 1 requiriren. endeten, daß den Wald n der frucht⸗ nrückzukehren, und acht Uhr à Kühnen das artierung war f dem Narkt⸗ fen von Ein⸗ uringt, welche aufgeregt zu die gefällten Streifcom⸗
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utem Grunde el gegen das hiheilige Fol⸗ telt ſich daher ſehr vollſtän⸗ ſolgt, und nach ftiſchen Pfer⸗ nach Torgau, von einem gut⸗ sie bemeldeten unft des Com⸗ traße verlaſſen — en Sümpfen der ad dadurch län⸗ eine Geſundheit Armee. Seine bei der Erſtür mteſten dieſes ar 1858 wurde n ernannt, und nd ſeiner Ver⸗ rnannt wurde, abtreten muhle, allgemeinen und
und ald' dle diſtonkkomman⸗ ſochten halle,ge⸗ dentod⸗ den 4 ſch del Jubel Nein getechke zar Härke übe chts⸗ und ſchö⸗ dächtigkeitsge⸗ die
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Nr. 29.] hätten und es ihnen ohne Zweifel gelungen ſein würde, ſie einzuholen und zu nehmen, wenn ſie rechtzeitig einen des Weges kundigen, treuen Boten gehabt. Am 23. Jun. ſpät Abends erreichten die Braven glücklich Leipzig, wo der Herzog ſein Hauptquartier genommen. Die gefange⸗ nen Dragoner waren bereits daſelbſt eingebracht. War ihnen nun auch für dies Mal eine ſchöne Beute an Geld und Pferden, die man eben damals beim Corps recht gut gebrauchen konnte, entgangen, ſo hatten ſie dagegen, nur vier Mann und einen Offieier ſtark, im Verlaufe des Tages in drei verſchiedenen Zwiſchenräumen drei Officiere, einen Arzt, einen Fourier, zwei Wachtmeiſter und neunundfunfzig Dragoner im kühnen Anlauf zu Gefangenen gemacht, welches ihnen beim Herzoge und bei ihren Kameraden zu höherem Anſehen verhalf, als hätten ſie die ohne Escorte ziehenden feindlichen Geldwagen erbeutet. Von jenen fünf tapferen Krieger lebt nur noch der wackere Häusler, mit vielen Orden und Ehrenzeichen, erſt kürzlich noch mit dem Orden Heinrich des Löwen geziert, als Major in Braunſchweig. auf Halberſtadt, wo er den ihm nachſtürmenden zwei Com⸗ pagnieen im Harsleberthor freie Bahn machte. Sauer ſiel in der Schlacht von Salamanca, an welcher die Braunſchweiger ruhmvollen Antheil nahmen. Capitain v. Sander, Adjutant des Herzogs, und Richter ſtarben, der Erſtere in Folge der ſchweren in Deutſchland erhaltenen Wunden im Jahre 1814; der Letztere in dem ſpaniſchen Feldzuge Invalid geworden, erſt vor wenigen Jahren, decorirt mit den Verdienſtmedaillen für die Feldzüge auf der pyrenäiſchen Halbinſel und für Waterloo, und mit dem Kreuze für Treue und Tapferkeit, bewieſen während des kühnen Zuges von Böhmen bis an die Nordſee. Ed. Heuſinger.
Der Oberjäger Stengel fiel beim Sturm
Schiller in Verſegenheit.
Als Schiller dereinſt Carlsſchüler noch war
Zu Stuttgart im ſchwäbiſchen Lande,
Und ſchon ſeine Bruſt an der Muſen Altar
Die Flamme der Dichtkunſt durchbrannte;
Als er ſeine„Räuber“ im Drange der Qual Entworfen ſchon Scene für Scene,
Obgleich burſchikos noch und roh coloſſal,
Mehr Kraft als gemeſſene Töne;
Da ſammelt der Jüngling ein Häuflein um ſich, Das Werk vorzuleſen im Stillen,
Entfernt in dem Haus in ein Kämmerlein ſchlich Die Schaar, ſo dem Dichter zu Willen.
Den Rock ausgezogen, das leinene Hemd Gekerbt und gefaltet in Bauſchen,
So ſitzen ſie da, um zu hör'n, was verdämmt Der Schulzwang, und dennoch wie Rauſchen Der ſtürmenden Meerfluth die Seele gepackt Und dann mit Weltgürtelgedanken
Aufbrauſend und ſchäumend wie ein Katarakt Durchbrochen die hemmenden Schranken.
Und als er ſo lieſt von dem Räuber, Graf Moor, Wie er ſaß in den böhmiſchen Wäldern
Und jeder Blutstropfen der Adern empor Aufſchwoll, um die Rache zu keltern,
Als er las, wie der Franz durch das brennende Schloß Hinraſ't und am letzten der Dinge,
Wo Schweizer anſtürmt mit dem rächenden Troß, Seine Gurgel umwürgt mit der Schlinge;— Als Alle begeiſtert und Alle ganz Ohr,
Wie der Räuber, der große, noch endet,
Der außen im Wald bei dem alten Graf Moor Dem gräßlichſten Schwur ſich verpfändet:
general Beuret. (Gefallen in der Schlacht bei Magenta.)
Von dem General Beuret erzählt man ſich folgenden Zug, der ſeinen berühmten Heldenmuth in das hellſte Licht ſtellt.
In der Schlacht an der Alma hielt Beuret, damals noch Oberſt, zu Pferde in der Mitte ſeines Regimentes, ſeinen Leuten aber befahl er, ſich flach auf den Bauch zu legen, damit ſie den ruſſiſchen Kartätſchkugeln weniger ausgeſetzt ſein ſollten.
Von Zeit zu Zeit hob ein oder der andere Soldat neugierig den Kopf in die Höhe. Dann rief der Oberſt ihm ärgerlich zu:
„Zum Wetter, drückt Eure Pfeifenhalter auf den Boden!“
Der General Beuret war am 15. Januar 1803 geboren. Er wurde in der Militär⸗Schule zu Saint⸗Cyr erzogen, machte den Feldzug in Spanien unter der Reſtauration mit, dann die gegen Rom, in Kabylien und in der Krim. Bei Sebaſtopol wurde er bleſſirt und zum Brigadegeneral ernannt. a.
Cler, franzöſiſcher Brigadegeneral. (Gefallen in der Schlacht bei Magenta.)
Der General Johann Joſeph Guſtav Cler— in den deut⸗ ſchen Zeitungsberichten gewöhnlich Clerc genannt— war 1818 geboren. Der Tod auf dem Schlachtfelde hat ihn alſo mit 41 Sahr eereſd.
eich ſo vielen andern Führern der franzöſiſchen Armee gin auch der General Cler aus der Militärſchule ſce Saint-e hervor, um dann die praktiſche Schule in Afrika durchzumachen, wo er jeden neuen Grad auf dem Schlachtfelde errang. Durch
ſeine ausgezeichnete Kühnheit bei der Belagerung von El⸗Aghuat errang er das Commando des 2. Zuavenregiments, mit welchem er den Feldzug in der Krim mitmachte. An der Spitze deſſelben durchbrach er an der Alma das Centrum der ruſſiſchen Armee und nahm den Telegraphenthurm, dadurch die Entſcheidung der Schlacht herbeiführend.
Zum Brigadegeneral befördert, zeigte er ſich am 5. März des folgenden Jahres eben ſo, wie auf allen früheren Schlacht⸗ feldern. Er entwickelte hier eine ſo glänzende Tapferkeit, daß der Tagesbefehl vom 17. Auguſt erklärte, er hätte ſich um die Armee wohlverdient gemacht.
In der Schlacht bei Magenta fand er den Heldentod, indem er tapfer an der Spitze der Garde⸗Grenadiere kämpfte, deren Commando der Kaiſer ſeiner Kaltblütigkeit und ſeinem Muthe anvertraut hatte. a.
Miscellen. Die Vergakademie zu Freiberg.
Eine Anſtalt, die den Ruhm des kleinen Sachſenlandes weiter trägt, als ſelbſt die alte Univerſität Leipzig, iſt die 1766 geſtiftete Bergakademie zu Freiberg, welcher bekanntlich auch Alexander von Humboldt einen Theil ſeiner Bildung verdankt. Dieſelbe iſt jetzt von mehr als 150 Studirenden beſucht, von welchen kaum ein Drittheil Eingeborne Sachſens ſind. Unter den Ausländern ſind nicht nur alle Länder des deutſchen Bundes vertreten, ſondern faſt alle Culturvölker der beiden Hemiſphären: denn es ſtudiren gegenwärtig hier Spanier, Franzoſen, Britten, Italiener, Grie⸗ chen, Türken, Polen, Ruſſen, Skandinavier, Niederländer,


