Neg.⸗Commande ungefähr 92 1
. Kaiſer)
6 Disciplinar⸗Compagnien, jede mit 6—8 Offi⸗
cieren.
Cavallerie: 8 Küraſſier⸗Regimenter, jedes(gewöhnlich) mit:
1 erſten Inhaber, 1 zweiten„ 5 Stabsofficieren,
8 erſten Rittmeiſtern,
6 zweiten„
20 Oberlieutenants, 7 Unterlieutenants I. Claſſe,
Beamten.
8 Dragoner⸗Regimenter mit ungefähr gleichem Of⸗ ficier⸗Etat wie bei den Küraſſieren. 12 Huſaren⸗Regimenter ebenfalls mit ungefähr glei⸗ chem Officier⸗Etat. 12 Uhlanen⸗Regimenter mi Artillerie:
3 Feldmarſchall⸗Lieutenants,
II.
10 General⸗Majors,
16 Oberſten,
25 Oberſtlieutenants,
48 Majors,
200 Hauptleute I. Claſſe,
134„ II.
364 Obexrlieutenants,
260 Unterlieutenants I. Claſſe, II.
Außerdem zählt die Arti
270 27
ſhörige Oſſiciere: 1 Oberſt,
3 Oberſtlieutenants,
17 Majors,
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ſlerie noch nicht zum Feldſtande
77. — 4 und mehr Cadetten und einem Stabe von 6
Dritte folge.
t demſelben Officier⸗Etat. V
28 Hauptleute I. Claſſe, 22„ II. 80 Oberlieutenants, 41 Unterlieutenants I. Claſſe, 58.. II. i9, Zu der geſammten Artillerie gehören: 12 Feld⸗Artillerie⸗Regimenter, 1 Küſten⸗Artillerie⸗Regiment, 1 Raketen⸗Regiment. Ferner zur techniſchen Artillerie: Zeugs⸗Artillerie, Raketen⸗Anſtalt, mit der Raketen⸗ und Zünder⸗ Zeugs⸗Compagnie, Feuerwerks⸗Fabrik und Büchſenmacher⸗Compagnie, Artillerie⸗Zeugs⸗Verwaltung: 1. Für Oeſterreich und Salzburg, zu Wien. 2. Für Tyrol und Vorarlberg, zu Innsbruck. 3. Für Böhmen, zu Prag. 4. Für Mähren und Schleſien, zu Olmütz. 5. Für Galizien, zu Lemberg. 6. Für Iſtrien und Trieſt, zu Trieſt. 7. Für Inner⸗Oeſterreich, zu Gratz. 8 9 0 1
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. Für Dalmatien, zu Zara. . Für Croatien, zu Carlſtadt. .Für Slavonien, zu Eſſeg. . Für das Banat und die Woiwodina, zu Te⸗ mesvar. 12. Für Ungarn, zu Ofen.
3. Für Siebenbürgen, zu Carlsburg. 14. Für die Lombardei, zu Mantua. 15. Für Venedig.
16. Für Verona, Armee⸗Waffen⸗Inſpection. Genie⸗Waffe: 1 General⸗Genie-Director, 3 Feldmarſchall⸗Lieutenants,
unnen. Bekanntlich iſt das Seichte und unreife, ſo wie Alles, nas dem jugendlichen Gemüthe eine ſchiefe, geiſtig oder moraliſch
achtheilige Richtung geben könnte, fern daraus gehalten und nur
dem Gediegenen, Schönen und Edlen Pl Aruktiſch⸗Nützliche geht in dieſ ſchen Hand in Hand; ſie ſtreb Kenerehrung bei der Jugend 1 lite zur Tugend nach jeder Richtung hin zu fördern,
atz darin vergönnt. Das er Jugendſchrift mit dem Reinſitt⸗ t, eine warme und aufrichtige Got⸗ zu ſtärken, Humanität, Toleranz und ſo wie das
ſeſtigge Intereſſe der jugendlichen Gemüther ſtets rege zu erhalten in ſpannend zu feſſeln, ohne dabei ihre Phantaſie durch auf⸗ eende Reizmittel zu exaltiren; vor Allem bezweckt ſie die Läute⸗
ung des moraliſchen Gefühls.
Die deutſche Jugendzeitung enthält faſt nur Originalbeiträge, namentlich Jugendnovellen, Natur⸗, Völker⸗ und Sittenſchilde⸗
ungen, biographiſche Skizzen, Reiſebilder, naturwiſſenſchaftliche lichandlungen, dem Faſſungsvermögen der Jugend angemeſſen, ze⸗ und Landabenteuer, dramatiſche Arbeiten, ausſchließlich für ni Jugend ausgearbeitet und von reinſittlicher er, Romanzen, Sagen, Märchen, Räthſel, Charaden u. ſ. w.,
lich. jedoch nur ausnahmsweiſe, Ueberſetzungen werth⸗ oller und intereſſanter Originalaufſätze aus andern Sprachen, in⸗ ofern ſolche bisher noch nicht in deutſcher Mundart veröffentlicht
urp end
fr.“
Chriſtian Lammfell. Curl v. Holtei. Drei Bände. Zweite Auflage.— Breslau.
Fulard Trewendt. 1858.
Wie Holtei's amüſante Vagabunden, ſo erſcheint hier ſein ſierenswürdiger Pater Lammfell nun auch in einer billigen Volks⸗
Roman in fünf Bänden.
Tendenz, Balla⸗
Von
ausgabe. Gleich beim Erſcheinen erklärten wir dieſes Buch für poetiſcher, tiefer und bedeutender, als den erſtgenannten Roman
des Verfaſſers. Wir ſind noch derſelben Meinung. Wie wir hören,
ſind gegen Ende des Buches einige Kürzungen vorgenommen;
ſicher werden ſie dem Ganzen zum Vortheil gereichen. Nicht nur zen 3 9
die katholiſche, auch die evangeliſche Landgeiſtlichkeit wird nun dieſem wahrhaft frommen Lebensbilde die allgemeine Aufmerkſam⸗ keit hoffentlich zuwenden, die es in dieſer Zeit confeſſioneller Er⸗ bitterung ganz vornehmlich verdient.
Für die, welche das Buch noch nicht kennen, laſſen wir R. Gottſchall's zutreffende Charakteriſtik deſſelben(ſ. deſſen„Deut⸗ ſche Nationalliteratur“ u. ſ. w. 2. Theil) hier folgen:
„Holtei's Muſe läßt in dieſem Romane ihre ernſten, weihe⸗ vollſten Saiten ertönen und enthüllt uns zugleich Tiefen des Ge⸗ müthes, die uns mächtig ergreifen. Was Holtei vor Anderen aus⸗
zeichnet und was ihm bei größerer künſtleriſcher Beſchränkung
einen hervorragenden Rang unter den deutſchen Romanautoren verbürgen würde, das iſt ſeine Genialität im„Naiven“, die ſchla⸗ gende Darſtellung der Empfindungsweiſe einfacher Gemüther, naiv⸗ edler Naturen. Es iſt bewundernswerth, mit wie einfachen Mit⸗ teln oft im„Chriſtian Lammfell“ ein großer Eindruck erzielt wird, wie einzelne Aeußerungen und Schilderungen gerade durch ihre ſchlichte, treuherzige Wahrheit überraſchend wirken! Gern nimmt man viele Ergüſſe einer wenig Maß haltenden Geſchwätzigkeit mit in den Kauf, denn es überwiegt die Fülle gemüthvoller, humori⸗ ſtiſch anſprechender Plaudereien, die zugleich dem Charakter des Helden, z. B. des alten Huſaren Lammfell und des Magiſter Rätel, angemeſſen ſind. Das provinzielle ſchleſiſche Gepräge, das den Charakteren und der ganzen Diction aufgedrückt iſt, gib4 der


